J ^u. rt^'/ DUPLICATA DE LA BIBLIOTHEQUE ÄÜ CONBERVATOIRE BOTANIQÜE DE GENEVE VEIODU EU 1922 ^f:^ >; I I : ; 1 I •• : < 1 1 « ; 4« i xtn »' « •»1 ♦>«■♦♦♦ «f« ♦"♦♦ 1 i « 4 < 1 ♦ t 1 < 1 ) H * Ht f'rtv* 4 fT'4 ♦ ♦ ♦ «ff 4 i ; i ; M t ) -: DIR MIT LESOiNDKRKR BERÜCKSICHTIGUNG DF.R FLORA £#S^ DEUTSCHLANDS UN^ DER SCH^TEIZ iii-nlicra/ BEI JOHANN LEONHARD SCHRÄG. 1828. ■h^. 4«'' In meinem Verlage ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu haben: Brown'«, R., vermischte botanische Schriften, herausgegeben von Dr. C. G. Nees von Esenbeck. Erster und zweiter Band. gr. 8°. 3 Thlr. 12 Gr. Dritten Bandes erste Abtheilung 2 Tiilr. 1 2 Gr. Bluff, Dr. M. J., über die Heilkräfte der Küchengewächse. 8° 12 Gr. Fingerhuth, Dr. C. A., Tentamen florulae Lichcnum EifQIacae, sive Enumeratio Lichenum in EifQia provenientium.. gr. 8° 12 Gr. Magazin, Nürnbergisches, zum Nutzen und Vergnügen, herausgegeben von ftner Gesell- schaft von Gelehrten. Erstes Heft. gr. 8" 18 Gr. (Inhalt: a. Einige naturliistorische Nachrichten aus Indien, b. Zum Andenken an J. C. D. v. Schre- ber. c. Porella, keine eigene Gattung, d. Beiträge zur Flora von Kronach. e. Anzeige einiget merkwürdiger Pflanzen, welche in den nahern und fernem Umgebungen von Roscnheiui wachsen.) Richard, A. , neuer Grundriss der Botanik und Pflanzenphjsiologie, nach der vierten, mit den Cbaracteren der natürlichen Familien des Gewächsreiches vermehrten und verbesser- ten Originalausgabe übersetzt, und mit Zusätzen, Anmerkungen, einem Sach- und Wort- register versehen von Dr. M. E. Kittel. Mit 8 lithogr. Tafeln. 8". . . 2 Thlr. 12 Gr. J. L. SCHRÄG. DIE \VA^ :aB:iiiü!Eiimi^iii UND LYCOPODEEN ORGA^'OGUAPIIISCH, PI1YT0>.0M1SCI1 V \D SYSIEM VllSCIl BEARBEITET VON D?G. W. BISGHOFF, PRIVATDOCENTEN DER BOTANIK BEI DER UNIVERSITÄT ZU HEIDELBERG. MIT DREI KUPFER- UND VIER LITHOGRAPHIRTEN TAFELN. N C 11 IN B E R G, BEI JOHANN LEONHARD SCHRÄG. 1828. \t.Z. CVJ CS IIJ. RHIZOKARPEN. RHIZOCARPEAE. 1. vVlljjcmoiiier Cliarakl«'r. I.Jic Gewächse tllesiT Familie zeicluieii sich dadurch vor den übrij^eii Kryploganieii aus, dass ilirc Früchte in der INiilie der \\ urzclu sich Ijefmdeii uud am Grunde der IJlüllcr (Tab. VII. Fig. 1, 2.) oder unter diesen versteckt sil/.en (Tab. IX. Fig. 1. ). Der Sleii- s,c\ hat, wo er gegenwärtig ist, jederzeit eine horizontale, bald kriechende, bald schwim- mende Lage, .schickt in gewissen Enirernungen abwechselnd steheiule Aeste, gli-ich \\'urzel- ranken {sar/nenfti) aus, welche nach oben IJIatter, nach unten Ijüschelförmige Wurzelza- sern treiben, (verij;!. die angegebenen Fig.); wo aber der Stengel Iclill , entspringen die Blätter und Wurzeln aus eiucru knollig verdickten Stocke (Tab. VII. Fig. -3 ). IJei den stengeltragenden sind die Llaller in der Jugend eingerollt: eine Erscheinung, die bei den mit einem Stocke versehenen nicht statt findet. IJei allen lUiizokarpen kommen zweierlei Fructificationstheilc vor, bald in einer uud derselben, bald in verschiedenen Fruchthülleu eingeschlossen, nämlich: kleinere, nackte oder eingehüllte Körner (Tab. Mll. Fig. 8. Fig. 39. — Tab. IX. Fig. 11, 12, 13, Fig. 39.) und Sporen, weh lie ininicr mit einer besondern Hülle (Sporendecke) versehen sind (Tab. Mll Fig. 9. Fig. 42. — Tab. IX. Fig. 7, Fig. 40, 41.). 2. Verj,'l('ichenfle Zusammenstellung mll andern IMlanzeiifonnen. Die lihizokarpen zeigen eine so grosse Verschiedenheit in ihrer äussern Iracht, dass man sie nach dieser kaum für Familienverwandte halten würde, wenn iiidil die l ebeicin- stimmtmg der wesentlichen Organe, der Stand und der Bau der Früchte, ihre Zusammen- stellung unter eine Familie nothwendig machte. Daher sind aber auch die hieher gehüri- geu riallungcn in ihrem Ibdiilu,«; sehr verschiedenen Pllanzenformen analog, welche wir 9 * 64 11 H I Z O K A R P E N. meislens In den höheren Abtheilungen des Gewächsreichs suchen müssen *). So finden sich die analogen Gebilde für die Gattungen Pihilaria und Isoetes unter den Monokotyle- donen, und zwar unter den Junceen und Cyperoiden, bei den kleineren Arten von Jun- cus und Scirpiis: während Marsileii und Sahinia ihre entsprechenden Formen selbst un- ter den Dikotylcdonen besitzen. Die Blätter der erstem sind z.B. denen des Sauerklees (Oxalis Acetoselhi) nicht unähnlich, nur dass sie vierzählig sind; \m Sahinia gleicht da- gegen die ganze Pflanze einem schwimmenden gefiederten Blatte, und nur im jüngsten Zustande zeigt sie mit ihren büschelförmigen, schwimmenden Wurzelzasern eine entfernte Aehnlichkeit mit Riccia natans. 3. A e u s s e r e Organe. "Wegen der grossen Verschiedenheit , die war im Aeussern bei den Rhizokarpen wahr- nehmen, wird es zur genaueren Kenntniss derselben am zweckmässigsten seyn , jede der vier inländischen Galtungen für sich besonders zu betrachten. Wir wollen daher mit Pi- hilaria den Anfang machen und dann die Gattungen Marsilea, Sahinia und Isoeies nAc\v ihren einzelnen Organen untersuchen. A. rillenkraut. Pifularia Vaill. (Tab. VII. Fig. 1.) Diese Gattung hat einen fadenförmigen, glatten, unbehaarten Stengel, von grüner Farbe, welcher oft in einer Länge von mehreren Schuhen über den Boden hinbiecht und dabei nach zwei Seiten zahlreiche, abwechselnde Aeste ausschickt, die nur an ihren stumpfen Enden behaart sind. Durch diese wiederholte Verzweigung wird der l>oden stel- lenweise ganz von den Tflanzen dieser Gattung iiberzogcn , indem sich die Aeste so in- einander verflechten, dass man die einzelnen Pflanzen kaum von einander trennen kann. Der Stengel und die Hauptäste zeigen in ungleichen Zwischenräumen knotige Verdickungen, aus welchen abwechselnde, kürzere Seitenäste, dann aber auch nach oben meist büschel- weise stehende Biälter und nach unten die Wurzelzasern hervorkonmien. Die Blätter sind schön grün gefärbt, in der Jugend schneckenförmig eingerollt und schwach behaart; nach dem Aufrollen stehen sie aufrecht, sind zwei bis drei Zoll lang, pfriemlich, sticlrnnd und kahl. Doch bleibt die Spitze derselben noch längere Zeit mehr oder weniger hakenförmig gekrümmt, bevor sie sich völlig in die Hohe richtet. Die Wurzelzasern, welche jedesmal zu mehreren unter den Blättern aus demselben Knoten entspringen, sind fadenfönnig, beinahe einfach, und erreichen gleichfalls eine ►) Nur für die ausländische Gattung Azolla lassen sich unter den Kryptogamen selbst, bei den beblätterten Jiinger- inannien , auffallend analoge Formen nachweisen. i\ II I /. () K \ i'i I' i: \. (jj Länge von incliiH'icii /.ollrn. Kmi- li:iii|il\Mii'/.)'l ist so wcin^ wir lici den iihrlgcn Gal- tungon vorlinndcn. Die knirclrundon Frnrlite sitzen ein/ein .nif ganz kniv.cn Frntlilslielen In den ^^ in kein der liliillei- und sind niil einem aiil;nii;s giünen, später aljcr hiann werdenden Filxc überzogen (lal). \I1I. I' ig. 1.). NN eini .sie ansgewai'hsen sind, liahen sie die (Irösse eines IMellerkorns und hei der Heile lljeileii sie sich his ziii' Hallte in vier Zaekeii, wohci die vier innerii Fächer sieh zwar von einander Ireimen, ahir anfangs noch geschlossen und niil dl II Z.a( keil der äussern Hülle verwachsen lileihen (Fig. C). I5ei dem Oiierdunlisehnitte der Frucht kommni die vier Fäilier derselben zum \ orschein (_Fig. 2.), deren jedes rnnduni niil einer zwar (liininii, aber dabei ziemlich zähen ll.nil miij;ebeii ist, welibe iiiil ilir(>n (lachen Seitenwändeii denen der benachbarten Fächiiill nai h drin seliniidern Dnrclnnessei- dun h dir Fruclit fiiiirl (,Fig 34.), so ersclieinl dieselbe dnreli eine senkrechte häutige Si heidewand in zwei Hälften getheill, deren jede durch ähnliche Häute in sieben his acht Onerfächer ahgelhcilt ist, und in die>en Fächern erhliikl ni.in die auf der liückenwand dersellieii helisligten Finc- tificalionstheile. I>ei einem l.ängs.sclniille, paialiel mit dem breiteren Durchmesser ( Fig. .iö. (, erhält man die rhcilinii; dir Fimhl in Ihre zwei Ilanpifächer längs der Miltelscheidewand, welche gegen die Iiili keiiwaiid der FiikIiI lnilile im leiirliieii /iislaiide wiiLslarlig verdickt und von gallertartiger Consislcnz ist. J)iese gallertartige Consislenz ist jedncli .ilien Schei- dewänden der Frucht dieser und der vorhergehenden (ialtung eigen. Mach der lünweg- nahnie der IMillelscheidewand kommt (^Fig. 3ü, a. ) die Kückenwand der (^)uerfächer zum ^orschein, und dadurch wird die wahre Aidu'lliingsweise der Frinlidcalionslheile ersicht- lich. Diese sitzen nämhi h auf einem etwas erhabenen Slieifcn fest, welcher sich der Oue- re nach über die Rückenwand eines jeden Fachs hinzieht. In jedem Fache belindcn sich zweierlei F'ruclificationslheile, die aber nach einer andern Ordnung verthcilt und auch in ihrer Gestalt von denen der vorigen Gaflung verschieden sind ( Fig. 38. ). Die in ungeslielle, häutige, zelligc Säcke (Sporendecken) cingeschlo.ssenen und .ms- serdem noch in eine gallertartige Älasse eingehüllten Sporen sind ellipsoidisch, glall , ohne Einschnürung, und nur am Grunde, wo sie etwas abgestutzt sind, zeigen sie die Si)ur eines dunkler gefärbten Knö{)(cliens (Fig. 42, a. b. ). Die kolbigen ßeutelchen . welche gleich jenen in den Früchten der Piliilaria feine Körner enthalten, verengern >lcli nach unten in ein Slielchen, welches bald gerade, bald gekrümmt ist (Fig. 31). I. Die Zahl dieser Leutelchen scheint so wenig, als bei Piliilaria, beslinmit zu seyn, da sie ohne Ordnung, bald zu zweien, bald zu mehreren am Grunde der einzelnen Sjtoren sitzen. Alan sieht jedoch nicht selten, dass einzelne Sporen verkümmert sind, wo dann die übei'- zähligen Kölbchen auch zu diesen fehlgeschlagenen Sporen gehören können. Die in den Bcutelchen enlhallenen Körner besitzen ebenfalls eine weisslichc Farbe, unterscheiden sich *) Die hier gegebene Beschreibung bezieht ?iih auf die einzige inländische Art dieser Ciallung. Die ausländischen Arten kommen fast alle in ihrer Tracht und in der mehr oder weniger keilförmigen Gestalt der «erziihligen Blätter mit ihr überein ; nur in dem zottigen oder steif haarigen Ueberzug findet sich bei einigen derselben ein bedeutender Un- terschied. Eine Art {Marsilca aiiguslifo/ia fi. Bn.) zeichnet sich jedoch aulTnllend durch ihre lanzetllichcn Blätter vor den übrigen aus. — Eine grössere Verschiedenheit scheint dagegen in der äussern Gestalt und im Stan- de der Früchte zu lurrschcn , indem diese bei einigen Arten eine mehr kugcligi- und selbst eine fast zweikniipfige Gestalt haben und von den einzelnstehenden, bei A/. coromandtlina Jlrtiu., bis zu mehreren gehäuft, bei M. erosa und M. aegyptiaca ff'iLLD., vorkonuucn. 68 R H I Z K A R P E N. aber dadurch von denen der Pi'hilaria, dass sie unter sich eine gleiche Grösse und eine regelmässige Kugelgestalt haben und dass jedes einzelne Korn mit einer besondern gallert- arti"-en Hülle umgeben ist (Fig. 41.), während bei der vorigen Gattung die Körner in ei- ner gcmeinschattlichen Gallertmasse liegen. Die zarte Membran der ßeutelchen ist zellig (Fig. 40). Die durchschnittene Spore zeigt denselben schleiniigkörnigen Inhalt Avie bei Pilularia (Fig. 42, c). C. Salvinie. SaUinia. MiCHEL. (Tab. IX. Fig. 1.) Die einzige inländische Art dieser Gattung hat einen i'unden weisslichen, schwach ge- streiften , steifliaarigen Stengel , Avclcher eine Länge von mehreren Zollen erreicht und sich in verschiedene Haupt - und Nebenäste thellt. Die ganze Pflanze schwimmt frei auf der Oberfläche des Wassers. Nach oben entspringen aus dem Stengel und den Aesten in klei- nen Zwischenräumen auf kurzen Stielen gegenständige Blätter, wodurch die ganze Pflanze das Ansehen eines mehrfach gefiederten Blattes erhält , indem durch die genäherten zwei- zeiligen Elättchen die unter dem Wasser befindlichen Theile verdeckt werden. Die einzelnen Blättchen, welche in der Jugend mit ihren Rändern einwärts gerollt sind, haben eine ovale oder eirunde Gestalt, sind an ihrem Grunde schwach herzförmig ausgeschnitten und an der Spitze stumpf oder etwas eingedrückt. Ihre obere Fläche ist lebhaft grün, die unlere von matter, oft ins Röthliche ziehender Farbe. Von aussen las- sen sich keine Nerven und Adern auf denselben erkennen; nur längs der Mitte ist die untere Blattfläche kielartig vorstehend, wodurch die obere Fläche in der Mitte mit einer seichten Längsfalle durchzogen erscheint. Diese Fläche ist mit einer Menge von W ärzchen besetzt, die von der Mittelfalte nach beiden Seilen hin in parallelen schiefen Pieihen liegen und deren jedes auf seiner Spitze uiil drei bis vier kurzen Borstchen besetzt ist (Fig. 14, 15.). Die untere Fläche ist glatt, aber durchaus mit steifen Haaren besetzt, die besonders längs des Kieles sehr bemerkbar sind (Fig. 2.). Im feuchten Zustande erscheint zwar die unte- re Fläche unter der Loupe wie mit flachen, rundlichen Höckerchen dicht überdeckt; wenn man die Blätter aber etwas abtrocknen lässt, so ist nichts mehr davon zu sehen und es scheint alsdann, als ob die ganze untere Fläche mit einem Gewebe aus regelmässigen sechs- seitigen Zellen überdeckt wäre (Fig. 16.), welche jedoch, wie wir später sehen werden, dem Innern Parenchym angehören. Die kurzen, etwas über dem Blattgrunde eingefügten Blattstiele zeigen Im Aeussern denselben Bau wie der Stengel und die Aeste. Die schwimmenden W^urzelzasern stehen büschelweise auf dem Ende einer kurzen stielartigen Verlängerung, welche jedesmal unter einem Blätterpaare entspringt und senk- recht nach unten gehl. Sie sind zwei bis drei Zoll lang, fadenförmig und Ihrer ganzen Länge nach dicht mit kurzen, haarfeinen, seidenartigen Zäserchen bekleidet, wodurch sie ein federartiges Ansehen erhalten (Fig. 2.). 11 II 1 Z O K A K V i: N. 69 '/«isclicu den \\'ur/.cl/.;i,scrii .sil/.iii .lul' (Icmsclhcu kiii/cn IInii[)lslifl(« die kiigeli^on, etwas iiirdeii^odiiicLtcii Fiiithlc in diililni IliiurilRii /.u vier his atlil bci.sanirncii. Sic lialicn eine Lls aiidcriliallj Linien im Diirihnicsser, sind mit /.elin bis zwölf erliaheiien Sireifeii hezciLlimt , auf der eiM-,M-drücklcn Sjul/e mit cinnn kaum hcnierkLiren Höckerclien vcrscIiiMi und iilurall niil /..■rsliciilen, ahslcliendni Haaren Ijesel/.l , velclie im lilsdien /n- staiido weisslicii, nac li dein \ crlrocknen alter Lrann ersclieinen (l'ii,'. 3. h,). Sie sind ein- fäclieri^ und anl" dem llorizonlalselniille (Fij;. 5.) zei-( es sirii , dass sie aus einer d..|)|)el- Icii Hülle beslchon, deren äusserst /.arte Häute sieh nitlit überall beriÜireii, sondern holde, röhrenröriin'ge Räume zwisehen sich lassen, wodurch die erwähnten erhabenen Streifen auf der Anssenseitc entstehen. Auf dem Vertikalschnillc (Fi- 4 I. kc.mmt im Innern ein Mit- tdsäulclien /.um Vorschein, \\elches aus dem fast nnmerklichcn Friichlslielchen entspringt und kaum bis zur Hallte der Fniehlhühle reirl.l Die Früchte springen nicht klappenartig auf, sondern nach der rieil'e enl.slehl dunh eine Art von Ni'rwcsnng eine unrcgelmässige Ocflnung in der Fruchlhülle, worauf diese sich allmälii,' in Fetzen ablöst und die Frucli- ficalionslheile zum \ orschein kommen. Diese snid, wie bei den beiden vorigen Gallungeii, von zweifacher Art, aber nicht in einer Lind dei selben Fruchlhülle eingeschlossen, sondern in verschiedenen Früchten ver- iheill. Bei jedem Fruclithäufchen befinden sich mehrere Früchte, welche eine Meno'e klei- ner, kugelrunder Körnchen enlhallen (Fig. 4, b.), während nur eine, seltener zwei mit Spo- ren erfüllte Früchte (Fig. 4, a.) in jedem Häubhen vorhanden sind. Die Körner haben bald eine weisse, bald eine braune Farbe und sind vermittelst fadenrörmiger und ästiger Stielchen auf dem Miltd.sänlchcn befestigt (Fig. 11. 12. 13.). «ei hinlänglicher Vcrgrösse- rung erscheinen diese Fäden gegliedert, und im Innern der Glieder sieht man äusserst feine Körnchen zerstreut: auch ist deutlich zu erkennen, dass jedes einzelne jener in der Fruchthülle enthaltenen Körner mit einer anliegenden, häutigen Decke umgeben ist (Fig. 13.). Die Sporen (Fig. 6. 7. 8.), welche schon durch ihre bedeutendere Grösse und gerin- gere Anzahl von den Körnern abweichen, unterscheiden sich noch besonders durch ihre Eiform. Auch sie sind mit einer einfachen zellig- häutigen Decke umgeben, die ihnen dicht anliegt und sich nach unten in ein kurzes Slielchen zusammenzieht, vermittelst dessen sie auf dem Mittclsäulchen festsitzen. Diese sackförmige, häutige Decke ist anfangs ungefärbt, nimmt aber später eine bräunliche Farbe an. Sie lässt sich (Fig. 8.) abnehmen, worauf die eingeschlossene Spore selbst (Fig. 9.) zum Vorschein kommt. Diese hat eine glatte Oberfläche und eine weisse Farbe, ist an ihrem oberen Ende etwas verengert und mit einem ganz kurzen höckerarligen Spitzchen versehen, so dass sie eine citronenähnliche Gestalt erhält. Auch bei den Sporen der Salvinle wird man auf dem Durchschnitte (Fig. 10.) unter der dicken Sporeuhaut einen zellig- körnigen Inhalt gewahr *}. *! Die auslindiscilcn Arten drr Cntlimg Salvinia stimmen im Wesentliclicn mit der liier gegebenen Besctirei- biiag übercin und untcrscheideu sich von unserer cinlicimistlien Art, ausser ihrer vcneliicdenen Grijsfe, be- 10 70 RHIZOKARPEN. D. Brachscnkraut. Isoetes LiN. (Tab. VII. Fig. 3.) Dieser Gattung fehlt der eigentliche Stengel gänzlich; an dessen Stelle Ist nur ein knolliger Stock von einer mehr oder weniger scheibenrörmigen Gestalt vorhanden. Auf seiner untern Fläche und au den Seiten ist derselbe dicht mit braunen, fadenförmigen, vier bis sechs Zoll langen Wurzelzasern besetzt, welche oft länger als die ganze übrige Pflanze sind und zuweilen einen Durchmesser von einer halben Linie und darüber errei- chen. Sie zertheilcn sich gegen ihre jMitte in mehrere lange haarförniige Seilcnzasern, und durch ihre INIenge und ilsren gedrängten Stand verdecken sie gewöhnlich die untere Hälfte des knolligen Stockes *). Aus der ehern, in der Mille vertieften Fläche des letztern ent- springen die concentrisch gestellten Blätter, welche in ihrer Jugend nicht eingerollt sind, eine Länge von zwei Zoll bis zu einem Fuss erreichen, aufrecht und dabei bald gerade, bald schwach gebogen erscheinen. Sie sind ferner steif, zerbrechlich, von dunkelgrüner Farbe und etwas durchscheinend, haben eine pfriendichc Gestalt und eine gewölbte Rücken- flache. Auf der oberen oder vielmehr innern Fläche zeigt sich schon oberhalb der Mitte eine rinnenartige Vertiefung, die sich gegen den Grund hin immer mehr erweitert, wo sich endlich das ganze lilalt zu beiden Seiten in einen häutigen Rand ausbreitet, so dass sich die Blätter mit ihrer erweiterten Basis wie die Häute einer Zwiebel umfassen. Auf der innern Seile liegen unter einer kleinen, bräunlichen, herzförmigen Schuppe, dem erweiterten Blattgrunde halb eingesenkt, die Früchte (Tab. IX. Fig. 35.). Diese haben eine länglich -ovale, zusammengedrückte — eigentlich plan-convexe — Gestalt, snid von oben bis gegen ihre Mitte herab durch einen- häutigen, halbmondförmigen Fortsatz der Blatlsubstanz eingescheidet und mit der oberen Hälfte ihres Rückens mit der lelzleren ver- wachsen, während ihre untere Hälfte ganz frei ist. Die sackförmige, nicht aufspringende Fruchthülle -«ird durch eine äusserst zarte, einfache Haut gebildet, welche die Fructifica- sondcrs durch die GcsUÜl und dun L'cbl.ildHng (Fig. 1.) der ganzen Pflanze mit der unsrigen vergleicht, so mochte man nach dem cigenthümlichcn Habitus der französischen Pflanze dieselbe für eine von der deutschen ganz verschiedene Art halten; worüber freilich nur eine genaue Vcrgleiciumg beider, wo möglich im lebenden Zustande, Gewisslieit geben könnte. IV II I /. K A I'i 1' i: \. 71 lionsllieilf dun li.'cliriiu-n liissl (Fig. 36.). Im I tu .siini «lii- l'ii'nlilc mit vielen Onrr- fadeii ilur(li/.o','ou (Fi^. 37.1, die von der Mrdicklen Mide der luirkenw.iiid .sir.ddij; iiii.s- i^elien und si( li ;ni der vordem NN ;nid liel'e.sli^en. An diesen OnerlViden und y.wi.sclien dcnscihen lieijen die Frncliricalion.sllieile, velilie die g.ni/.c Ilöldnn},' der Frntlit aiisliillen und \\\f liii S.iMnia in \er.s( Incilciicn l iik lilliiillen \cilliedl sind. hlcji iiii,'(ii Hüllen, welche die Körnei' ein.si iilie.s.sen (Fig. 36, I).), 7.eiclinen .sicli schon von aussen duK h ihre glatte Oherllache ans, indem sie nur auf der vorderen Seile mit iViiicn l'iinktclien, von den Anhertinif^'sslellen der Onerladeii herriiliren i: \. 73 Läiigsscluiill (liti( li die A( lisc eines Asles von Miirsilfit i/uiiJrifafin vor^eslelll i;,! , im lii- iirii» den ;ms äusserst srliiiial''ii /clli lieii Ix'sIclji-nJi'ii liraiincii .Mni'ksireileii iiml /.ii lii'nlcu Seiten ilessilliiii l.irhlnse, laii}^i;estierkle /.eilen, mit S[)iialger,issen abwecliseliid, deren S|»i- ralfaser so aiisseioideiilliilj lein ist, dass es nur mit grosser Mülie j^eiingl , ein l'rä|)ara( mit nnff^erollten Gefiissen zu erlialtcii. Dann folgen zu beiden Seilen die Läiii;endurcli- stlmilte i\vs. braunen Zelleniinijes, in weh liem siili zweierlei Zellen xordnden: wcileie, kür- zere, die nielir dnrelisebeinend , und andere, welebe schmal, rölirenlorniif; und mit einer körni{»en Masse dii hl eiliillt sind. Diese letztern verhallen sich ^an/. so, >\ie die Uohren- zeJIen in dem Sloeke der Ivjniseicen: sie haben einen lockein /usamnienliang, gehen in a!)gernndctc Knden ans (Fig. 20, b/) nnd sind von jenen in nichts unterschieden, als in ihrer braunen Farbe. Nach aussen liegt aul jeder Seile die durciisichtige Z.ellenschichte nnt schwaeh gebogenen Zellem\ linden , welche den Ilauni zwischen dem centralen (jefass- bündel und den Lnltzelleii auslüllt, nnd jenseits der letztem bndet sieh die Lage des von der Oberhaut umgebenen Zellgewebes, welche der hier abgebildeten äussern Zellenschichte ganz iilinliili i>l, llei Pitii/aritt sind jedoch die Zellen der unter der ()l)nliaul beimdli- chen Schichte etwas mehr gestreckt und Linien in sjiilze ^^ inkel ans (Fig. 21.). ^^ enn von einem Blallc der Pilularia die Oberhaut abgezogen wird (Fig. 19.), so siebt man ebenfalls das centrale Gelassbündel mit dem braunen Zelleiu'ing in seinem Lni- fang. Die Oberhaut selbst ist sowohl l)ei Pilularia als auch bei Marsilea mit deutlichen S[)allü{Tnungcn versehen. Diese linden sich auf dem kriechenden Stengel wie auf den Jilatlern und bei der letzlern Gattung auch auf dem Blaltslicl. Das Merkwürdige dabei ist, dass sogar bei den untergetauchten Theilen die SpallölTnungen nicht leiden, obgleich dieselben hier in geringerer Anzahl vorhanden sind. Die Zellen der Oberhaut von Pilti- tiirid sind in die Länge gezogen und haben geradlinigic \\ iinde (^Fig. L*!^.), während bei Marsiira (Fig. 45. 40.) ihre ^^ ände schön geschlängelt sind. Nach Ilinwegnahmc der Oberhaut konuiil bei Marsilea (Fig. 52.) der innere Bau der Blätter zum Vorschein. Das Parenchym derselben besteht aus eckigen Zellen, mit grünem F'arbcslnfl erfüllt, und ist mit zahlreichen Gcfässbündeln versehen, welche, als Nerven das Blatt diirt liziehend, von dessen Grunde aus sich fächerartig verbreiten und gegen den Rand hin ni wiederhohller Gabelspaltung sich anasfomosirend verzweigen. Wenn wir die ^^ urzclzasern anatomisch untersuchen, so sehen wir diese bei beiden Gaflungon dicht mit jenen braunen, körncrhaltigcn , röhrigen Zellen, die wir um das Cen- tralbündel Im Slanniie wahrnehmen, erlulll, während auch hier ein Inneres GefässbündeJ bis in die Spitzen der \N uizelzasern sich fortsetzt (Flg. 53.). Ihre Oberhaut hat eine mehr oder weniger bräunliche Farbe und besteht aus schmalen, länglichen Zellen. Bei SaUhiia (lab. I\.) finden wir den Innern Bau ganz verschieden von dem der bisher genaiiiiien (i;illuiig('n. Der schwimmende Stengel derselben, welcher im frischen Zustande halbdurchscheinend Ist, unlcrsclieldet sich schon auf den ersten Blick durch seine 74 R H I Z O K A R P E N. weit zartere Substanz. Er zeigt zwar auf dem Horizoritalschnitte (Fig. 18.) älinJiche Luft- zellen; diese sind aber im ^erhältniss zu .seinem Durchmesser weit bedeutender, indem sie den grössten Theil der Schnittfläche einnehmen, während der Umfang und die strahiigcn Scheidewände nur aus einer einzigen Lage unrcgelniässig- eckiger Zellen bestehen. Im Mittelpunkte liegt der Durchschnitt eines dunkelfarbigen Bündels, gleichfalls mit einer ein- fachen Lage von Zellen umgeben. Bei der Yergleichung dieses Durchschnittes mit dem der vorhergehenden Gattungen möchte man durch die einfache Zellenreihe im Umfange des Stengels verleitet werden , demselben die Oberhaut abzusprechen ; wenn wir dagegen die steifen, gegliederten Haare betrachten, welche die Oberfläche bedecken und jedesmal aus diesen äussern Zellen entspringen, so könnte man nach der allgemeinen Erfahrung, dass überall im Pflanzenreiche die Haare nur auf der Oberhaut sitzen, eben so gut annehmen, dass hier der Stengel nach aussen blos aus Oberhaut bestehe. Der Bau dieser äussern Zellenlage wird noch deutlicher erkannt, wenn man durch einen Längsschnitt (Fig. 19.) etwas weniger als die Hälfte von dem Stengel abnimmt und unter das Mikroskop bringt. Hier erscheint die ganze Stengelportiön dui'chsichlig wie Glas, an den unregelmässig sechs- seitigen Zellen lassen sich ganz deutlich die Querwände unterscheiden, und zwischen diesen eckigen befinden sich einzelne rundliche Zellen mit den darauf sitzenden gegliederten, an der Spitze kurz bestachelten Haaren. Ausserdem sieht man noch die Zellen der strahligen Scheidewände durchscheinen ; es ist aber keine Spur von Spaltöffnungen vorhanden. Ein durch die Mitte des Stengels gePührler Vertikalschnitt (Fig. 20.) zeigt schon dem unbewaffneten Auge einen dunkel gefärbten Mittelstreifen, in welchem sich jedoch unter der stärksten Vergrösserung keine Spiralgefässc erkennen lassen, indem man in der Mitte nur schmale, lang gestreckte Zellen mit sehr spitz zulaufenden Enden von brauner Farbe und mit zerstreuten Körnern in ihren Innern entdeckt, welche mit einer Lage von weiten, cylin- drischen Zellen von gleicher Farbe und ähnlichem Inhalte, und ausserdem noch von einer Schichte eines gleich gebildeten, aber farblosen Zellgewebes umgeben sind. Die Zellen der Scheidewände (Fig. 20, d.) erscheinen auf dem Vertikalschnitte mit schwach geschlängelten Wänden. Die kurzen Blattstiele zeigen im Innern ungefähr dieselbe Beschaffenheit wie der Stengel. ' Die Blätter der Salvinic haben einen w eit zusammengesetzteren Bau , als man nach der äusserst einfachen Structur des Stengels vermuthen sollte. Es fehlen ihnen zwar auch die Spaltöffnungen; sie sind aber doch mit einer deutlichen, ablösbaren Oberhaut versehen. Diese besteht auf der oberen Blattfläche (Fig. 15.) aus dichten maschenformigen Zellen, und die früher angegebenen Wärzchen erscheinen unter dem Mikroskope als Erhöhungen dieser zelligen Oberhaut, auf welchen die kurzen Borstchen als stumpfe, walzenförmige, drei- bis viergliedrige , oben geschlossene Röhrchen zu mehreren beisammen stehen. Auf der untern Fläche des Blattes (Fig. 16.) hat die Oberhaut eine ganz andere BcschalTenheit. Sic besteht nämlich daselbst aus unregelmässigen Zellen mit äusserst zierlich gewundenen VVän- K II 1 /. O K A 1\ ? K N. 7.3 (liii, zwisilicn wciclioii \iilf nitnlc /.tlliii, als l iilcrlagrii dir .slcilcii Haare — \v(jiiiit «lu- liniere T»Iallfl:u lie },'lciili tlcni Stengel Ijesel/.l ist -r- zcrsJreul liegen. Wie hei dem Slen- "il, heslelicn am li liifi- die Ilaare aus melircrin gliederarlig übereinander gestellten Zellen und sind ohcn iiiil ciiiir kiii/cii, \\ciili,Mi- diinlisieliligen Stacliels[iil/.e versehen. Zwischen diu heideii Ohcrliänlen hellndet sich eine Lage grünen l'arenchynis (Tig. 17.) aus grossen, aul der Schnilinache sech.sseilig erscheinenden Zellen heslehend, die sieh hei dein frischen, noch mehr aber hei dem trocknen lilatle schon hei massiger "N ergrösserung \,>n an.ssen durch die zarte 0!)erhaiit der untern Fläche erkennen lassen. Durch das Pa- rencliNni /.iiiit sich der Ijinge nach ein hraLiiier Millcluerve, in \\el(hciii niaii /.war meh- rere Lagen gestreckter Zellen, aher ehen so wenig deutliche Gelasse \\alirniniMil , wie in (iiin lirauncn (ienlraliiiindel des Stengels. Er schldl iiichrcre parallele Seitenadern ans, die häuiig anastomosirend in einander übergehen. Bei den Irischen JUaltcrn sind diese IServcn und Adern von aussen kaum zu erkennen; im trocknen Zustande treten sie aber elwas deutlicher hervor. Am schönsten lassen sich dieselben beobachten, wenn man die lilaller einige Zeit in NVeingeist maceriren lässt, wodurch der grüne FarbestnlT derselben gebleicht und die ganze IJlallsubstanz sehr durchscheinend wird. Ijrcilet man Incrani ein solches Jllatt auf einer Glasscheibe aus, so lassen sich, wenn diese g(?gen das Licht gehalten wird, die Nerven und Adern schon mit blossem Auge als zarte Fadchen vniterscheiden. Die \'S"urzeIzasern sind eben so durchscheinend wie der Stengel und zeigen quer durclischniltcn im Kleinen ganz den l»au des Icl/.tcrn: doch erscheinen auf dem Längcn- durchsclinitle (Fig. 21.) die Zellen schmäler und nu-lir vierseilig. Lebrigens sind die lächer- arti^en, irrossen Luftzellen noch vurhanden und dun h die Achse zieht sich ein feines IJün- deichen braun gefärbter Zellen, welchem gleichfalls die Gefä.sse abzugchen scheinen. Auf- fallend ist es, dass die Seitenzäscrchen in ihrem Jiauc ganz mit den Haaren des Stengels und der Ulätler übereinstImnuMi, nur mit dem Unterschiede, dass sie neun bis Ac\\\\ Glie- der haben, während jene nur drei- bis viergliederig sind; aber selbst das kurze Stachel- spilzchen an ihrem Ende ist vorhanden. Bei Isoe/es, wo der eigentliche Stengel ganz fehlt, wird derselbe durch den knollen- lormisen Stock ersetzt. Dieser hat eine fleischige Consistenz und auf dem Durchschnitt eine fleischröthliche Farbe, die sich nach innen in die welssliche verliert. Aul dem \ erti- kalschnillc (Tab. L\. Fig. 42.) bcmerkl man in der Glitte desselben eine dunkler gefärbte Stelle, von welcher die Gefässbündel, in strahligen Bogen ausgehend, nach oben m die Blätter, nach den Seilen und nach unten aber in die zahlreichen Wurzelzasern sich ver- laufen. Die Substanz des Stockes selbst besteht aus scchsselligen, mit Slärknudd - Körnern erfüllten Zellen (Fig. 43.). Der innere, dunklere Fleck stellt einen aus gehäuften und ver- schlungenen Gelassen gebildeten Knoten dar. Li den durchscheinenden Blättern kehrt der fächerige Bau wieder, welchen wir in dem Stengel der übrigen Khizokarpen wahrnehmen. Auf dem Querschnitte (Fig. 46.) erschei- 76 R H I Z K A R r E N nen nämlich die grossen Luftzellen als vier Fächer, welche in gewissen Entfernungen durch zarte zellige Querwände abgetheilt sind. In der ganzen übrigen Substanz erblickt man ein gleichförmiges Parenchyni, im Umfange mit den schmäleren Zellen der Oberhaut um- geben und im Mittelpunkte, wo die Zellen des Parenchyms kleiner und gedrängter sind, befindet sich eine dunkler gefärbte Stelle. Wenn ein Verlikalschnift so durch das Blatt geführt wird, dass derselbe nicht genau durch die Achse geht, so kommen (Fig. 47.) die Luftzellen mit ihren meist abwechselnd stehenden Querwänden zum Vorschein, und auch hier erscheinen die Zellen des Parenchyms regelmässig sechsseitig. \'S ird dagegen der Vertikalschnitt gerade durch die Achse des Blattes geführt (Fig. 48.), so sieht man in der Nähe der Achse lang gestreckte und schmälere Zellen. In der Achse selbst liegt ein fast ganz aus Bastzellen bestehendes Bündel, ohne eigentliche Spiralgefässe, sondern in seiner Milte nur mit einzelnen w eiteren Röhren durchzogen , auf deren \A änden ringförmig ge- stellte Punkte zu sehen sind, wodurch sie das Ansehen von porösen Gef.isscn erhalten (Fig. 49.). Es ist jedoch sehr schwer, die wahre Natur dieser Röhren nachzuweisen, da sie nur mit der gi-össten Mühe und Sorgfalt aus den sie umgebenden Bastzellen blos zn legen und nie isolirt zn erhalten sind, weil das ganze Bündel äusserst spröde ist und bei der Berührung mit einem scharfen Instrumente leicht in Stücke bricht, die sich nicht wei- ter zur Untersuchung eignen. So viel scheint indessen nach oft wiederholten Beobachtun- gen des Durchschnittes gewiss, dass den Blättern die eigentlichen Spiralgefässe fehlen, und wenn wir nach dem Baue der Salvinie schliessen dürfen, so wird dieser muthmasshche Mangel der Spiralgefässe durch die BeschalTenheit der Oberhaut des Blattes (Fig. 50.) be- stätigt. Diese ist nämlich auch bei Isneies ohne alle Spaltöffnungen und besteht aus gleich- förmigen , länglich -vierseitigen Zellen mit gcradlinigten Wänden *). Um so auffallender muss uns daher das Vorkommen der deutlichen Gefässe in den Wurzelzasern seyn. Die letztern sind nämlich hohl und zeigen auf dem Horizontalschnitte (Fig. 44.) unter der dunkelbraunen Oberhaut nur eine dünne Lage eines lockeren Zellge- webes, welche sich an einer Stelle zn einem erhabenen Streifen verdickt und ein durch die ganze Länge der Wurzelzaser hinziehendes Bündel von Gefässen umhüllt. Dieses excen- trische Gefässbündel ist schon mit blossem Auge als ein weisser Faden zu erkennen , nach- dem durch einen Längsschnitt die eine Eälfte der hohlen Wurzelzaser hinweg genommen worden, und bei hinlänglicher Vergrösserung stellen sich die Spiralwindungen der Gefässe, wenn diese zuvor von der sie umhüllenden Zellenlage cntblösst worden, ganz deutlich dem •)Db CANDOLLEhat zwar (Organograpkie v^get. Tab. 07. Fig. 270 em Stück Oberhaut von der nntcrn (äussern-) Seite eines Blattes mit deutlichen Spaltöffnungen abgebildet, die ich jedoch bei oft wiederholter Un- tersuchung mit der giössten Aufmerksamkeit nicht erblicken konnte. Da sie nach jener Abbildung beinahe dii: Grösse einer OberhautzcUe einnehmen und dabei undurchsichtig seyn müsslcn, so könnten sie. wenn dieselben wirk- lich vorhanden waren, doch nicht leicht übersehen werden. Sollte hier nicht eine Tauschung durch LuflbUischen rum Grunde liegen, welchen die Phantasie de« Zeichners «ine porenähnliche Ge»talt geliehen bat? W II I Z O K A U P i-: N / / Jilickc dar (Fig. 45). Doch Imbc i( Ii diosc VViiidiiiigni nie im aiifgorolllcn Z.iislandc er- hallen könneil, nnd sie daher vielleiehl Llos als nelzlürniigc (Jefassc zu hetratlileii. Die dunkeihraiirie Ojjerliant der \\ urzelznscrn Leslelil aus sdiinalen länglichen Zellen. Bei Pilularia nnd Marsilcn heslehen (lic l'nielile, wie schon erwälinl, aus einer dop- pelten Hülle. Die äussere derhe Frnrhlliiille iässl auf dein Durchschnille (Tab. VIII. I'ig. 48.) nach aussen eine zarte Oberhaut- Schiclile, nnler dieser eine dunkel gefärbte Lage eines dichten Zellgewebes nnd zuletzt eine didere Lage von faseriger Textur erkennen; nnler der Iclzicrn befindet sich ein lockeres Zellgewebe, welches der iiniern Friulilhülle angehört nnd zugleich in die Scheidewände und in die erhabenen Streifen, welchen die Fruclificalion.s- theile angeliellet sind, eingelit. Ks ist schon früher erwähnt worden, dass [n'\ Marsitra die Längsscheidewand auf d( r luickcnseitc der Frnchlhöhle (Fig. 3ö. 36.) widslartig verdickt ist nnd bei dem Befenchlen sehr stark anfquillt. Indem sie, wie überhaupt die inncrn Wände der Friichle beider Gattungen, im fenchlen Zustande eine gallertartige Consislenz ainiinnnt. Alle diese gallerlarligen Häute bestehen aus einem (lewebc von Zellen mit so ausnehmend feinen Wänden (Fig. 23. Fig. 50.), dass sie unter dem Mikroskope nur bei gedämpfleni Lichte zu erkciuien sind. Die Fruchtobcrhaul besieht aus sehr kleinen, maschenförmigeu Zellchen (Fig. 22. Fig. 51.) ohne Spaltöffnnngen , aber mit brainien Fleckchen übersäet, welche die Anlieft ungspunktc der abgenommenen Filzhaare sind. Diese Ilaare haben eine bräunliche Farbe, sind an ihren beiden Enden verdünnt (Fig. 24. Fig. 49), doch so, dass sie an der gekrümmten Spitze mehr pfriendich zulaufen. Sie bestehen aus mehreren Zellen, die aber nicht genau gliederartig auf einander gestellt sind. Ans der zusammengeschnürten Basis wird das leichte Abfallen derselben namentlich bei Marsifen erklärlich. Aul der Oberhaut befindet sich, den Grund der Haare umgebend, ein Kranz von dunkler gefärbten Zellchen (Fig. 51, b.), in welchem sie gleichsam eingelenkt waren; nach dem Ablösen der Oberhaut bleibt zuweilen daselbst eine kleine Oefl'nung zurück, wodurch jene das Ansehen erhält, als wäre sie mit Spaltöffnnngen verschen. Bei Sahi'nin bestehen die beiden durchscheinenden Häute der Frnchlhülle aus weiten sechsseitigen Zellen, und die äussere (Tab. I\. Fig. 22.) unterscheidet sich nur dadinch von der itinern, dass sie, wie die äussere Zellenlage des Stengels, gegliederte, stachclspitzige Haare trägt. Auch das kolbige Millelsäulchen (Fig. 6. 7.) besitzt einen zelligen Bau. Die einfache Fruchih.iiil bei Isoetcs ist sehr zart nnd besieht ans inn-egelniässigen, schmalen Zellen mit schwach geschlängellcii \\ änden. In den Querfäden kommen eben- falls schmale, etwas gestreckte Zellen vor (Fig. 40.). Des zclligcii Baues der Sporendecken und der körnerhaltigen Benlelchen der drei ersten Gattungen ist schon früher Erwähnung geschehen. Die gallertartige I\Iasse, welche die Sporen und Körner bei Pi/ularia und Mtirsilca einhüllt, hat keinen zelligeu Bau, son- dern zeigt unter dem Mikroskope blos strahligc, faltenarlige Querstreifen (Tab. MII. Fig. 12 ). Die eigeniliche Sporenhaut ist bei allen Rhizokarpen ziemlich derb und besonders bei Sal- 11 78 R H I Z O K A R P E N. vinia (Tab. IX. Fig. 10.) von bedeutender Dicke. Am zartesten ist sie bei den Sporen von Isoeies; deswegen lässt sich auch bei diesen am leichtesten der anatomische Bau er- kennen. Wenn man nämlich die Sporen mit verdünnter Salzsäure übergiesst, so wird der krustenartige weisse Ueberzug derselben aufgelöst und die äussere glänzende, durchschei- nende Sporenhaut kommt zum Vorschein, welche gewöhnlich nach dieser Operation auf einer Seite aufplatzt und durch die dabei entstehende Spalte den dunklen Kern in ihrem Innern schon unter der Loupe erkennen lässt. Bei behutsamer Behandlung gelingt es, ver- mittelst eines feinen Instrumentes die Sporenhaut abzulösen, welche dann als eine gelbliche, etwas derbe, gleichförmige Membran, ohne erkennbaren zelligen Bau erscheint. Der da- durch blosgelegtc Kern ist gelbbräunlich; wird derselbe n)it der Spitze des Messers be- rührt, so platzt er auf und es zeigt sich, dass die bräunliche Farbe von der Innern zarten Sporenhaut herrührt, während der herausgetretene schleimig-körnige Inhalt eine milchweisse Farbe hat, dabei aber etwas durchscheinend ist. Auch bei den übrigen Galtungen ist die innere zarte Sporeuhaut vorhanden, obgleich sie nicht so deutlich hervortritt, und bei allen ohne Ausnahme sind die Sporen mit einer schleimig- körnigen Masse erfüllt (Tab VIII. Fig. 15. Fig. 42, c. — Tab. IX. Fig. 10.). Wenn man eine durchgeschnittene Spore z. B. von Salvinia unter einen Wassertropfen bringt, so sprüht dieselbe gewöhnlich ihren kör- nigen Inhalt aus, der sich dann in Gestalt von grössern und kleinern Bläschen im Wasser zerstreut. Von einem Embryon, welchen Spi\E?v'GEL in der Spore von Isoetes (Ein- leit. in das Stud. der kryptog. Gew. S. 196. Tab. V. Fig. 41, g.) gesehen zu haben vorgiebt, ist jedoch keine Spur zu entdecken. Aus den Körnern, welche sich au.sser den Sporen bei Pilularia, Marsilca und Salvinia in den Früchten vorfinden, sieht man beim Zei-schneiden oder Zerdrücken gleichfalls eine äusserst feinkörnige Masse hervortreten (Tab. VIII. Fig. 8, b. X.) und bei Isoetes lässt sich dieselbe schon von aussen durch die dmschschei- ncnde Haut der staubfeinen Körnchen (Tab. IX. Fig. 39.) erkennen. 5. Entwickelungs - und Lebensgeschichte. Nicht von allen Rhizokarpen ist der Hergang beim Keimen bekannt und nur über die Entwickelung der jungen Pflanze aus den Sporen von Pilularia und Salvinia sind bis jetzt Beobachtungen bekannt. Beuivii. VON JUSSIEU, welcher {Hisloire de VAcad. roy. des sciences, 1739. p. 248. Tab. 11.) die erste Nachricht über das Keimen der Sporen von Pilularia miltheille, giebt den Hergang dabei im Allgemeinen folgender Weise sehr richtig an. Bei der Sporenreife treten, wenn die Pflanze im Wasser steht, die vier Zacken der äussern Fruchthülle aus einander, die innern Fächer trennen sich ebenfalls nach oben von der äussern Hülle; dadurch entsteht eine Oeffnung für den Durchgang der Sporen, das Wasser dringt ein, die Sporendecken schwellen an, nehmen einen grössern Raum ein, drücken gegen einander, lösen sich von ihrem Anheftungspunktc los, steigen in die Höhe K 11 1 / (> K A K P E N. 79 ond Irclcn ans drn Füdn-iii liervor. Die Sjjorcn vrrhrcilcn .si< li liieraiif iilier die Was- scrfliiilu', keimen (l;iselb-st und erzrngen neue IMhnizen. Die «eitern lieobaelitnngen JUSSIEU'S, welelie noeli vor mehreren Jaliren von D I I T- MARSCll (vergl. K A U L 1' U S S Eniiiii. fliriun |i 1'7() ) liestiiligl wurden, sind zwar im Ganzen ri(lilii(, daljei aber d'xli nie lil liinreicliend , nin einen deiillidien l'rbcrMiik aller Entwielelungssliden der keimenden S|i(ire bis zum llervorlrelcn des Keimjilliinzelieiis zu ge- wäliren und besonders gejjen dii- beigelüglen Abbildungen nur ein unklares Dild der dabei slalinndrnden Erselieinungen. hli (lu-ile daher die Resnilate der von mir selbst im \N in- ter 16''/28 angesleiilen Keimversuche mit *). Zuerst tritt am Grinidc des kurzen Spitzchens die Sporculiaut in einen zerschlitzten Rand aus ein;iii(>re lUg. K'. 14.) angedeutet sind. Ans der dadurch entstehenden runden OeHnung Irilt ein dunkelgrünes, kegelförmiges Knöiifchen hervor (Fig. i'ä, a.). Dieses vcrgrösserl sich, i|uillt iilier die Oeffinnig hervor und breilet slcii rniMiiiin ;ils tili dicker, grüner ^^ iilsl auf der Spitze der Spore aus, so dass die erste üeri'nung ganz d.idurch verdeckt wird. Sehr bald geht dieser Wulst oben aus einander und ein zweites Knöpicheii kfinnut zum \ orscheiu, welches von der Seile ge- sehen t^Fig 25, b.) in vier weisse Zahnchen ausgeht, und von oben betrachtet auf seiner Legeifiinnigen Spitze zwischen diesen Zähnchen eine kreuzförmige Verliefung zeigt (Fig. 25, c.). Es vergrösseil sit h zu einem aus dorn gcspallcmn \\ niste hervorqucllcuden zelligen Ge- bilde, welches anfangs eine sliim])fe kegelförmige Gestalt anninnnt (Fig. 25, d.), bei seiner wellern \ ergrössernng aber eine Theilung in zwei stumpfe Läppchen erkennen lasst (Fig. '2^. a.). Dieses secundare Keimgebilde hat ebenfalls eine dunkelgrüne Farbe, ist im Innern von dunkelbraunen strahlig auslaufenden Streifen durchzogen und am liande mehr oder weni- ger durchscheiiu'iid. \\ enn man in diesem Zust.inde die keimende Spore durchschneidet, so erscheint die- selbe (Fig. 20, b.) notii mit ihrem krumigen Inhalte von gelblichwcisscr Farbe erfüllt. Man sieht, wie das erste Keimwülslchen von dem zweiten gleichsam durchbohrt wird, wel- ches durch die auf der Spitze der Spore cnislandenc üeffnung mit dem Sporeninlialte zu- sammeidiiingt. In der Witte des zweiten Kein)wiilslchens erkennt man eine dunkel ge- färbte Stelle, die als der erste Knoten des Keimpdanzchens zu betrachten ist, da sie die ersten Gcfässstreifchen nach den beiden Läppchen ausschickt , welche für die nun sich ent- wickelnden Organe des eigenilichcn Pflänzchens bestimmt sind. Zuerst reisst nändicli das nach oben gerichtete Läppchen, indem es von dem aufwärts gekrümmten ersten IJlättchen der Keimpflanze durchbohrt wird, und bkibt am Grunde dieses Blättchens als ein häuti- •) Icli imiss bemerken, da?s icli die reifen Friiclite der l'ilularia globiilifera in der Mitte Decciiibets unter Wasser br.iclite, wo .-.ich «clion nncli 14 Tagen der Anfang des Keiinens zeigte. Die hier mitgctbcilteo Beobachtungen gehen bis zum ersten März. II • 80 R H I Z O K A R P E N. ges Sclieidchen stehen (Fig. 27, a). Nicht lange, so bricht auch aus dem nach unten ge- kehrten Läppchen das erste Wiirzelchcn hervor, steigt senkrecht abwärts und lässt eben- falls eine scheidenartige von dem Läppchen herrührende Hülle an seinem Grunde erken- nen (Fig. 27, b ). Die vier Znhnchen, welche man auf dem zweiten Keiniwülstchcn bei dessen erstem Erscheinen gewahr wird, verschwinden gewöhnlich sehr bald; doch sieht man sie auch zuweilen noch später (wie in dieser Figur) dem Pflänzchen anhängen. Nun verlängert sich das Blättchen mit dem Würzelchen immer mehr, die scheidenartige Hülle und das primitive Wülstchen werden durchsichtiger und man sieht, dass Blättchen und W^ürzclchcn durch ein kurzes Stielchcn mit der Spore zusammenhängen (Fig. 28, b.). Die Grösse des ganzen Keimpüänzchens beträgt in diesem Zustande '/o bis V4 Zoll (Fig. 28, a.). Anfangs hat die keimende Spore eine senkrechte Lage nnd ist mit der Spitze nach oben gekehrt ; sobald aber die Läppchen des zweiten Keimwulstes sich etwas vergrössert haben, legt sie sich auf die Seite und nimmt eine wagrechfe Lage an. Schon auf der ersten Entwickelungsstufe der Spore ist die äussere, zellige Sporendecke nicht mehr zu sehen; aber die innere, gallertartige Decke ist bis zur Erscheinung des er- sten Blätlchens und selbst noch nach diesem Zeitpunkte vorhanden. Doch haben sich aus ihr eine Menge zarter durchsichtiger Fädchcn entwickelt, die man leicht für W^urzelzäscr- chcn halten könnte, wenn sie nicht rings um die ganze Spore fcsisässen, wcsswcgen viel- mehr zu vermuthen ist, dnss sie algcn - oder pilzartige Gebilde sind, die aus der sich all- niälig auflösenden Gallorte sich bilden. Sie sind oft von bedeutender Länge und umgeben die schwimmende Spore gleich einem Barte. Wenn man die letztere aus dem Wasser nimmt, so lassen sich jedoch jene Fädchen grösstentheils leicht abnehmen. Merkwürdig ist der Bau des ersten Blältchens. Es stellt einen durchsichtigen Faden dar, welcher von einem grünen Streifen durchzogen wird. Bei starker Yergrösserung er- scheint der innere Streifen (Fig. 29*.) aus mehreren Zellenrcihen zusammengesetzt, deren Zellen durch einen grünen körnigen Inhalt stellenweise getrübt sind und das Ansehen ha- ben, als ob sie mit vielen Querwänden durchzogen wären. Nicht selten sind diese Zellen- reihen, besonders bei den im W'asser keimenden mänzchcn, spiralig gedreht. Auf beiden Seiten sieht man in den durchsichtigen Flandern äusserst zarte Zellenwände, die gleichfalls häufig eine spiralige Richtung haben. Bei schwächerer Yergrösserung lässt sich in dem grünen Streifen ein Gcfässbündelchen als ein dunklerer und zarterer Streifen erkennen. In dem fast durchsichtigen und farblosen W'ürzclchen ist das Gcfässbündelchen auch sehr deutlich zu sehen. Es läuft jedoch nicht ganz bis zur Spitze aus, welche vielmehr nur aus durchsichtigen) Zellgewebe besteht. Das Blättchen zeigt sich also hier zuerst, oder geht doch wenigstens dem Würzel- chen in seiner Ausbildung voran, während bei den kolyledonlschen Pflanzen das Würzel- chen des keimenden PUänzchens in seinem W^achsthum anfangs dem Stengelchen vor- auseilt K II I /. O K A K I> i: N. 81 Nachdem sicli en ist, so ist doeb etwas Aebiditlies in er«cliieilen tinJ, so zeigen sie doch in ilirem inncrn Bau eine solche Uebcrcinslininiiing mit den lilatlslielen der Iclzicm, dass wir sie fiir nicht» anderes erklären können, als für Blallslielc, bei weh lien die Elälter durch normales Felil.-chl.iscn niclit zur Entwickc- lung gelangt sind, wie dieses z. B. bei den bUlterloseu Rauken von Lathyrus Aphaca der Fall ist. 84 RHIZOKARPEN. vorkommen, wobei jedoch aus den altern Knoten zugleich junge Seitenäsfe entspringen und auf diese Weise die Verjüngung auch in der Richtung dieser letzlern sich wiederholt. Bei Salvinia geht die Verjüngung auf eine dem Sprossen der vorhergehenden Gat- tungen entgegengesetzte Weise vor sich; denn hier hilden sich immer die jüngsten Blätt- chen bis auf eine gewisse Stufe aus, bevor das neue Internodlum , welches sie tragt, sich verlängert. Daher sehen wir die jungen Triebe bei dieser Galtung stets mit Blättern endi- gen, während sie bei den erstgenannten in einen verdickten Knoten ausgehen, auf welchem man zwar häufig mehrere llöckerchen unterscheiden kann; die aber immer etwas rückwärts oder eigentlich unterhalb dem Endknoten stehen, sobald sie als Blatt oder Astlrieb (auch nur kaum bemerkbar) sich zu erheben begonnen haben. Anders verhält es sich wieder mit dem Gange des Wachslhums bei Jsoetes. Hier, wo sich in dem Älittelpunkte des knolligen Stockes der eigentliche Lebensknoten befindet, in welchem die Eulwickelungskraft gleichsam concentrirt ist, kann von keinem Sprossen durch Verlängerung der Stengellheilc die Bede seyn; sondern jede Verjüngung muss, von diesem Knoten ausgehend, von innen heraus gescliehen. Wir sehen daher die jüngsten Blätter stets nach innen knospenartig zusammengedrängt und von den Basen der äussern wie von den Schalen einer Zwiebel umgeben. Wie bei der letztem das W^achslhum nur von dem Zwicbelkuchen ausgeht und sich in diesem nach zwei entgegengesetzten Richtun- gen scheidet, so finden wir dieses auch in dem Stocke des Brachsenkraufs, und wie die altern Schalen der Zwiebel durch die stete Entwickelung der Jüngern von innen heraus wie- der ersetzt, nach dem Umfange hin gedrängt werden und so von aussen nach innen ab- sterben, eben so verhält es sich auch bei den Blättern von Jsoetes, von welchen die äusser- sten abwelken und abgeslossen werden, während sich nach innen die Pflanze durch das Ansetzen neuer Blältchen unaufhörlich verjüngt. Diese Blätlchen entwickeln sich jedoch nicht einzeln nach einander, wie dieses bei dem Sprossen der übrigen Rhizokarpen der Fall ist, sondern es entspringt immer ein ganzer Wirlei derselben zugleich aus der obern Vertiefung des Stocks, wobei die Blätlchen der äussern Wirlei, mit ihren Spitzen in Ke- gelform zusanmiengenclgt, die innern tutenförmig undiüllcn (Tab. IX. Fig. 42.). Am Grunde der jungen Blätlchen zeigt sich schon sehr frühe die Anlage zur Frucht, und wenn wir die Art und Weise beachten, wie die Blätter in Wirtcln gestellt entspringen, so finden wir die Angabe mehrerer Beobachter, z. B. SCHREBER'S {genera plant?) und De C.\N- DOLLE'S (^a. a. 0.): dass sich jederzeit nach aussen die Sporenfrüchle , nach innen aber die Körnersäcke befinden sollen, durch diese Entwickelungsweise widerlegt. Nach jener An- gabe niüsslen sich in dem jungem Zustande der Pflanze bei den ersten Blättern allein Spo- renfrüchte entwickelt haben, während später am Grunde der innern Blätter nichts mehr als Körnersäcke zur Ausbildung gekommen wären. Nun sehen wir aber, dass die äussern Blät^ terwirtel nach einander absterben und abgeslossen Averden, während die Verjüngung von in- nen heraus ununterbrochen vor sich geht. Nach der obigen Angabe müssten sich daher U II 1 Z. K A l{ i' i: .N. 85 sehr häufif» .soldic Pflaii/cii fiiidiii, Ih'I wcJi Im-ii ;iIIl- iMällir inil S|)()rciifriiclili'ii ft-lillcn und uur mit K(iriKT.s';icL«'n vcrsi-lieiie vorluiidcii wären. Da aber hei allen Exemplaren die iweierlei Frii<;ewi.s.s weit nntiirf^eniiisser, anzuneh- men, dasjj die vrrsclin'dfnrti Frürlilo wirlcl weise ahwecli.selii , wudui'cli d.i.s \ orLdininen Lei- der Arten hei .illeii Iiiiilvidiien sieh leicJil erLIjren l;i.s.st. Es mag jedm li nicht seilen der lall eintreten, dass mehrere auf einander folf^ende JJlälterwirlel nur einerlei Fructifieatinns- llieile tragen, die d^inn nii< einzelnen '»der mehreren, mit der andern Art versehenen lllät- terwirtehi ahwerhseln. Auch hei den (ihrigen Rhi£okarpen sind die An.siil/.e zur Frucht schon sehr frühe an den jungen Trielx-n zu ertennrn. Bei M(irsilevo die iiiiurii lil.ilterLnü.s|>fn lür das lolf^t-ndi; Jahr chcnfülls im Herbste vürhandrn sind und die jungen illallclicn an ihrem (irunde schon die Fruchlansälze erkennen lassen. Bei Sahinin gehen dage^jen im llcrhsle die allen l'lljnzen ganz, ans und müssen im näi li.sit ii Jahre liurch lris( h aus den Sjiorcn aulgekeimle l*flän£- chen ersetzt werden. .Vus allem hishcr Gesagten geht jedoch lu-rvor, dass die eigentliche Ve;;clali()[is|)ori()de der lilii/.okarpen in unsern» Klima mit dem Friihlinge beginnt und bis zur Fru( hlreile im Siiälhcrb.sle wiihrt, wo dann ein Slillslaiid im \\ .k lislhuiu oder der Tod der allen IMlanze eintritt. (j. \ oikoiiiiiKMi (111(1 <,M'()<,M;i[»lii.schc \ ciliicilttiif;. I)io Uhizokarpen wachsen immer gesellschaltlich an sumiiligcn, überschueuuulen Plätzen und in stehendem süssen ^^ asser. Das Pillenkraut und die Marsilie kommen zwar auch an solclien Slellen fort, welche das ^Vasser zum Theil verlassen hat, und bringen sogar hier am reichlichsten Friichte; aber wenn sich ihre Stengel unter dem NN asscr befinden, so erscheinen alle Theilc grösser und saftiger, und bei der zuletzt genannten Gattung ver- längern sich die Blattstiele jedesmal bis zur Oberfläche des NVassers, da die Blätter auf dieser schwimmen. Doch geschieht dieses wuchernde Auswachsen in die Stengel- und Blältcrmasse immer auf Kosten der Früchte, daher auch die völlig iinlergetauchlen Pflan- zen dieser Gattung iu der Tiegel unfruchtbar sind. Die Salvinie kann nur im Wasser selbst bestehen und überzieht die Gräben und Teiche, auf deren Oberlläche schwimmend, oft bedeutende Strecken weit mit einer lebhaft- grünen Decke. Das Biachsenkraiil kommt endlich stets untergetaucht vor uiul bildet auf dem Boden der Seen und leiche dichte Ra- sen. N\ ic die Salvinie, stirbt dasselbe ausser dem NVasser sehr bald ab und vertrocknet, wenn es mit der Luft in Berührung kommt. So wie überhaupt die Pflanzen, welche ausschliesslich dem \A asscr angehören, ge- wöhnlirh unter sehr verschiedenen Himmelsstrichen verbreitet vorkommen, ist dieses auch der Fall mit den Fihizokar|ten. Doch scheinen dieselben nicht so weit nach Norden zu gehen als die Equiseteen; indem das Pillenkraut nur noch in dem südlichen Schweden, un- weit der Meeresküste angetroffen wird, und nur das Brachsenkraut auch noch stellenweise bis zu den südlichsten Gegenden Lapplands \orkommt. Dagegen finden sich die vier bis- her betrachteten Gattunsjen in der aemässitrten und hcissen Zone unter den verschiedensten Graden der Länge, l'nsere Marsilie kommt von Portugal bis Japan und selbst in NV est- indien vor; das Brachse n kraut ist von Frankreich bis nach Ostindien gefunden worden; die inländische Art der Gattung SaUinia wächst auch in Nordamerika, während die übri- gen Arten Südamerika angehören — und wenn wir von dem Pillenkraute noch nicht so viele und unter so verschiedenen Graden der Länge und Breite gelegene Suindortc ken- 12 * 88 R H I Z O K A R P E N. nen, so mag dieses mehr von dem Mangel an Beoba r> htungen herrühren, indem diese Gat- tung wegen ihrer äussern Tracht sehr leicht übersehen werden kann. Von allen bisher genannten Gattungen findet sich eine Art in Deutschland, so dass wir im Ganzen vier zu unserer Flora gehörige Rhizokarpen besitzen. Ausserdem sind noch die ausländischen Gattungen Azolla Lam. und Carpanthus PiAFIN. zu erwähnen. Von der erstem gehören vier Arten Amerika, zwei Neuholland und eine Afrika an, u'ährend die einzige bekannte Art der letztern in Nordamerika einheimisch ist. Wenn wir hierzu die sämmtlichen Arten der übrigen Gattungen zählen, von welchen Pilularia eine, Marsilea neun, Isoeies eine und Sahi'nia acht bekannte Arten aufzuweisen haben , so erhalten wir sieben und zwanzig Arten als die Gesammtzahl der bis jetzt bekannten Rhizokarpen, wo- von also etwa der siebente Theil Deutschlands Flora angehört *). 7. Chemische Bestandtheile. In chemischer Hinsicht sind die Rhizokarpen noch nicht untersucht worden, und es lässt sich daher über ihre Bestandtheile nichts Gewisses angeben. Aus der Aehnlichkeit des braunen Zellgewebes bei Pilularia, Marsilea und Sahittia mit demjenigen, Avelches um die Gefässbündel der Farne vorkommt, lässt sich vcrmuthen, dass die darin enthaltenen Säfte harziger Natur sind. Ferner ist aus dem, was bereits oben über die innere Frucht- haut und die Sporendecken von Pilularia und Marsilea gesagt worden, ersichtlich, dass sie vielen Schleim enthalten. In den Knollen von Isoeies scheint das Stärkmehl den vor- waltenden Bcstandtheil zu bilden; auch lässt sich aus dem etwas brennenden Geschmack dieser Knollen auf einen darin enthaltenen scharfen Stoff schliessen. Die krustenartige Decke der Sporen dieser Galtung besteht sehr wahrscheinlich aus kohlensaurer Kalkerde, da sie mit Salzsäure aufbraust und von derselben aufgelöst wird. Ueber alle diese muth- masslichcn Bestandtheile, so wie über diejenigen, welche ausserdem noch in den Rhizokar- pen enthalten seyn mögen, müssen uns jedoch künftige Analysen noch belehren. *) Die Bestimniang der Gesammtzahl der Arten einer Familie ist innncr sehr scliwierig und kann nie als fest begrün- det und unveränderlich betrachtet werden, da iheils immer noch neue Arten anfgcliindin werden können , thcils die Annalune von bekannten Arten bei den verschiedenen Sclirif'tslellcrn oft sehr verschieden ist. Wenn wir z. B. die Angaben von Strengel iSystem. vegelab. ed. XVlta Vol. IV. P. 1. p. 8 — 10) und von Desvaux {Pro- drom, filic. in Annal. de la Soc. L,in. de Paris. Mai 1827. p. 17(5 — 179), als die neuesten und in einem und demselben Jahr erschienenen, vergleichen, so finden wir bei Ersterem Marsilea mit 8, JsoStes mit 1, ^zolla mit 5, Salvinia mit 4 Arten aufgeführt und die Gattung Carpanthus ganz ausgelassen ; wahrend der letztgenannte Schriftsteller bei Carpanthus 1, bei Marsilea 9, bei Isoetes 4, bei Azolta 7 und bei Salvinia 9 Arten an- giebt. Nur bei Pilularia stimmen die Angaben Beider mit 1 Art iibcrein. Nehmen wir nun mit Sprengel und mehreren andern glaubv\iirdig(m Schriftstellern für Isoetes nur eine und mit Desvaux für Salvinia (S. af- finis Desv., als wahrscheinlich zu .!>. natans gehörig, ausgeschlossen) 8 Arten, so wie die bei den übrigen Gattungen von ihm angegebene Anzahl an, so stellt sich die oben angegebene mulhmasslichc Gesammtzahl von 37 Arten bei den Rhizokarpen heraus. K H I 7. O K A K P i: N. 89 8. Nutzen mid Gehrauch. Der Nutzen, welchen die hierher f;eli(irii;ni IMl.m/.ni gewühn-n , besieht wolil haujit- sächliili darin, dass sie an titii Oilcn, \m> vie warlisrii, durch die Ahsor[)lioM der zum Alh- nini llIll.lu^li( licii (iasarlfii aus den nieisl schlaniiiii{;eM und uiit Inuhgeni ^^'abst■^ (iCiillfen Grähen und Teichen und durch die Aushauchung^ des Sauer.sloll-jase.s die alniospljiin.sche Luft verbessern helfen, während sie /.ui,'Iel(li , wie so viele andere, besonders Lrv|>lo^anii- schc ^^ .visergewächse, zur endlichen 'I roikenlegunf^ solcher mit stehendem \N asser iiber- derkfen vStellen beitraj^en. Ausserdem dienen sie den Fischen und manchen andern in und auf dem NVasser lebenden 'I'hiercn 7.uni '/.iiflui hisoric- und zur Nahrung. Dieses gilt na- mentlich von dem IJrachsenkrauf, welchem die Karpfen und Brachsen besonders widirend ihrer Laichzeit im Sommer nachgehen, wobei die IMlanze häufig von ihnen herausgezogen und dann durch das Wasser an das Lfer geworfen wird. In dem menschlichc-n Leben wird jedoch von diesen Pflanzen kein Gebrauch gemacht, und selbst von den Heilkräutern, deren man früher eine so gro.sse INIcngc fast aus allen Familien des Pflanzenreichs aufbe- wahrte, blieben dieselben ausgeschlossen. 9. Fossile Ueherrcste. Auch der Flora der Vorwclt scheinen Pflanzen, den Pihizokarpcn ähnlich, eigen ge- wesen zu scyn- \Venigstens lässt sich dieses aus einer fossilen Pflanzengallung schliesscn, welche (mit Ueberreslen von Farnen, Lykopodeen und Kalamiten) au.sschlicsslich in Stein- kohlenlagern vorkommt, von dem Grafen K. SlEKNBERG den Namen Rotularia *) er- hielt, von Ad. BrONGNIAKT aber Spharnnphyllilcs genannt wurde. Der Letztere bildet (^Me'm. du Mus. d'hisl. nnl. Tom. MIL PI. 13. Fig. 8, a b. ) eine Art unter dem Namen Sphaen. emarginalus ab, welche sich auf unserer Tab. M. Kij;. 1. wiedergegeben findet. Sie wird von Sternbkrg, in seinem Versuch einer geognos t isch - bo t anischcn Darstellung der Flora der Vorwelt, 4tes Heft. S. XWH. als Roluhiria rnarsi- haej'nlia {Pahnarili-s verlicillutus Sc JI LO T II.') aufgeführt. Zunächst an diese Art schlie.sst sich die in unserer Fig. 2. abgebildete Rolularia miijor BnONA., aus dem Kohlenschie- fer der St. Ingbertsgrube bei Saarbrücken **). Eine dritte Art, welche Sternbf.KG Ca. a. 0. 2tes Heft p. 30 und 33. Tab. 26. Fig. 4, a b.) als Rolularia asphnioides •) Der H-csct>[li(Iic Cli.iiaktor iliiser fossilen Pflanz.nijonunf; ist nach .Sternbetg folgender: „Caiilis slriatu» ad in- aerlioneni folionmi verticillalonim articulatiis, cicatricibiis indeteruiinalis, foliis ciincifonnibiis, Bcrvis a ba»i folionim ad crcnaa s. lobos ad.'Cendentibus." ♦•) Die Diagnose dieser noch unbeschriebenen Art ijt : ,.R. vcrticillis öpliyUis, fo''" coneati« tnincati» bilobati», lobi« fnrcalis v. bifurcatis, lobiilis iiltimis apicc bicrcnatis." 90 RHIZOKARPEN. uad K cuneifolia beschrieb und abbildete, später aber (4tes Heft p. XXXII.) mit dem Namen Rot. pusilla belegte, giebt unsere Fig. 3. wieder. Durch die keilförmige Gestalt der Blätter und durch die fächerartige , dichtu tome Zertheilung der Blattnerven nähern sich diese drei Arten am meisten der Gattung Marsilea; aber die längs dem Stengel zu 6 — 12 in Wirtein stehenden Blätter, so wie der mit deutlichen Längsstreifen versehene Stengel (Fig. 2, a.) unterscheiden sie von im- sern Marsilicn, welche nur vierzählige Blätter am Ende eines langen Blattstiels tragen und deren Stengel glatt ist. Dieser bedeutende Unterschied in der Art des \Yachsfhums hatte sicherlich auch eine Verschiedenheit im Bau der Früchte zur Folge, so dass die Rotularien eine Galtung bildeten, die ^^elleicht mit Marsilea verwandt, aber doch sehr von dieser ver- schieden war und aus mehreren deutlich unterschiedenen Arten bestand. Diese Verwandtschaft der Rotularien mit den Marsilien wurde auch früher von SlERN- BEIlG (Mem. du ßfus. dhisl. nat. Tom. V. p. 168.) zugegeben; dagegen finden wir sie in seinem angeführten Werke (Heft 4.) unter die INajadeu versetzt, mit dem Zusätze, dass sie im Bau Ihrer Blätter den Marsilien, in der Form des Stengels aber der Hippiiris ma- ritima oder H. vulgaris verwandt seyen. Welche von diesen verschiedenen Annahmen die richtigere sey, ist bei dem gänzlichen Mangel der Früchte nicht auszumilteln, obgleich nicht in Abrede zu stellen ist, dass die grosse Aehnlichkcit der ßlattform der fossilen Ar- ten mit jener der Marsilien sehr für die erste Annahme spricht. Die beiden Pllanzenabdrücke, welche SterkBERG C^- a- 0- 4tes Heft p. XXII 42 u. 55. — Tab. 50. Fig. 4. — Tab. 55. Fig. 4.) als Rotnlaria polyphylla und R saxifragaefolia beschreibt und abbildet, sind freilich in ihrem ganzen Habitus von den Marsilien sehr abweichend und könnten uns eher für die letzte Annahme dieses Schriftstel lers bestimmen. Es scheinen aber diese Arten auf gleiche Weise in ihrem verhältniss- mässiff viel dickern Stensfcl und in den tief zerschlitzten Blättern mit sehr schmalen spitzi- gen Zacken, welchen (nach den Abbildungen zu urtheilcn), die dichotomen Nerven fehlen, eine solche Verschiedenheit von den drei zuerst genannten Arten darzubieten, dass vorerst noch die Frage entstehen könnte, ob sie denn wohl hierher gehören, oder nicht etwa einer schon mehr von den Pihizokarpen entfernten und den Najaden sich näher anschliessenden Gattung angehört haben? 10. Litefalurgeschichte. Von dieser Familie scheint die Gattung Marsilea am frühesten bekannt gewesen zu seyn; denn wir finden schon bei TlIEOPHRAST von Eresus (324 v. Chr.) eine Pflanze unter dem Namen \zy.u.'j. oder xs,uv* angeführt, welche in dem orchomenischen See in Thes- salien vorkam, und die wahrscheinlich unsere Marsilea (/uadrifolia ist. ^ on den vaterlän- dischen Botanikern ist wohl T.\BERN-\EMONTAK US der erste gewesen, welcher (Neu U II 1 /. K A K 1' K N. «M vnl Ikoinni cn 1 1 icli k r fiil rrli ii i li I^H^y.) dicsi' IMIaiizc als Lens pu/tislris altera be- schrieb und abLildi'tc; abi-r schon vor ihm hatte MaiIIIIOI.I (licsclhc Vdii COHIUSI cr- halloii und {Coniuifu/tir in Däisair. 1644.) eine lloschiiihini;^ und AhhiMini}^ davon ;;i'- gchiii. \ji'hvr Sii/n'niii hndcn wir die cr.sle Nachiitlil hei CaKSAI. l'IM {Ife plunlis. l.')83 ), wehher sie irns;rr ^^ eise lur die Kr^xriürr^ des DlOSCO It 1 1) KS hielt, l'ilnluria kornntt in diT h'l7.lcn llallle des siehenzehnlen .lahihundert.s Ik i MoliLSON uml I'iVJis unter dem Namen Graminifalin palustris vor, iiiul von Isortrs hat zuerst Dl I.IA. 'S IV $ {Hi's/nr. miiscor. 1741.), welcher diese Gattung Culaniartii nannte, zuverlässige Nachricht gegchen. Ueher die IJescIiallerdu'il und lU'deulung der FruclilicaliDuslIuile der Ilhi/.nkariien vareii von jeher die Schriftsleller sehr verschiedener IMeinung. I> K U N II. von JfSSlF. U, weh eher (IJist. iL- l Acad. roy. drs sc/rnrrs, 1739 und 1740.) inusterliaite IJeschn-ihungen miu Pilularia globuliffra und Marsilea qiiadrijtilia gab, hielt die körnerhalligen IJeutelclien in den Früchten derselben l\jr Antheren und die Sporen für Pistille, indem er die auf den- selben befindliche Spitze bei der erstem fiir die Narbe ansah. Er betrachtete demnach die äussere Fruchlhiilie als einen gemeinschaftlichen KilJi mal n.ilini an, da.ss jedes der innern Fächer der Frucht eine Zwitterblülhc einschliesse. LiNNK {Geneni plant) hielt «lie Früchte fiir weibliche Theile, und suchte die niännllriien lllillhen auf den iUiitlern t)der zur Seile derselben. Die meisten der spätem Schriitslcller folgten jedoch der Ansicht .1 L S- SIEU'S, indem sie die beiderlei Geschlechtsorgane als in der Fruchthülle selbst vorhan- den annahmen. Die \erschiedcnartigsten Ansichten wmilcn in dieser Hinsicht ühcr Sah ini'a aufgestellt. MiCUELl {^Noi. plant, genera. 1729.) hielt die Ilaare auf den Warzen der Blätter fiir Staubgefässe. LiNNE war (a. a. O.) derselben Meinung, indem er die mänidichen Blüthen auf den lUättern sitzend angab und dieselben, als aus vier s[)iralig gedrehten, aulrechten Aulheren bestehend beschrieb. So folgten noch mehrere Jlotaniker jener Zeit dieser An- sicht, bis GUETTARÜ die inlandische Art dieser Gattung genauer untersuchte und (Me'rn de FAcad. de Paris, 1762.) beschrieb. Er n.iinu die kugeligen Körner für mäindichc Thcilc und die Sporen für Pistille. NeCKEH widerspricht dieser Annahme (Ada Acad Theodoro-palat. Tom. HI. phys. p. 301. 1775.), so wie er auch (p. 29S.) die An- sicht MlClIELI'S und LlNXE'S widerlegt; desseninigeachlet nimmt er in den Charakter seiner Galtung Marsilaea ('worunter er die Galtung SaLinia versteht), die Haare auf den Blättern als mänidichc Theile auf, indem er (p. 296. sagt: »prn ntare pili Ires ad cpia- tuor arliculali, ab inilio versus apicen) incurviusculi , dein rectiusculi, ex pa|)illis singulis supremac foliorum paginae egredientes,« und giebt die Früchte iüi- weibliche Thede aus. Hedwig, welcher an dorn Grunde der jiuigrn Früchic etwas längere, gegliederte, para- physenähnliche Haare, mit körnigem Inhalte zu entdecken glaubte, hielt diese (Theor. gene- rat. 1798. p. 106.) für Aniheren und beiderlei Fruclincationstheile für weihliche Organe Spuexgei., welcher (Vülier (^Einleit. in d. Sind. d. kry|it. Gew. 1804. S. 192.) 92 R H I Z K A R P E N. GUETTARD'S Ansicht gefolgt war und sogar (p. 194.) diese Gattung zur ein und zwan- zigsten Linneischen Klasse rechnen zu können glaubte, behauptet später (Anlelt. zur Kenntn. d. Gew. 1817. Th. 2. p. 113. und Berl. Magaz. 8.), dass die Fructifications- theile der Salvinie von einerlei Art und nur durch das Alter unterschieden seyen. Bei Isoeies nahm LlNNÄ {Syst. vegetxib.') die körnerhaltigen Fruchthüllen für Anthe- ren und glaubte, dass die Sporenfrucht zweifächerig sey. Dasselbe wurde auch von dea Herausgebern der spätem Auflagen der Linneischen Werke wiederholt: selbst SpkenGEL (in seiner neuesten Ausgabe des SysL ^egelab. Yol. IV. 1. p. 1.) nennt die feinen Kör- ner, ob°-lcich zweifelhaft, »farlna pollinacem und hält sie demnach für die befruchtende Substanz, die Sporen aber für Eierstöcke. Der Engländer Jac Ed. Smith, von dersel- ben Ansicht ausgehend, ist iFlor. brit cur. Rom. Vol. III. 1805. p. 1145.) geneigt, die Gattung Isoetes zur Monoecia Moncmdria zu zählen, so wie er (p. 1144.) anfragt, ob Pilularia nicht in die Monoecia Polyandria zu bringen sey. De Ca N DOLLE (Synops. plant, in flor. galt. 1806. p. 117.— Flore /rang. 1815. Tome II. p. 577.)*) und V. MarTIUS {Flora cryptog. erlang. 1817. p. XXXIV.) neh- men gleichfalls bei den Rhizokarpen das Daseyn beider Geschlechter an, und der Letztere unterscheidet eine hcrnKiphroditlsche oder monoecische Befruchtung, je nachdem die Körner und Sporen in einem und demselben, oder in verschiedenen Behältern eingeschlossen sind. Die Beutelchcn, welche die meisten der übrigen Botaniker für Anthcren ausgaben, wurden von HEDWIG (a. a. O) mit dem Namen Spermatocystidia belegt, und die Kör- ner selbst Sperma genannt. Darin sind ihm WEBER und MOHR (Botan. Taschen- buch auf d. J. 1807.) gefolgt, welche (p. XXX VIII.) auch die Sporen als Sporae be- zeichnen, im Jüngern Zustande aber Germina nennen, doch bei Sahinia (p. 62.) wieder von männlichen und weiblichen Perigonien sprechen. Waulenberg {Flora lappon. 1812. p. 295. — Flora Suec. II. 1826. p. 686. 687.) betrachtet die beiderlei Fructifi- cationstheilc als Saanien, die nicht in ihrer Function, sondern nur in ihrer äussern Bildung verschieden seyen, indem er die Sporen Semina, die Körner aber Sfminula nennt. Von LiNNE, JUSSIEU und den meisten der nachfolgenden Schriftsteller wurden die Rhizokarpen den Farnen beigezählt. Sc UREBER trennte sie von diesen und brachte sie zu seinen Miscellaneis, ohne jedoch eine eigene Ordnung für dieselben zu begründen. Dies geschah zuerst von WiLLDENOW, welcher aus ihnen seine sechste Ordnung der Kryptogamie — die Wasserfarne {Hydropterides) — bildete und ihm sind die mei- *) In der Beschreibung, welche Dh Candolle 8päter iOr^anographie vegetale, 1827. Tom. II. p. 141.) voa den Fruclificationslhoilen des Braclisenkrautes giebt, ist er zweifelhaft, ob die Sporen, die er dreikantige Ki.geUlan (glo- iule,' « trois cötes) nennt, tur Samen oder für männliche Organe lu halten seyen. Für die erstere Annahme scheint ilmi ihre Aehnlichkeit mit den giössern Sporen des Lycopodium denticulalum zu sprechen, welche Bro- te Ro keimen sah; da er sie aber bei ihrer Reife immer leer gefunden haben will, so .st er mehr für d.e letztere Annahme geneigt und glaubt, dass che staubfeinen Körner wohl eher tlie Samen darsteUen. K II I /, () K \ K I» K N. 93 .slpii neueren Stliridslcllcr gelulgt. Doch li.il diese Pll.iii/.enlriniilie v(in ilinen nianclierlii verscliicdene M.inien orliallcn, wohei sie ziiglcii li nicht seilen ihre Stelle im System verän- dern miisste. NN aiii K.niifuG brachte sie {Nova Act. Upsiil. /7/.) wieder mit den 0|ihi()glt).sseen, Lyk<)|iiide(ii iiiul Krjiiiseliin in seiner zweiten Ordnung der Krytogaiiue — Trtniilidyniiie — zusammen. J)K (.ANDDl l.K hat (a. a. O.) zwar auch eine hcsondcre Ordnung — llhizosperniae — geliildcl, nahm aber nicht alle Galtungen darin auf; son- dern I rennte das lirachsenkrant von den iihrigcii iiiul /rdille dasselbe, wegen der ähnlichen Sporen und iiai kl( ii Sliiilikörncr, zu di-n 1,\ kopodeen. () k K N (Lehrb. der Nalnrge- schi< hie :.'ler Till '2W Alilli Isle Hallte S. MII.) stellt endlich die Uhizokarpen mit der (lallimg l.rmnti znsaiiinien in ilie drille Ordnung seiner Ma rk |) flanzcn, als sie- bente Zunft — Sam c ndrossler (Jämen) — zwischen die Laubdrossler — eine Ablheilnng der Farne - und die (i rö psdrossler oder !Najadcn JUSS. — *). 11. G a l I tt II g s - U c b e r s i c li l. K 11 1 /. () K A K P K N. R II I Z C A 1\ P E A E. Charakter n a ( li der Frucht. Sporenfriichl 1' einzeln oder zu melncren , uurzelständig, ein- oder inehrfächerig, vielsporig. Fr u cli I li ii 1 Ic ciidach oder doppelt, in nnvoll.stäiuligen Kla|)pen sieh öflm-nd oder klappenlos. Fru c t ifica tions t heil e von zweierlei Art, bald iu einer und derselben, bald in verschiedenen Fruchlhüllen eingeschlossen: theils Sporen mit einfacher oder dop- pelter Dedc. ihells Körner, einzeln oder zu mehreren, mit häutigen Säckchen umgeben oder nackt. C h a r a k I e r n a c h d e m W a c h s 1 h u m. Sumpf- oder Wassergewächse, deren Stengel knotig, dabei bald kriechend, bald schwim- mend i.sl. oder ganz fehlt, und dann .in dessen Stelle ein knolliger Stock. Die Blätter aus *^ Ans cli-in (a. a. 0. S. .")44.") mjr.btncn ,ill<;ciii.-inin C'har.iktcr iliifer Pdanicn scliiint licrvoiriigclien , da»» dieselben von den» genannten Sclirifl.slillcr niclil sehr gewissenliall iintersutlit «ordeii »ind, da er in F ru c li l b I a«c n im. entschiedene (.?) Staubbeutel annimmt und von den Samen »pridit, die »ich umniltelbar in Bl..llrr rerlän- gern. Die Pflanzen sollen ferner nach iliiii .seilen id)er Fingerslang werden und in den grÖMern (als Blüthcn scheiden zu lietiaclilemlenl Ul.isen kleinere sich befinden, die man als Kapseln ansehen künnc , da sie gcwühnluh 4 Samen enlhahen. Was nnicr diesen viersaiiiigen Kapseln m verstehen sey , ob die häutigen Sporendecken oder etwa die F.iclier in den Sporenlriii lilen bei l'iluUiriu un.l jl/ariileti , muss Jedem, der dic»e Angaben mit der .Natur vergleichin «ill, ein Riitlisel bleiben. 13 94 R H I Z K A R P E N. der oberen Seite des Stengels und Stocks entspringend, Lei dem Ausschlagen meist schnecken- förmig oder am Rande eingeroUt. Wurzelzasern büschelweise, jedesmal auf der den Blät- tern entgegengesetzten Seite aus dem Stengel oder Stocke entspringend. Ausser der Fort- pflanzung durch Sporen starke Vermehrung durch Asttriebe oder knospenai'tige Verjüngung aus dem Stocke. Vorkommen gesellschaftlich. Dauer bei den meisten mehrjährig, nur bei einer Gattung einjährig. Character fructificationis. Sporocarpla solitaria vel plura, radicalia, uni-plurilocidana, polysporaea. Pericar- pium simplex vel duplex, valvulis incomplelis dehiscens vel evalvc. I'r uctificationes duplicis indolis vel in eodem vel in diversis pericarpiis : aliae sporac arillo simplici vel duphci tectae; aliae grauula singula vel plura sacculis membranaceis cincta vel nuda. Character v e g e t a t i o n i s. Planfae palustres vel aquaticae, caule nodoso rcpcnte vel natante instructae vel eo om- nino carentes, tunc ejus loco caudice tubcroso praeditae. Folia e superiorc caulis atque cau- dicis latere exoriuntur, frondescentia plerumque circinata vel margine involula. Piadiculae fasciculatae semper e caulis vel caudicis latere foliis opposilo nascentes. Praeter propaga- tionem per sporas multiplicatio creLia per ramos vel innovatio gemmalis e caudice. Vita socialis, plerumque perennis,' unius tantum generis annua. (Filicum gen. LiN. — Miscellanear. gen. ScilREB. — Radicales HOFFM. Web. et Mohr. — Rhizocarpa B ATS CIL — Hydropterides WiLLD. — Ptcroidum gen. Spreng. — Fihizospermae De Cand. — Marsileaceae R. BUOWN. — Tetradldy- mar. gen. Wahi.ENB. — Rhizoptcridcs Mart. — Carpanthcae FiAFlJj.) Inländische Gattungen. A Mit beiderlei Fructificationsth eilen in einer und derselben mchrfächc- rigen, unvollständig-klappigcn Frucht hülle. Fructificationibus in eodem pericarpio pl uril oculari , incomplete v a 1 v a t o. 1. Pilularia Vaill. — Pillenkraut. Wesenll. Char. Sporenfrüchl e blatlwinkclständig, einzeln, fast ungestiell, ku- gelrund, vierfächerig. Fructificationsth eile der Länge nach auf der Fiückenwand der Fächer angeheftet. Char. essent. Sporocarpia axillaria, solitaria, subsessilia, globosa, 4-locularia. Fruclificationes loculamcntoruni dorso longitudinalilcr affixac. (Tab. VIII. Fig. 1 — 6.) U II I Z, O K A U P E N. 95 i*. Marsilen Llii. — Marsilic. Wesciill. (Miar S porcnfrilc lit c über doni Grunde der lllallsliilc meist zu zweien auf iislif^cii Fniclilslielen sieliend (oval, zusaniineiigedrüclit) , viflfailurif^. I'rutti- ficali oiist heile der Quere nach auf der Kiiekenwaiid der Fächer angeheftet. Char. essent. Sporoca rpia supra jictioloruin hasin suhhma peduiicuhs raniosts sufTulla (ovalia, conipressa), niultilocularia. Fr uctificationes ioculaniniloruni dorso trans- versaliter afilxac. (Lemma JUSS. — Zaiuzianskia Neck.) (Tah. MII. Fig. 30 — 37.) B Mit Fructifica lionsllu-ilcn in verschiedenen (gici eh gestalteten) cinfä- cherigcn, klappen losen 1" r n < lit li ii ile n. Fructificat ion ihus in periiarpiis diversis (uniforniib us) uniloculari- L u s , c V a I V i 1) u s. 3. Sali in ia Mir II EL. — Salvinie. ^Vcscntl. (Miar. S po reu fr iicli le unter den Dliittein zwischen den schwimmen- den Wurzel/.asern zu 4 — 8 zusammengeballt, sehr kurz gestielt, niedergedrückt -kugelig, gefurcht. F'ru et i fiealionslheile auf einem Mitlclsäulchen befestigt. Char. essent. Sporocarpia subtcr foliis inier radiculas naiantes qualerna - oc- tona conglobata, vix pcdicellata, deprcsso-globosa, sulcala. F>uc tifica ti ones columellae centrali afllxae. (Marsileae spec. LiN. Marsilaea Neck.) (Tab. IX. Fig 2—13.) 4. Isor/es Li N. — Brachsenkraul. ^VesentI Char. Sporenfrüchte der innern Seite des erweiterten Blatigrundes mit dem Rücken zur Iliilfle aufgewachsen, oben halbeingeschcidet , länglich - oval , zusam- mengedrückt, glatt. Fruct ificat ionstheile an Ouerfäden sitzend. Char. cssenL S jjorocarpia internae foliorum basi dilatatae dorsi dimidio adnata, superne scmivaginata, oblongo- ovalia, conipressa, laevia. Fruclificationes filis transversalibus insidentes. (Tab. IX. Fig. 35—41.) Bemerkungen über die ausländischen Gattungen. Ueber die Gattung Jzul/u Lam. vergl. U. Buonvn'S vermischte Schriften von Nees V. ESENB. (Bd. 1. p. 162. f) Ueber die (Gattung Carpanlhus R.iJ'lS. (Joiirn. de. bot. '\m\\. I. p. 221), welche im Habitus der Salvinie nahe konmicn , aber durch einzeln stehende halbvicrklappige und viersporige Früchte sieh unterscheiden soll, besitzen ^^ir nur sehr mangelhafte Angaben, und sie ist daher so lange als zwcifelliafl /.u betrachten, bis diinh genauere Beobachtungen der Bau der Früchte besser erforscht seyn wwd. 13 * 96 RHIZOKARPEN. 12. Etymologie der Gattungsnamen. 1. Pilularia, von der pillenähnlichen Gestalt der Früchte. 2. Marsilea, dem Grafen AlOYS FerdIN. MarsILII aus Bologna zu Ehren so be- nannt. Er schrieb mehreres über naturhistorische Gegenstände, unter andern; Disser- tatio de fungorum generationc. Rom. 1714, und beschäftigte sich auch mit der Natur- geschichte der Zoophyten *). 3. Sahinia, eine nach An TON MARIA Salvinius, Professor der griechischen Sprache in Florenz, einem Freunde von Ml CHE LI, benannte Gattung. 4. Isoeies, von iVo? — gleich oder ähnlich — - und eVo? — Jahr — wahrscheinlich darum so genannt, weil sich die hierher gehörigen Pflanzen im äussern Ansehen das ganze Jahr hindurch gleich bleiben, da das Ansetzen der Früchte von aussen gar nicht bemerkbar ist. *) Obgleich dieser Name von Linke der hier beschriebenen Gattung beigelegt winde , so rührt derselbe doch nicht von ihm her, sundern von Micheli, welclicr ihn {Nox:. plant, gen. p. 5. tab. 4.) den laiibartigen Jungcr- mannien, die et von den beblätterten Arten trennte, gegeben hatte. I\. LYKOPODEEN. LYCOPODEAE. 1. All^cinciiicr (^h.ir.iklci-. MJie Lvkoj)0(lot'ii li.ihni iiici>l('ii.s i-iiini iiii'(l("rlii'';oii(lrri iiml knr( l)i'iiJrii Stfiif^rl. »Ics.srii .ihwi'clisoliid sloliriidi' Acsic jj;c\v(iliiilicli \vic(lrilii)ll g.il)i'l.s|);illij( uiul l):il(l Lium liiiid , halil iiirlir (idcr wnii'^cr aiiriPiliI siiitl. Siciigcl imd ApsIc sind dirlit mit lilällcrii Iji'scI/.l, wclclio zwai- iiimicr in piiicr Sniralliii'ip sIpIipii , dalipi ahcr liald iiiplir ndci' wpiiii^cr ahslp- licDil, hald dailizipgplarlig angedrückt oder /.weizpilig sind. Es (nidel siclj aiirli liipr kciiu- dpiitlich gescliipdpiie Ilniiptwinv.rl, sondpiii dpr Siengpl licd)l nach niilcn Mos cin/.pliic NN in-- zclzascrn , mit dnpii lliiiro rr sirli anf dem l>üdcn l)p|"(stigt (^lab. \. Fig. 1. 'J. !'t. 7). Die hicilier goliörigpii Pflanzpa tragen pinfäclierigp, seilen zwei- oder dreiniclierigc Sporen- iViicIile, welclie entweder liings den Aesten in den NN inkcin der IJIatler stehen (Fig. 1. 1' ), oder hinler eigenen l)eckscliup[)pn silzend, auf den Aslgiplelii in kälzchenlorin znsaninten- gedrängl sind (^Fig. 3. 4. ö. (>.). Die einfacherigen Friit hie (idnen sich in zwei nn%(dl- sländigc Klappen entweder nach ohen ('Iah. \l. Fig. 'J'2, a. h. t oder seillich (Fig. lJezug auf die Richtung des Sten- gels vertical. Dabei haben sie gewöhnlich eine schiefe oder halbirte Gestalt, so dass sie an der Basis halbcifürraig oder halbherzrdrmig erscheinen (Fig. 10, a. b.). Die meist nngeslielten Sporenfrüchle sitzen bei manchen Lykopodeen der ganzen Länge nach in den >yinkeln der Blätter (Fig. 1. Fig. 12, a. b), so dass sie durch diese zum riieil verdeckt werden: bei andern tragen die Aeste nur gegen die Spitze hm Früchte, welche ebenfalls in den AVinkcln der daselbst viel gedrängter stehenden Blätter sitzen (Fi"^. 2, a.). Diese dicht bcl)lättcrten Astgipfel nähern sich schon der kätzchenform *), welche jedoch erst dann deutlich hervortritt, wenn die Astblätter nach oben in anders ge- staltete, dnchziegelartige Deckschuppen übergehen, die ausser der abweichenden Gestalt auch noch eine andere Färbung zeigen (Fig. 3 bis 6. Fig. 11.)- lli"' tritt häufig der Fall ein, dass der Fvand dieser Blätter immer stärker gezähnt oder zerschlitzt erscheint, je höher sie gegen die Früchte hinauf stehen, während sie zugleich an Breite zunehmen, bis sie in den Deckschuppen die giösste Breite und die stärksten Einschnitte des Randes erhalten (Fig. 9, a. b. Fi". 14. 15. 16. Fig. 17. 18. 19.). In demselben Verhältnisse nehmen sie auch eine mehr häutige Beschaffenheit an. Die Fruchtkätzchen stehen immer auf der Spitze der Aeste und sind entweder auf- sitzend (Fi"-. 3.), oder sie werden von eigenen gemeinschaftlichen Fruchtstielen getragen, welche in den meisten Fällen ein- oder mehreremale gabelig zertheilt sind (Fig. 4. 5. 6.). Diese Fruchtstiele sind immer mit mehr oder weniger entfernt stehenden Blättchen besetzt, welche den Uebergang von den Astblättern zu den Deckschuppen machen und daher in Farbe und Consistenz den letztern nahe kommen (Fig. 15.). Die Gestalt der kapselartigen Früchte ist theils nierenförmig (Fig. 22, a. — Fig. 25, a.) theils vi er knöpf ig (Fig. 32, a. b. — Fig. 36, a. b.). Doch wechseh die Gestah der erstem von der fast herzförmigen bei Lycopod. annolinuin (Fig. 21.) bis zur halbrunden In den meisten systomalisclicn Scliriflen wcnlen die.'ie fnithllragen.l.n Aslgipfel be)j li t te r t e A ehren (spielte foliosae') genannt. Da sicli aber die Blätter derselben gcwöhnlicli mir durcli einen etwas tiefer gezälinten Rand von den übrigen Astblittern unterscheiden, so ist dieser Ausdruck hier eigentlich nicht anwendbar. Ueberhaupt scheint der Name Aehre für den Fruchlstand der Lykopodeen unpassend; denn unter Aehre versteht man bei den Pliancrogamen einen BUUhcnstand. bei welchem die Befruchtungsorgane mit Bli.thendecken versehen sind. Es lässt sich daher der Fruchtsland der Lykopodeen. in welchem die nackten Früchte blos hinter Decksehuppen stellen, weit eher mit dem Katzchen (Ainmtnm) vergleichen, da in diesem ebenfalls hinter Deckschuppen die nackten Blii thentheile und später die Früchte sity.en. l. \ K () I' () I) i: K N. 101 und fast kirisriiiidni hol nieliiercii au.sliiiuii.srluii Arien, /.. I> /- ranaliriilalutti ( l'ig. 1'7.) und L ci'rmniin (Fig. l'H), und s('II)sl Ijis zur (picrovnlrn lici L. iniinildliim (l'ig 2'>, a). IJi'Idnlt'i I'riiililf sind daln'i rinlat licii;; inid (ifliicn sich fast bis :miI ilir|»lO{;ami.«»liin GewSilise nicht so selten, iind wir werden in der Folge sehen, dass .mcli b.-i andern Familien die Sporen zii mehreren lusamincngcb.illt vorkommen. 14 102 L Y K P D E E N. reifen aufzusitzen, und dass die Ilöckerclicn der Oberfläche nicht von einer ablösbaren Kruste herrühren, sondern der Sporenhaut selbst angehören. Diese grösseren Sporen ha- ben eine solche Lage in der Frucht, dass sie mit ihren Spitzen gegen einander und gegen den Mittelpunkt der Frucht gekehrt sind und auf diese Weise mit ihren nach aussen ge- richteten gewölbten Basen die vierknöpfige Gestalt der Frucht bedingen (Fig. 33, b. — Fig. 37, b.). Viele Lärlappartcn , und zwar die meisten unserer einheimischen, besitzen nur die nierenförmigcn Früchte und folglich auch nur einerlei Sporen. Denn dass die staubfeinen Körnchen wirkliche Sporen sind, unterliegt keinem Zweifel, da man dieselben keimen sah. Bei andern Arten, wie bei Lycop. helveticum und L. selaginoides, kommen aber auf einer und derselben Pflanze ausser den nierenförmigcn auch noch vierknöpfige, mit den grössern Sporen erfüllte Früchte vor, während die Bernhardien, wie schon erwähnt, in ihren mehrfächerigen Früchten nur staubfeine Sporen besitzen, die sich aber durch eine ovale oder länglich -nierenförmige Gestalt und durch eine bleiche Farbe und grössere Durch- sichtigkeil von denen der Gattung Lycopodiiini unterscheiden *). Die Sporen liegen immer frei in den Früchten. Bei manchen Arten, z. B. bei Lycop. clavatuni, findet man zwar im Grunde der nierenforniigen Früchte eine Art von kurzem Mittelsäulchen, welches gewöhnlich in zwei stumpfe Zinken ausgeht (Fig. 25, b.), aber kci- neswcges zur Befestigung der zahlreichen, die ganze Frucht erfüllenden Sporen dienen konnte und nur durch die einwärts geschlagene Substanz der an dieser Stelle verwachse- nen Klappenstücke gebildet wird. K.VULFUSS (d. Wes. d. Farrcnkr. S. 22.') sah an den noch zusammengeballten unreifen Sporen des Lycop. claialiini von jedem Kugelab- schnitte einen Faden ausgehen, wovon er auch an andern Arten eine Spur bemerkt haben will, und PalisOT de Be.\UV.\IS fand die noch unentwickehen Sporenkügelchen von Lycop. scandens ebenfalls durch Fäden zusammenhängend. Obgleich ich diese Fäden nicht bemerken konnte, so wage ich doch nicht ihr Dascyn abzuläugnen, glaube aber auch nicht, dass dieselben zur Anheftung der Sporen an die Wände oder am Boden der Frucht die- nen, weil man noch nie einen Zusammenhang der Sporen mit der letzlern wahrgenommen hat**). Ausser den Sporenfrüchten besitzen manche Arten, z. B. Lycop. Seltigo, L. litcidiilum und L. reße.xum, in den Blattwinkeln gegen die Spitze der Aeste hin Brutknöspchen *) Kaulfuss (^Enumer. ßlic. p. 22.) äussert, dass er bei Bernhardia dichotoma die bleichen, diirclisiclitigen, länglich -nierenförmigcn Köqicrchcn in den Kapseln nicht für wahre Samen lialte, obgleich er keine andern kör- nerförmigcn Thcilc finden konnte. Dass sie keine wahren Samen sind, ist gewiss, aber eben so gewiss sclicint zii seyn, dass sie die Fortpflanzungsorgane jener krj'ptogamischcn Pflanzen, d. h. die Sporen, darstellen. *♦) Beim Durchschneiden cincrFrucht \onL,ycopod. Seingo bemerkte ich zwar einmal .spinnengewebeartige FiWcn, die eher auf der Fruchtwand als an den Sporen festzusitzen schienen ; aber diese können auch zarte Schimmelfäden gewesen seyn, die sich in der h;Jbcntleerten und wahrscheinlich schon abgestorbenen Fruchlliiilie nach der vorhergegangenen Befeuchtung derselben gebildet liatten. Die Erzeugung solcher Fäden scheint besonders bei Pflanzentheilen , die schon getrocknet waren und zur Untersuchung in Wasser eingeweicht wurden , nicht sehen zu seyn, und man muss sieh daher in dieser Hinsicht vor leicht möglicher Täuschung hiilen. L Y k o p () I) i: i: \. 103 {gemmulae prulifuae) (Fii,'. 1, a. - Fi- ()0, 1,.), w.M„. nn iluen, (muii.Io mit vier bis sechs lilalltluii von vcrsiliinloiier (Irösse iitii{,'clirn . sind (Fi;,', (jl, ;i. |, ). Die K,„is|,clicn selbst hcstiheii ;uis ineliriTeM scliiippriiaili- sicli «lerkeiulen Ill.iltclien, \voT.,n das iiusscrsle und -rössle in zwei l,a|.|.cn -.llinlt ist i,ti<| eine fast uniKeUlnl lier/lonnigc Gestalt he- sitzt (Fi;,'. ()J, 1 ), wälirond von den beiden iibli^en das nadi aussen belindlirhe (a ) klei- ner ist, als das hinter ihm stehende (b.\ welches wieder ein ganz kleines schnpiienlorniiges, unter dem Finsdinlllc des /.ueila[.|.i;,'en aufgewachsenes Hlättchen bedeckt. A ti .1 I o III i .s V \\ (■ r P, ,• I 11. Der innere Hau der l,\ kopodeeii Isl im allgemeinen vollkonnnener als bei den Rhizo- karpen, und sie treten hiirin sdion den eigentlichen Farnen näher. Alle Lvkop.ideen, wenigstens unsre inländischen Arten, stiunnen darin überein, dass sie IM der Achse des Stengels mit einem einzigen Gerässbündd durchzogen sind. \\ enn daher ein Hdri/.onlalsdinill aus tlem Stengel irgend einer Art unter das Mikroskop ge- l)raclit wird, so sieht man im IMItldpunkte desselben den Durchschnitt dieses centralen Ge- fässbiiiidils als eine meist kieisrnnde Scheibe, welche bei den verschiedenen Arten von ver- schiedenem Imfang ist hihI worin die Gefässc auf mannichfaltige Weise, jedoch gewöhn- lich nach einer gewissen symmetrischen Ordnung verthcilt sind (Tab. XII. Fig. 44. 4>J. 49.). Den einiachsfen P.au und den Im \ erhall nlss zum Stengel geringsten Durchmesser zeigt dieses (iefässbnndd bei Lycop. Sr/ago (Fig. 39.); denn hier besieht dassdbc blos aus dicht gestellten, mit einzelnen IJasIzdIeii untermischten GcPässen und liegt unmittelbar in dem sehr lockern, aus cylindrischen /dlrn gebildelen Parenchym, weiches nur geo-en den Umfang des Stengels hin dichter, durch grünen harzigen StoO' gefärbt und daher als eine Art von Uindenlage mit der zarten Epidermis umkleidet, erscheint. Auch zunächst dem Gefässbündel werden die Zellen des innern faililoscn Parcnchyms — wie überall, wo Ge- fässc in einer Pflanze auftreten — kleiner und dadiirdi mehr zusammengedrängt. Mit die- sem Baue kommt der ?»au des Stengels von Lyrnp. ctnnoliniirn am nächsten überein, nur dass hier das (icfässbündel einen grösseren Durchmesser hat. Bei andern Arten, z. B. bei Lycnp. cla^altim (Fig. 44.) und L amiplamilum (Flg. 48. 49.), sind die (icfässe nicht in ein zusammenhängendes Bündel vereinigt, sondern in mehrere Partien verthcilt, welche unter sich durch ein feines, aber dabei lockeres Zell- gewebe getrennt und \oii diesem rund um lieklcidel sind, wobei häufig bald die den Ge- fässen zunächst liegenden, bald die im Umfange des lockern Zcllenkreises befindlichen Zel- len eine bräunliche Farbe haben. Um dieses aus wahren Gefässcn und lockern Zellen be- stehende Bündel zieht sich ein dichter, aus Bastzellen gebildeter Hing, der gewöhnlich sehr breit ist. Im Stengel des Lycop. dnüiciilaluni sieht man auf dem Ilorizontalschnitle zwei getrennte Gefässbündel, wie dieses schon von K.\UL FUSS (das Wes. d. Fa rrenkr. p. 25.) 14 • 104 L Y K P D E E N. bemerkt worden, welche zu beiden Seiten der mit Zellgewelie erfüllten Achse sich hinziehen. Da, wo eine Theilung in Gabeläste vor sich geht, tritt in jeden Ast eines dieser Bündel ein, und Avcnn man daher einen Ast bei seinem Ursprünge durchschneidet, so trifft man daselbst nur ein Centralbündel an. Dieses tritt aber sehr bald wieder in zwei Bündel aus- einander, welche sich dann wie die früheren verlaufen. Es ist demnach hier anzunehmen, dass ursprünghch — wie bei Lycop. Se/ago — nur ein centrales Bündel \orhanden ist, welches aber schon weit unter der eigentlichen Gabelspaltung des Stengels in die für die Aeste bestinmiten Gefdssbündel zerfällt, während diese Trennung des Centralbündels bei der letztgenannten Art erst unmittelbar unter dem Ursprung der Gabcläsle vor sich geht *). Wenn wir den Verlauf des centralen Gefässbündels bis in die Aeste und Wurzelza- sern verfolgen, so finden wir in der Lage und Verlheilung der dasselbe bildenden Ele- mentarorgane ein ziemlich gleiches Verhalten. Während aber in den Acsten das äussere Parenchym im Verhällniss zu dem Bündel zunimmt, tritt in der Wurzelzaser der unige- kekrte Fall ein, indem nämlich hier das Parenchym in gleichem Verhältnisse abnimmt. In beiden Fällen wird jedoch natürlicher Weise der Durchmesser des Gefässbündels selbst geringer, und indem dieses im Aste oder in der Wurzelzaser nach der Spitze zu immer dün- ner wird, treten die centralen Gefässpartien in seinem Mittelpunkte näher zusammen und stellen dann auf dem Horizontalschnitte mehr oder weniger regelmässige, meist vieleckige Figuren dar (Fig. 48. 49.). Wo eine Theilung in Gabeläste vorgeht, scy es nun im Stengel oder in der Wurzelzaser, da theilt sich auf gleiche Weise unmittelbar unter dem Astwinkel das centrale Gefässbündel in zwei kleinere (Fig. 42, b.) , wovon jedes sich nach einem Aste hin verläufl. Da ferner der Stengel und die Aeste bei unscrn Lykopodien sehr beblättert sind, und jedes Blatt mit einem Gefässbündel als einem Mittelnerven ver- sehen wird, so erblickt man jedesmal auf dem Horizontalschnitte die Schnittflächen dieser von dem centralen Bündel ausgehenden kleinem Gefässbündel als undurchsichlige, im durch- scheinenden Parenchym zerstreute Punkte (Fig. 44. 48. 49.), welche, je nachdem sie zu hoher oder tiefer stehenden Blättern gehörten, bald dem Mittelpunkte, bald dem Umfange des Stengeldurchschnittcs näher liegen und die bei den mit BasIrIngen versehenen Arien jedesmal eine solche Bastlagc als Begleiterin bis in das Blatt mit sich nehmen. Bei Lycop. Selago, wo die spiralig gestellten Blätter in acht Ficihcn sehr gedrängt um den Stengel herum stehen, gelingt es nicht selten, den Horizontalschnitt so zu treffen, dass die sich ablösenden kleinern Gefässbündel von dem Mittelpunkte aus so gestellt er- scheinen, dass ihre Schnittflächen mit der des Hauptbündcls in schöner Abwechselung je- *) Kaulpuss (das Wes. der Farrcnlcr. S. 25.) spricht von einer festen, Iiartcn Haut, wclclic das Gefässbündel im Stengel des l.ycop. denticulatum iimgiebt, worunter er oline Zweifel den aus Basizellen bestehenden Ring versteht , der jedoch , wie wir gesehen haben , im Stengel der meisten B;irlappartcn um das centrale Gefässbündel angetroffen und vielleicht nie bei den mit Gcfässcn versehenen Pflanzen ganz vcrmisst \vird. L \ K () 1» () I) i: i: N. !()-, dosnial eine rogcliiiäs.sif;f Oiiiii(iiii\ l)ililiii ( Fifj. .39.). Die Dun liscliiiillf der \icr iiiisscr- slcn DüiuIi'IlIicii falle» liier in dif diclilere lliiidenla^e und ;;rli(ii iiMinillclhar al.s Nerven in die IJläller über Die.se vuu deiu (."enlr.iliiiiudel al>{,'elieudeii Lleiuern Gefa-sshiindel sind ganz vorziij^licli dcullicli auf dem N erlicalscliiiille eiue.s L\ ko|i(idieu.slengel.s, z. \\ der lel/.l- gciiaiiulcu Art (^Fig. 40 ), zu rrkeuneii, wo .sie .sich iuinier eine ziendii lie Slredi- uuterliall) der Anliefluiig.sstelle des lllalles vmi dem Millell>ündel Ireniieu, in .schiefer Uieliluiif; — einen .spilztn Winkel iinl ilnn liIMciid durdi da.s lockere Parenrliym iiacli dem Ülatie aufsteigen und dieses als Nerve durcliziclien. Aid" der verticaleii Sclinilinaclic IritI auch der uuvoiikonuHcne Zellenhau des Parenchynis recht klar vor Auf^en, indem die noch gair/. srhiaudilormigen /eilen nur mit ihren schmalen Kndlliiihen lest zusanmieuhäiigen, mit den Seileidliichen al)er unter sich so locker verbunden sind, dass sie sich häufig in einzelne ladeniorinige Streifen ablösen und überall liii kenarligc lläunic zwischen sich lassen, die je- doch nur durch die leichte \ crscIuebLaikcil dieser Zcllcnsireifen Leim Durchschneiden entstehen. Das Parenchyni zwischen dem centralen (jefässbündel und der Oberhaut ist auch Itei den iibrigcn l>;irla[>j)arten sehr locker und bildet mir gegen den ( nifang eine diclitere, mehr oder weniger grün gei.irble, riudcuiihnliche Lage, obgleich bei manchen die Zellen schon eine mehr eckige, denen des vollkomnienen Zellgewebes sich nähernde Gestalt haben (Fig. 44. 48.). Nur Lyrop. dcnticulaliirn und seine Verwandten machen hiervon eine Ausnahme, indem bei ihnen die Hauptmasse des Parcnchyms zwischen dem Centralbiindel iiikI (lein Daslringe sich behndel (Fig. 50.). Auch sind bei der genaimlen Art im i\Iitlel- bündel die Gefasse in zwei kreisniiide Partien zusammengestellt, die aber beide doch nur ein IIaii|>lbiindel ausmachen. D.is lockere, zwischen dem centralen Gefa'.ssbündel und dem unnrebenden liastrinire be- iindliche Zellgewebe wird in den iillern Theilen des Stengels und der Wurzelzasern leicht zerstört. Es lässt dann an seiner Stelle eine Lücke zurück und dadurch scheint das Ge- fässbündel dieser 1 heile in einer hoiiien liöhre zu liegen (Fig. 42, a.), in welcher sich ic- iloch immer noch die Piesle des vertrockneten und zerrissenen Zellgewebes mehr oder we- niger deiilllili eikeiineu lassen Diese licberresle können dann leicht für Ouerfüden gchallen werden, vermillelsl deren das (jel.issbüiidel an die innere ^'\ and des Bastrin- ges befestigt zu se\ii scheini , wie dieses von KalLFLSS (a. a. O. S. 25.) geschehen ist. Wenn man jedoch diese \ermeintliclien llöhren bis in die jungem Theile der Pflanze verfolgt, so wird man sich bald überzeugen, dass sie ursprünglich jjci allen -\rten mit Zellgewebe erfüllt waren, und erst im Alter durch das Vertrocknen desselben entstanden sind Durch das Gefässbiindcl mit seinem Uastringc in der Achse des Stengels unterschei- den sich nun die Lykopodeen auf eine aulTallende W eise von allen höhern Gefas.spflanzen, indem weder bei den ^lonokotyiedonen noch bei den Dikolyledonen ein wahres centrales 106 L Y K P D E E N. Gefässbündel vorzukommen scheint*); denn selbst bei den Monokolyledonen , die sich im anatomischen Baue den kryptoganiischen Gcfasspflanzen am meisten nähern, indem ihre Ge- fässbündel nicht in Kreisen stehen, sind diese doch immer gegen den Umfang hin oder wenigstens mehr in der Mitte zwischen diesem und der Achse des Stengels befindlich, während die Bastzcllen häufig in besondern Bündeln nahe bei oder in der äussersten Lage des Parenchyms zerstreut sind. Bei Pilularia und Marsilea ist zwar auch das Gefässbün- del in der Achse des Stengels befindlich, es schliesst aber hier immer noch eine feine Markröhre ein. Es erscheinen daher in dieser Hinsicht die Lykopodcen selbst imtcr den kryptoganiischen Gewächsen als merkwürdiges und man kann sagen als einziges Beispiel; denn bei einigen Farnen, Avelche ein centrales Gefässbündel im obern Theile des Laubstiels oder in der Laubachse zeigen, wie Scolopendrium officinarum, Polypodium m/garc u. a., lässt es sich leicht nachweisen, dass dasselbe aus zweien oder mehreren Bündeln, die in der Basis des Laubstiels getrennt waren, zusammengeschmolzen ist. Nur bei einigen der kleineren Farne, z. B. bei Asphnium Ruia muraria, A. Trichomanes und Nothochlaena Marantae R. Br., lässt sich ein einzelnes centrales Gefässbündel schon vom Grunde des Laubsfiels an verfolgen. Bei diesen Pllanzen findet aber mehr eine blosse Blattbildung statt, und da der Laubsliel der Farne zwischen dem Stengel und Blattstiel der höheren Pflanzen gleichsam die Mitte hält, so ist es weniger auffallend, wenn er sich in den Fäl- len, wo er nur einen sehr geringen Durchmesser hat, durch ein centrales Gefässbündel mehr dem letztern nähcit. Wird der Yertikalschnitt genau durch die Achse des Lykopodienstengcls geführt, so kommen die einzelnen, das centrale Bündel bildenden Gefässe zum Vorschein und es zeiet sich, dass dieses keine Spiralgcfässe mit ablösbaren Fasern enthält, sondern aus lauter netz- förmigen Gefässen von sehr verschiedenem Durchmesser zusammengesetzt ist (Fig. 41. 45. 47.). Die langgestreckten Zellen des Baslringes erscheinen als feine fadige Röhrchen zu beiden Seiten des durchschnittenen Gefässbündels, zuweilen auch mit den Gefässen vermengt, und im verlängerten Fruchtstiel, z. B. bei Lycnp. davatum (Fig. 45.) scheinen sie auch in der Rinde zerstreut vorzukommen. Ueberhaupt nimmt in den Fruchtstielen, mo diese vorhan- den, das Gefä.ssbündel den grössten Theil des Iiniern ein, so dass in dem eben angeführ- ten Beispiele dieselben fast ganz durch das Gefässbündel ausgefüllt werden und im Um- fange nur eine dünne Lage von Zellen enthalten. Der innere Bau der Blätter wird aus einem Querschnitte derselben ersichthch und obgleich dieser Bau sich im Allgemeinen bei den meisten Lykopodeen ähnlich bleibt, so *) Kieser (Grundz. der Anat. der Pflanz. S. 100- ) gifbl zwar an, dass bei Caclus flui^tUifurnus und Crassula lactea die Gefässbündel wirklich im Mittelpunkte stehen : aber bei diesen Pflanzen ist kein rein centra- les (iefassbiindel vorhanden, sondern mehrere — bei Cactus flubelUformis zwölf — Geßssbiindel stehen in einem Kreise sehr nahe um die Achse des Stengels, doch immer noch weit genug davon entfernt , um eine deutlich er- kennbare Markröhrc und eben so deutliche Markstrahlen zwischen sich zu lassen. L ^ K () P () I) i: K N. 107 zeigt er (locli im Eiiizclnon einige N ersdiieileiilieileii, wudurtli dir Ncrscliiedcnc äussere IJc- sclialleidieit dir llLillcr Ixdiiigl wird Dir lldri/.oiilalsclinill rincs lUallrs von Lycop. Se- lago oder einer andern, dieser in der lilalllonn verwandten Art, er.selicint verschii-den, je iiaclidenj er durcli die jMilte oder die ]{a.si.s des IJlalles gePiilirl wurde, in Leiden Fällen erscheinen die Z,tllen des l'arencliynis, gleich jenen des Stengels, aul der Srhiiilinäc he rund und den grünen Zellen in der Iviiideid^ge ganz ähnli( li. Es zeigt sich ahcr auch, dass der auf der iiiiiLseile der Jlliillir hervorlrelende Kuj kein wahrer IJlallnerve ist, sf)ndern durch einen stark vorspringenden IJogen dir Olxihaiit gtliildd wird und nur niil l'.iren- clnni ausgelüllt ist, während das als Nerve das IJlatt durchziehende (ielässhiiiidel in der Mille der JJlatlsuhslauz liegt (^Fig. 52, a.)- Diese Lage des Jilallnerven hhiht in liezug auf das Parenchv tu diesclhe, wenn wir seinen ^ erlauf his zur Basis des ßlallcs verfolgen (Fig. .52, I).); hier ist aber nur die obere Hälfte der Schnilllläche mit Parendivm ernillt, und die untere Hälfte erscheint leer, ein /.eichen, dass die JUüller an ihrem (jrunde Indil sind. Dieses wird diirdi einen (^)uersehnilt des Stengels bestäligl , wcmi dieser so geführt wird, dass einige Llätter zugleich an ilinr r.;isis durchgeschnillrn werden. .Man sieht als- dann schon unter der Lonpe die Ilöhlinig der Jilallbasis (^Fig. 43.), und eine düiuie Scheibe des Stengels stellt sich nnler dem INlikroskope wie mit Handhaben versehen dar (Fig. 39.). Auch der \ erlikalschnilt (Fig. 40, a.) zeigt deutlich, wie sieh die vom Stengel narh dem Blatt übergehende Üjjirhaut nicht am Grunde, sondern erst gegen die Mille .s|ici( lici l.yntp Srldf^n, l. Iiiciduliiin und A. rffliMiiii lialicn iiiiiiui- riiie clw.ts llriscliige Consistoiiz. Iliir Oljorliaiil Ijcstclil .ins meist sc'clissciligi'ii /.i-llcii uiul isl wie lici ilcii iihri^cii Itliillerii mit SjKillodimii^cii versc- hen (Fi;;. ()•<, ;i ) Sic sclieiiieii mil ;;irni(iii. koiiiif^ein Slolle effiilll , der .sich hesunders an den ^^ iiiiihii ;il);^il.ij,'ert h.il. \).\s l';ii(ii(.li\ in dieser IJliitlrheii ist f,deiehfall.s sehr hicLer, aus sehl.unhluriiii^en Zeih-ii f^ehildel, wekhe iheilwcise durch einen grünlichen, köniii^en Inhah stark gelrül)t sind (Fig. (ii, h.). Auch sie werden von einem feinen, den Nerven biMenden Gef.isshündelchen diiiTh/.ogen, und in (hui grösseren /.weila|)jjigen LIallc des Knösnchcns erhäh jedes Läppchen sei» eigenes ISiindehdien. Der Bau dir IVm( lillnillc isl rein /eilig und .sclhsl in das kiir/.c Fniclilslielchen gehen Leine Gefässe ein, wie man Irii hl aus cincin \ iilikalschiiitle des Stengels von Lycop. Se- lago (Fig. 40, h.) enlnehrinii kann, wo das nahe unler dem AuheOuiigspiinkte der Frucht vorbeiziehende und in das IJlall übertretende (leiässbündel kein Stilinbiindel für jene ah- giebt, daiier das Fruchlslieldieu nur mit dem Parenchyui der Uindenlage des Stengels zu- sammenhangt und hliis ans /.clli'u bc.siclil. . Bei diu iiierenlormigen Früchlcn isl die Fruchthülle meist lederarlig, und es lassen sich in derselben deullich zwei Zelleiilagen unterscheiden, wovon die äussere aus längruhen, vom Anheriungs[)unkle des Frnchtslielchens in strahligen Ueilien ausgehenden Zellen be- steht, die nach dem Rande ininu'r weiter, aber auch kürzer werden und emirn h in dem Rande selbst am kleinsten und gediäiiglesteii crsclieinen (Fig. 57.), während die innere Fruchtwand aus verhällnissuiässig breitern Zellen mit schön geschlängelten ^^ änden be- steht (Flg. 55.): (IdcIi werden gewöhnlich auch in dir äussern Lage gegen ihn iiami hin die Wände der Zeilen mehr oder weniger geschlängelt. Jk'i Lycop. inunJalum , wo die Fruchthülle mehr häutig isl, haben die grossen Zellen der äussern Fruchlwand eine lang- gestreckte, dem Sechsecke sich nähernde Gestalt, und dadurch, dass sie die fast paralleleu Ouerwände der Innern Zollenlage durchscheinen la.ssen, sehen sie wie durch Scheidewände unterbrochen ans (Fig. 50.) und erhalten einige Aehulichkeit mit den sonderbar gebauten Zellen in den Rlättern der Sphagnum -Arten. NMe die vierknöpfigen Früchte von l.yrnp. he.heticum (Fig. 5^.), L. selaginoidfs (Fig. 59.) iiiul ilrii iliiien verwandten Arten von den nicrenfÖrmigen schon in der Gestalt der Klappen abweichen, so unterscheiden sie sich aiuli von diesen durch ihren eigentliüiu- lichen Zellnibau. Die Fruchthaut isl zwar auch aus zwei Zellenlagen zusammengesetzt, aber die Zellen beider Lagen scheinen nicht verschieden. Sie sind mehr oder weniger sechsseitig und durch breite Intercellulargänge geschieden. Nach den Rändern hin werden diese Zellen kleiner und bei L. selaghwides bilden sie eine gleichsam sirahlige Einfassung. Hier sielit iikui auch, dass die Einschnitte auf beiden Seiten der iln/.clnen Klappen ur- sprünglich nicht in ilim Zellgewebe angedeutet ^^aren, sondern durch gewaltsames Zerrelssen vom Rande aus beim Aufspringen der Frucht entstanden sind. Ucbrigens ist es schwer, 15 110 L Y K O P O D E E N. (Jen Zellenbau der Fruchthiillen auf bestimmte Gesetze zurückzuführen, indem hierin fast jede Art irgend eine Eigenthünilichkeit zeigt und bei manchen beiderlei Früchte in ihrem anatomischen Baue sich sehr ähnlich sind. So findet man z. B. bei Lycop. canaliculatum in den Fruchthüllen der einen und andern Form einen dem in Fig. 59. dargestellten ganz ähnlichen Zellenbau. Der Inhalt der staubfeinen Sporen in den nierenfürmigen Früchten ist wegen ihrer ausserordentlichen Kleinheit schwer zu erkennen. Doch scheint es , als ob jede einzelne Spore aus einer besondern Membran bestehe, welche mit einem feinkörnigen Wesen erfüllt ist. Bei manchen Arten wird man in der Mitte der Spore einen hellen, nabelartigen Fleck gewahr (Tab. XI. Fig. 23, a. b.), dessen Bedeutung aber nicht zu errathen und der viel- leicht blos als eine mehr durchsichtige Stelle im Innern der Spore zu betrachten ist. Bei Bernhardia erscheinen die länglich -nierenforniigen Sporen fast durchsichtig. Je nach ihrer verschiedenen Lage lässt sich häufig ein dunkler Längsstrich in ihnen erkennen; es scheint aber, dass die Sporen auf der einen Seile flach oder etwas vertieft, auf der entgegenge- setzten Seite dagegen gewölbt sind unil dass der dunkle Strich die Gränze dieser verschie- denen Flächen bezeichnet und dann zum Vorschein kommt, wenn die Spore auf der Seite liegt, so dass die eine Hälfte der gewölbten Fläche und die ebene oder vertiefte Fläche gegen das Auge gekehrt sind (Fig. 30, c). Die grössern Sporen, welche ausser den staubfeinen bei Lycop. selaginoldes., L. dcn- liculatum, L. helveticuin u. a. m. vorkommen, sind von einer ziemlich dicken und harten äussern, und von einer dünnen, zarten innern Haut umschlossen, die sich aus der reifen durchschnittenen Spore von Lycop. denticu/nluin, vermittelst einer feinen Nadel, ohne viele Mühe herausziehen lässt (Fig. 38 *, c.). Auf dem Durchschnitte (Fig. 34, c. Flg. 38 *, b.) hat der Inhalt eine weisse oder grünlich -gelbe Farbe und sieht ans, als ob er aus blasi- gen Zellchen gebildet sey. Beim Zerdrücken der Spore auf einer trocknen Glasplatte tritt dieser Inhalt gleich einem trüben Oel- oder Schleimiröpfchen heraus; dieses zeigt sich un- ter hinlänglicher Vergrösserung aus grösseren und kleineren Bläschen zusammengesetzt, in welchen äusserst feine Körnchen zu erkennen sind, die man auch rund um dieselben auf der Glasplatte zerstreut sieht (Fig. .'i8 *, c). Es lässt sich jedoch nicht die geringste Spur eines eingeschlossenen Embryos bemerken. Geschieht dieses Zerdrücken unter einem Was- serlropfen, so verlheilen sich die austretenden Bläschen und Körnchen nach allen Richtun- gen in demselben. Merkwürdig ist es , dass selbst bei den grössern Sporen von Lycop. selaginoides , die sich beim Trocknen der Plianze unten gewöhnlich in eine starke Vertie- fung zusammenziehen (Fig. 38, c. d), nach mehreren Jahren noch der schleimige Inhalt beim Durchschneiden oder Zerdrücken derselben heraustritt, ein Zeichen, dass diese Sporen sehr lange ihre Lebenslhäligkeit behalten. Die Wurzelzascrn werden, wie schon bei Betrachtinig des Stcngelbaues erwähnt wurde, von einem centralen Gefässbündel durchzogen, welcher durch eine dünne Lage von lockern [. ^ K () P O I) K K N. 111 Zolim von (lern Baslriii}i;r •^clrciiiit ist Diese l«« Lere Zelleiil;ige ver.scliwindel auch liier im Alter, so il;iss d;is (lelassl)iiiulel in einer röluiijen Lücke r.ii liegen sclirint (Tab. XII. Fig. 42, n. 1).). \>'o «i.is eiijenllii lie (ieliisshündel im Slen;;( I in inelirerc Gefässparliecn geschieden w.ir, treten diese hier wie im Aste in eine regelmässige vielecLige Figur zusam- men, wie man leielit inif dem Onersi Imilte einer \\'nr/.el/.aser von /.^ro/». r/«t'rt/i/m (Fig. 46.) erkennen kaiui. Häufig ist die \\ ur/el/aser nur sehr locker mit ihrer Oherhaut umgeben, wo sich die letztere sehr leicht alislreileii liissl. Im Umfange eines solchen Querschnittes sieht man noch die äusserst feinen filzarligen Seiten/.iiscrchen, die hei manchen Arten, z. B bei Lycop. Sf/iiffo (Fig. A'J, a. b ) die N> urzelzasern mehr oder weniger dicht bedecken, als durchsichtige, (adenartige, aus der Oberhaut entspringende Zellchen. • .'). KiilwirkoIiinf,'.s - und F.ohoiisgosrhirhte. Dass die L\ Luiuxlccii aus den Sjxiren aufkeimen, ist keinem Zweifel unterworfen, da das Keimen von iinliicren glatd)\vürdigen IJeobachtem wahrgenon)nicn worden ist. Im Jahr 1792 stellte LlNDSA^, ein englischer Wundarzt in Jamaika, glückliche Keimver- suche mit den Sporen des Lyropnd. nrnuuin an. Aber schon 1779 zeigte JOSEPII Fox, ein ^yebcrgescllc aus ISorwich, dem gelehrten SmitH junge Pflanzen von Lycop. Selago, welche er in seinem Garten aus Sporen gezogen hatte fvergl. US'IEI\I Ann. Stück 20. S. 55 — 57.): >> II. F. DK.N OW {Sper. planl. Tom. \. p. VIII.) versichert gleichfalls, das Kennen von l.ycop. cla\'alnm atis Sporen gesehen zu haben. Alle diese Zeugen geben an, dass sie durch die Aussaal der staubfeinen Sporen zahlreiche Keim{)nanzchcn erhielten; keiner derselben hat jedoch den Entwickelungsprocess gehörig beschrieben, und es müssen uns daher noch künftige Aussaat- Versuche über die Art und Weise, wie derselbe vor sich gellt, belehren. Aber nicht blos aus den staubförmigen Sporen entwickeln sich junge Pflanzen. Nach iJliOTF. RO und S.\I.IsrJL"KY keimen auch die grossem Sporen, welche in den vierknöpfi- gen Früchten enthalten sind. Sic beobachteten nämlich die keimenden Sporen grösserer Art bei Lycop. (Inificulaluni; aber die Abbildungen, welche S.tLISBURY {Trimsacl. nf ihr Lirin. soc. \ ol. \!I. Pars. II. Tab. 19.) davon gab, zeigen eine zu grosse Uebercin- stimuiung iiut den beim Keimen dikotyledonischer Pflanzen vorkommenden Erscheinungen, als dass man nicht die Iiiehtigkeit derselben in Zweifel ziehen sollte, da die Zeichnungen wahrscheinlich aus einer lieobachlungsweise hervorgingen , die nicht frei von Täuschung oder von Norurthcil war. IltlOTEIU) lunnt den Sporcninhalt Dotter (/7/r//w.O und S.\- I.1SBUKY lässt aus diesem zwei vollkomnu'ne, auf einem Stielchen sich erhebende Samcn- lappen mit einer mehrblättrigen Genimula, die sich gleich über den Kotyledonen in Gabel- iistchcn theilt, hervorkommen. 15 • 112 L Y K P D E E N. Uno-eachtet der Zweifel, die uns vor der Hand noch über die Entwickelungsweisc des Pflänzchens aus der Spore bleiben, ist doch das Keimen selbst durch die angestellten Ver- suche ausser Zweifel gesetzt, und wenn wir die grösseren Sporen mit ihrem krumigen In- halte und ihren doppelten Häuten betrachten, wie sie zu mehreren in wirklichen Frucht- hüUen ein"^eschlosscn sind, so lassen sich dieselben wohl nicht, -wie von mehreren Schrift- stellern geschehen ist, mit Brutkörnern oder Brutknospen vergleichen, da zumal bei Gefäss- pflanzen kein einziges Beispiel bekannt ist, wo solche Brutorgane in besonderen Fruchthül- len eingeschlossen oder gar mit eigenen Häuten, die nicht in die Bildung des aus ihnen sich entwickelnden PlL'inzchens eingehen, versehen wiiren. Ich bin daher eher geneigt, bei- derlei FructificationstJicile mit GaeUTNER, Wähle?) BERG und Si>RENG£L für Or- gane von gleicher Bedeutung zu halten. Als wirkliche Brutorgane stellen sich dagegen die schon mehrmals erwähnten schuppi- gen, fjst herzförmigen Knospchen dar, welche bei manchen Arten in den Blattwinkeln ge- gen die Spitze der Aeste hin vorkommen. Diese fallen ab, treiben Wurzelzasern und wach- sen unmittelbar in junge Pflimzchen aus, indem sich über den Lappen des grösseren Blält- chens die übrigen kleineren BJättchen auf einem Stengelchen erheben und dann nach oben innuer neue Blättchen entstehen, während die Lappen am Grunde sitzen bleiben und viel- leicht, wie die Kotyledonen höherer Pflanzen, dem jungen Pflänzchen so lange die Nah- rung reichen, bis die nach unten sich entwickelnden Würzelchcn zu dieser Funclion stark genug sind (S. S TU RM'S Deutsch]. Flora Abfh. IL Bd. 2.). Bei Lycop. Selago sieht man daher häufig am Grunde der jungem AsUriebe die Blätlchen, welche die abge- fallenen Brutknospen des vorigen Jahres umgaben, büschelweise auf sehr verkürzten Stiel- chen sitzend, wirtelförniig um den Ast gestellt (Tab. XII. Fig. 60, a), während zwischen den noch um den Gipfel hcriun stehenden diesjährigen Brulknospen schon der Asttrieb für das folgende Jahr einer geschlossenen Endknospe gleich erscheint (_Fig. 60, b.). Es ist schon früher erwähnt worden, dass die Lykopodeen keine Hauptwurzel haben und sich entweder durch Sprossen aus der Spitze oder durch Ausläufer verjüngen, welche letztere seitliche, bald kriechende, bahl aufrechte Acsle treiben, und dass sich bei vielen Ar- ten die jährlichen Triebe leicht unterscheiden lassen. Alle diese Triebe sind beim Auv schlagen nicht eingerollt und unterscheiden sich nur dadurch von den altern, dass ihre Blätter gedrängter stehen und nach oben knospenartig zusammenschliessen , w^odurch bei manchen Arten mit gekrümmten einseitswiindigen Blättern, z. B. bei Lycop. clmatum und L. inundaium (Tab. X. Fig. 2.), die Spitzen der Triebe gebogen erscheinen. Sie sind je- doch nie schneckenförmig eingerollt, wie die jungen Wedel der Farne, und stehen bei den meisten Lykopodeen gerade in die Höhe. Durch die alljährliche Verlängerung aus der Spitze, welche bei dem kriechenden Stengel oft sehr bedeutend ist, währeud der untere und ältere Theil desselben in eben dem Verhälüiisse abstirbt, kann er allmälig auf eine gewisse Strecke fortwanderii, so dass er nach >'crlauf von mehreren Jahren seine ursprüngliche 1. Y K () p () I) i: K N. ii:{ Stelle £^.1117. voriiiulorl, und ini ilcii Ailfii, ilcrcii Aosic wie ili-r Slcni^fl wiir/.eiiid illjn- d'w. Enlf liiiilvri('( licii, /. 15. lu-i l.yrop. inun/n (iicstllic dun h ihif schwammige Slrmlur IiimiikIii.s geeignet erscheint, iiiul (l:i >ic ;in ein/.cincii NN urzel/.asem fehlt, so ist wohl anzunehmen, dass sie von /.eil zu Zeit abgestossen und durch eine neue Hülle ersetzt wird. Doch scheint diese mutzen- Itirmige Hülle nicht ausschliesslich zum Sangorganc besliunut zu scj n, da ohne Zweilel die zarten fadigcn /.äserchen, welche in manchen Fällen in grösserer oder geringerer Menge der ganzen NN nrzelzaser entlang vorkoiinncn (\Ai. X. F'ig. 1. — Tab. Xll. Fig. 64.), die nämliche J)estimnniug haben. AVas aber besonders ilir die einsaugende Function jener lockern lliillc .siirichl, ist der Umstand, dass diese Seitenzäserchen In andern Fällen gar nicht oder dix li nur In sehr geringer Menge wahrgenonnnen werden *). Die halbreifen nicrenlormigen Friichle sind oben noch geschlossen, nnd wenn wir In diesem /uslande einen Verticalschuilt nach dem schmälern Durchmesser derselben führen (Tab. M. Fig. 24.), so fniden wir die ganze innere Höhlung mit halbcnlwickellen Spuren angefüllt, welche unter einem NVassertropfen zum Theil hervortreten und sich im Ui)dauge des Durchschnittes zersIreiuMi. Sic sind also schon in Ihrer Jugend ohne sichtbare Anhel- lung; nur an den Innern NN'änden der Frucht sieht man die ziniächst liegenden locker an- hängen, so dass es beinahe scheint, als ob die S|ioren ursprünglich als Zellenbläschen aus den NNiiiulen der Fruchlhiille selbst hervorgequollen v\ären. In diesem Zustande zeigen die Sporen eine äusserst zarte, durchsichtige Nlembran, In deren Mille ein dunkler l'unkt sich befindet. Dieser vergrösserl sich später und füllt endlich die ganze Membran aus, •) Die foincn ZoUon mit strcifinneisi- iindiircIisiililJfirn Punklon, «clilie Kai'lfcss (das Wcs. der Farrcnkr. S. 25. 11. ai). Fig. 4.}.) nn den vcidiikttn Enden der Wiiraelzasern \on Lycop. denliculalum bejtbreibl und ab- bililit, konnte ieh weder an dieser noeb an irgend einer andern .\rt wwlirnebnien. Dagegin \>\. diese Verdickung der Wuraelendcn niclit blos der genannten Art eigen, sondern aneli nocb bei uielireren andern Arten von mir beob- achtet worden und sie kommt viellciclit bei allen Lykopodeen vor. 114 LYKOPODEEN. welche nun die cigeniliche Sporenhaut zu bilden scheint. In den vierknöpfigen Früchten sind die vier grösseren Sporen in der Jugend mit ihren nach dem Mittelpunkte der Frucht «»^ekehrlon Spitzen fest zusamnicnh'nngend und trennen sich erst bei der Reife von einander. Schon sehr frühe lassen sich an den jungen Trieben die Fruchtansätze als grüne Knöpfchen in den illattwinkeln oder unter den Deckschuppen der aus den Astgipfeln sich entwickelnden Fruchlkäfzchen erkennen. Anftings sind diese Deckschuppen fest angedrückt; bei der Pieifc biegen sie sich aber mehr oder weniger zurück, die Früchte öffnen sich und streuen den staubfeinen Inhalt aus. ßei den vierknöpfigen Früchten geschieht dieses Auf- springen mit einer gewissen elastischen Kraft, so dnss die grössern Sporen auf eine ziem- lich weite Strecke fortgeschleudert werden. Dieses lässt sich leicht beobachten, wenn man reife Früchte dieser Art, die vorher befeuchtet worden, auf einer Glasplatte abtrocknen lässt, wo sich dann die Klappen plötzlich zurückschlagen und die Sporen in einem Eogen von sich schnellen. Die nierenförmigoi Früchte bleiben aber noch geraume Zeit nach ihrer Entleerung auf der Pflanze silzen und bei den kälzchcntragenden Arten fallen sie erst mit dem Fruchtstande selbst ab , während die vierknöpfigen Früchte nach dem Ausfallen der Sporen gewöhnlich nicht mehr angetroffen werden. Bei weitem die meisten Lykopodeen sind mehrjährige Gewächse, was schon aus der An ihres ganzen Wachsthums hervorgeht, blanche Arten scheinen sogar ein ziemlich ho- hes Alter zu erreichen, da bei ihnen der ältere Theil des Stammes in den Zustand einer freilich nur unvollständigen Verholzung übergeht. Sie sind immergrüne Pflanzen; ihre ei- gentliche V^egetationsperiodc und die Zeit der Fruchtreife fällt jedoch in den Sommer. 6. Vorkommen und geographische Verbreitung. Die Lykopodeen lieben zwar vorzüglich einen mit Damnierde versehenen Boden und wachsen daher am freudigsten an solchen Stellen, wo eine reichliche Dammerdebildung vor sich geht, wie in Laubholzwäldern; aber manche Arien finden sich auch auf sumpfigem oder auf trockenem und sandigem Boden, und andere überziehen selbst Felsen und Steine, jedoch immer erst dann, wenn sich auf denselben bereits ein Anflug von Dammerde gebildet hat. Ihre Standorte sind gewöhnlich nördliche, erhabene und schallige Lagen. Daher findet man sie häufiger an den Abhängen der Berge als in den Ebenen, und in den Alpengegenden steigen sie nicht seilen bis in die Nähe der Schneegräiize hinauf. Doch finden .sich auch Arten welche mehr den INiederungen und Flächen angehören, wie Lycopod. inundutiitn und andere, die si(h von den Bergen herab bis in die Thäler und Ebenen verbreiten, wie Lycop. heheticniii. Eben so ausgedehnt ist auch ihre Verbreitung unter den verschiedenen Zonen der Erde, v.lewohl jeder Himmelsstrich seine eigenthümlichen Formen aufzuweisen hat. So kom- men in der kalten und nördlichen gemässigten Zone nur Arten aus der Gattung l.ycopo- I. Y K P O I) K i: N. 11.) diitin vor, wiilupiid p;mi ander»' Foriiu-ii dieser mikI alle Aiirii dir iiliri^eii (jalltiiigcn \\c- wohner der südlielieii llalliLiijjel sind. W inii w'w .d« i die (jpsüiiinilverljrcituii^' der Ly^o- podcen über die Erde verfolgen, so finden wir .sie in der allen \N < li mhi diu Inseln de.s .stillen üccans ühcr Japan, O.slindien, durdi gaiii Asien liis naeli Siliirien nnd Kanil.'tclialLa, ferner von dem \ iiri,'eliiri,'e der i;nlen Ilollnniif,' Li.s zinn iiürdlii lien AfriLa, nnd iiijer gaiii Europa l)i.s iincli l.appland zer.sireut. Sie /.eifjen .sidi in Nenliolland, mid in Arnerila wer- den dieselhen von der siidliilisten Spil/.e (dem Ma','lielan.s - Lande) bis /.nni lioliea Norden, in Grünland, angelroflen, m> dass sie zu den am weitesten über die Erde verbreiteten Fa- milien des IMlanzenreichs zn zählen sind. Die Zaid der i)ekannlen Arten dieser Familie hat sich in den neueren /.eilen dnrrh die Reisen nach eMtienilen ^^ ellllieileii sehr bedeutend vermehrt. L I N \ f: lührle in den frühern Ansi^aben seiner Spfcits j)l(inliiriini, dann in dem Supplemente nnd in den Alan- iJssen zusannnen nur 18 Arten aid". In der vierzehnten Ausgabe des Syslemti \Pj^etiihiliiini, weiche MlllKAV 17^4 besorgte, ^Nurde diese Zahl auf 1"J vermehrt. SuAlil/, {^Synop- sis filic. 1806.) giebt schon 68 Arten an mid \\ 1 1. 1. u K.N ()\v brachte in seiner Ausgabe der Liiiiieisi Ken Sprn'rs p/nnt. (\iA. \. |S|().) dieselbe anfüö. In S T K l D K I, ' .S Nornen- clat. (planl. rrypl. 1824.) sind endlich 162 Lycopodeen angegeben, nnd wenn auch darun- ter manche unächle Arten sich befinden, so können wir doi Ii aniieliiiieii, dass mit den von K.MJLFISS {Enuinenil. ßlic. 1824.) neu aufgestellten Arten, welche A V. Cll.\Ml.ssO von seiner Heise nni die Welt niilgebrachl hat, gegenwärtig 160 Arten ans dieser Familie bekannt sind *). \ oii diesen gehöieii 10 .\ilen, und mithin der sechszehnte Theil, unserer deutschen Flora an, welche ihr jedoch nlrlil an.sschliesslich eigen sind, sondern zugleich auch mehr oder weniger den Iloicn der angrenzendeu Länder angehören. 7. CluMiii.srlic ]>t'.s|;iii(llh('ile. Die staubfeinen Sporen von l.ycopoditiiu clinalunt hat liuCllOI.Z analysirt nnd darin gefunden: rollcnin 89, 5; schleimiges Evtract 1, ö; Zucker 3, 0; fettes Oel 6, 0. Aber schon früher haben NeüMAW.s und I» EUG JUS dargcthan, dass diese Sporen einen wachs- artigen Sloft. wir der Pollen dir IMi.iiienigamen entlialleii, (dnie deii.selbeii jedoch als eige- nen Stod zu iinicrscheiden. Ausserdem ist nur nocli die chemische Analyse der IMlanze von Lyrop. aiinpfunitliiin bekannt. Sie enihäll : grünen harzigen StolV; Evtract, viele cs- •) Desvai'x, uclilicr {_I'ri'(lriim. ßHinm, in .J/irin/<:i de la .locic'l. Liks. de /'ans. Mai 1827. p. ISO — 192.) inclircn- Barla|)i>,iilon vcicinl;;!, i;Iil)l in Allem nur IjO Arien der ].>ko|)Oilcon an: d.i er al>er der von Kaulfusi (a. a. O.) bcscliricbenen neuen Arien nicht crtv.'ilinl, so sclieint iliiit dessen Sclirift iiohekannt geblieben zu seyn, «nd es ist alsdann immer nocIi die oben angegebene Gesammtzabl anzunehmen. Sprengel (Syst. veget. ed. XVll« Vol. IV. P. I.) nimmt zwar, die neuen Arten von Kaulfuss mit einbegrifTen , nur 143 Arten der Lyliopodccn «n, er ist aber auch wollt iin Zusainnicnwcrrcn derselben etwas zu weit gegangen. 116 L Y K P D E E N. sigsaure Alaunerdc und andere Salze enthaltend; Holzfaser und Pflanzenmark (Gefdss- und Zellsubstanz); Kali; Kalkerde; Bittererde; Mangan; Eisen; Kupfer mit Pflanzensäure und mit Schwefelsäure verbunden. Das Decoct dieser Art wirkt, wie das von Lycop. clavatunt und L. Selago, Brechen erregend. Sein Geschmack ist bitterlich, eine Zusammenziehung im Schlünde hinterlassend. 8. Nutzen und Gebrauch. Die staubartigen Sporen sind es, welche hauptsächlich von Lycop. clavatuni, L. anno- tinum und L. Selago gesammelt und unter dem Namen Bärlappsamen, Hexenmehl, Blitz-, Streu- oder Moospulver zu verschiedenen Zwecken benutzt werden. Sie sind in der Pharmacie unter dem Namen Puhis s. Semen Lyropodi'i bekannt, wo sie besonders zum Bestreuen der Pillen dienen, um das Aneinanderkleben derselben zu verhindern. Auch bedient man sich dieser pulverigen Sporen , wegen ihrer austrocknenden Eigenschaft zur Heilung der wund geriebenen Stellen bei neugebornen Kindern. Da sie sich ferner sehr leicht entzünden, wenn sie durch die Flamme eines Lichtes geblasen werden, so werden sie auf Theatern zur Nachahmung des Blitzes u. dergl. m. angewendet. Auch sind sie wegen ihrer Eigenschaft kein Wasser anzunehmen und wegen ihrer ausserordentlichen Feinheit, ohne dabei wie andere fein zerthcilte Körper leicht zu zerstäuben, zu manchen physikali- schen Versuchen, z. B. zur Darstellung der Lichtenbergischen Figuren vermittelst des elek- trischen Funkens und der Chladnischen Klangfiguren, sehr brauchbar. Das Kraut von Lycopod. clavutum soll die Kraft besitzen, die Weine zu verbessern, wenn sie schaal werden oder umschlagen wollen; daher auch der Name Weinkraut. In Russland, Ungarn und Gallizien soll nach Heinr. V. M ART! US (Zeitschrift für Na- tur- und Heilkunde von C.VRUS etc. Bd. 5. Heft. 2. 18i7.) der Absud dieser Pflanze ein häufig angewendetes Yolksmittel gegen die Wasserscheu seyn. Das Decoct von Lycop. Selago wird noch zuweilen in Schweden und Russland als Purgir- und Brechmittel be- nutzt, jedoch nur in sehr kleinen Gaben, weil es sonst leicht Convulsionen erregt. Es ist wirklich zu den narcotischen Giften zu zählen, wie ein in BUCHNER'S Repertoriuvi (XIV. 2. p. 311.) angeführter Fall einer zufälligen Vergiftung damit beweist, wo es sehr ernsthafte Zufälle erregte. Auch als Wurmmittel und in der Thierarzneikunde findet diese Pflanze zuweilen noch ihre Anwendung. Aus Lycop. elevatum verfertigt man in nördlichen Ländern Fussteppiche. Endlich lassen sich die meisten Bärlapparten zimi Gelbfärben der Wolle benutzen, und mit Lycop. coinplanatuni wird durch Zusatz anderer Färbemittel selbst eine rothe Farbe hervorgebracht. L Y K l> () I) i: i: N. 117 9. Fossile l cltcrrcslc. Unter den fos-^ilen I'naii/.eii kotniiieii iiiclirere vor, die, ol)glei( li imisi von IjauriKirligPr Grösse, einen den L\koj)odeen älniliclHii Ilahilus Leiitzen. Sie Lüden die Güllung l.yco- poJio/ilts S( II LOT Jl •). \ iele liierlier geliürij^en Arien sind /.um I liiil no( li mit ilnen niiiltern besetzt und manclie K\eni[)lare von su bedeutender Grösse, dass man die Art ihrer N erzweigung deiit- licb erkennen kann So hat SlKUNliKIlC (N ers. einer geogii. bot. Darsl. d. Flor, d. Vorw. Hell I Tal) I) unter dem ISamcn Lycopodioliles dichutunius einen 12 Sclmh hoben Slannn abgi Inldel , web her in sieben Gnbel.spaltungen sieb wiederholt verzweigt. Diese Art der \ er/.weignng Inidet man antb bei andern, wo die gewonnenen Exeinjilarc einen lunlanglicb grossen llieil der Pflanze darstellen, wie bei Lycupodioliles selaginoides StEHNB. (unsere Tab. \III. Fig. 4.). Der Slannn die.ser IMlan/.en ist über und über nnl .^(■hll|l[^en^irnligon Marben, \iin den abgefalliiun iilällirn lierrübrend, bcdeikl, die l)alil eine mein' oder weniger eirunde, bald iinc ranicnlörmige Gestalt haben, z. 15. Lycopodiol. dichtdniniis Stersh. (Fig. 5.) und L. (Jphyurus 5 y ^" // A' .ff. (Fig. 6, a. b.), — selbst berz- fiirmig vorkonmien bei A. rordalus S r r: n s B. (n. a. O. lieft 4. lab. 56. Fig. 3) und auf der ein kleines Sehildchen bildenden Stelle, wo die ßlätler eingefiigl waren, häufig ei- nen verliellen Punkt — • das Ende des in das Ulalt austretenden Gefässbündels — zeigen. An (iiii Aslgipfcln haliin .siili gewöbniicb noch die durchgängig schmal lanzclliiclien, linea- lischen oder borslenformigen lilatter erhalten, durch welche zuweilen der Ast selbst ganz verdeckt wird, wie dieses bei Lycopodiol. insignis SvEIiy B. der Fall ist. Bei vollstän- digen Exemplaren sieht man, dass die ^larben und folglich auch die Blätter in Spirallinien um den Stannn stehen. Ausser den vier bisher genannlen Arien fiihrl SlKRMti: UG (a. a. O. j). MII. u. IX.) noch sechs Arten dieser fossilen Gattung auf, und wahrscheinlich wird diese Zahl in der Folge sich noch vermehren, da thcils noch viele Pflanzenabdrücke unbeschrieben in den Sannnlungen liegen, theils aber in vielen kohlenwcrken denselben noch nicht die gehörige *1 SxEK.^BEm; nimmt iVcrj. Heft 4.1 fliese G.itliing cbcnfulls an und zaiilt mclirfrc Arten Iiicrlicr, nclctie rr frü- Ijcr aLi Hl siimr ünttiinn l.ejiidodtndron gi-liiiri», bcscliricljtn li.illc. Ad. Bbongniakt, wolclicr (Clasiif. des fe^sre/. J'nss. ]>. J.l — Js.) die Vunvandtscli.il't dieser fossilen Pfl.inien diircli Vergleiiliuiig mit den jelxl lrt>rn- den Lyko|)odeen silir sclKirCsinnig .iiiscin.inder setzte, \er.inderlc den G.ittiingsnanieD in Lycopoditcs, unteri>rliied aber noch eine Gattung Suj^enaria., in wclilic er mehrere vvalire Lykopodioliten mit andern, nicht hierher gehöri- gen fossilen Plliinzen ziisanunenbrachtc. Dem von Sciilotiieim gebildeten Namen gebührt jedoch, ala dem iüte- ren, das Vorrecht. — Der nescntlithe CIwrakler dieser fossilen Gattung ist nach Stkrniifrg (a. a. O. p. Vlll.) folgender: ,Caudex arboreus (r. herbaieus) dichutoiiit ramostis , cortice a foliorum Ippsu cicafrisalo, cicalriciOiif nudii v. foliij'eris.' 16 118 L Y K O P O D E E N. Aufmerksamkeit gewidmet wird, um gut erhaltene und möglichst vollstilndige Exemplare zu gewinnen *). Durch die Art der Verzweigung der LA'kopodiüIItcn- Stämme, durch die Gestalt und Stellung der Blätter scheinen sich diese vorweltlichen Pflanzen sehr den Lykopodeen genä- hert zu haben. Die meisten der letztern sind, wie erwähnt, sehr regelmässig, wiederholt gabelspaltig und die herrschende Blaltform derselben stimmt gleichfalls mit der bei unserer fossilen Gattung vorkommenden überein. Die Blätter der jetzt lebenden Lykopodeen sind ebenfalls häufig lanzett-, lineal- oder horslcnförmig und am Grunde gewöhnlich dreikantig. Wenn man daher von dem Stengel einer dicht beblätterten Art, z. B. Lycopodium Selago oder Lycop. verlicillalum, die Blätter an ihrem Grunde rein ablöst, so erhält derselbe durch die entstehenden Narben so ziemlich das Ansehen eines Lykopodioliten - Stammes im Klei- nen, indem jedesmal der über die Anhcftungsstelle des Blattes herablaufende Grund des letztern mit dem Theile des Stengels, welcher zwischen zweien oberhalb dem erstem be- findlichen Blätterbasen liegt, einen rautenförmigen oder veikehrt eirunden Wulst, mit einer mehr oder weniger dreikantigen Narbe bildet, welcher den auf den Stämmen der meisten Lykopodioliten vorkommenden Narben mit ihren Schildchen sehr ähnlich ist. Nun sehen wir freilich bei unsern Lykopodeen die Blätter nicht abfallen, da diese an ihrem Grunde nicht eingegliedert sind. Bei den Lykopodioliten war aber eben so wenig eine Einlcnkung der Blätter in den Stamm vorhanden, und die Regelnlässigkeit der Narben lässt sich bei denselben nur dadurch erklären, dass ihr Slamm weit ausdauernder und baumartig war, wodurch eine gänzliche Zerstörung der Blätter bis auf ihren Grund möglich wurde. Wenn wir jedoch den untersten Theil des unvollkommen verholzten Stammes von unseren grösse- ren Lykopodeen, z. B. von Lycop. Selagn, L. coniplanalum, L. clmalum u. s. w., verglei- chen, so finden wir auch stellenweise die Blätter schon ganz verschwunden und die zurück- gebliebenen Narben denen durch das künslliche AJjnchincn der Blätter erhaltenen ähnlich. Ausserdem wird von BronGNI.\RT (a. a. O. p. 27.) bemerkt, dass mehrere von Parkinson {Organk. remalns Tom. IIL Tab. IX. Fig. 1.) und von andern Schriftstel- lern abgebildete fossile Ueberreste eine grosse Aehnlichkeit mit den zicgcldacharligen Frucht- •■> So findet sich in der sehr bedeutenden Sanimhing fossiler Pflanzen des Henn Geh. Ratlies Ritters von Leon- HAKD ein sehr schöner Abdruck eines noch unbeschriebenen Lykopodioliten, welcher im Sandstein (weissem lie- genden) der Kupferschiefer -Formation bei Huckelheim, unweit Kahl im Spessart gefunden worden. Ausser dem verschiedenen Vorkommen, da alle übrigen Arten dieser Gattung im Kohlenschieter und Kohlensandstein angetroffen werden, urterscheidet sich derselbe hauptsächlich noch durch die zur Seehsecksform sich neigenden Narben und durch die 3 — 4 Zoll langen, am Grunde 3 und in der Mitte 2 Linien breiten Blätter von dem ihm am nächsten verwandten Lycopodiot. dichotomus SrERNn. Wegen der ausgezeichneten Gestalt der Narben habe ich fiir diese Art den Namen Lycopndiolites hexagonus vorgeschlagen. Das Nähere darüber findet sich in Leon- hard's Zeitschrift für Mineralogie. Märzheft 1828. — Exemplare dieser fossilen Art mit beblätterten Asltheilen sind in der ersten Lieferung der geognostisch-petrefactologischen Sammhing, welche das Heidelberger Mineralien-Comptoir herausgiebt, unter Nr. 26. enthalten, als Weisses Liegendes, wo jedoch der Pflanzenab- druck als Lcpidodendron dichotomnm S r E r y b. bestimmt wurde. L Y K O P () n K E N. IIQ kälzchen lebender Jliirl.ipparlcn haben niid um dunb ilire weil bedeutendere Grüvse ab- weichen. Doch bleibt diese Angabc vor ibr Hand nuih grossem Zweilei unterworfen. Der Ilau|)tunterscbied, welcher zwischen diesen fossilen Pflan/.en und den Lv^opodeen statt findet, liegt demnach in der Cirüsse. AViewohl bis jetzt Leine lebenden baumartigen Lvk()i)i)dcen auf der Krde gefunden wurden, so ist doch immer noch die Mögliclikeil dazu vorhanden, so lauge noch so viele bedeutende Ländersireckeu m botanischer lliiisicht zu untersuchen bleiben. Sollten sich aber auch Leine baumartigen l'ormen derselben mehr vorfinden, so kann dennoch die \ orwell solche besessen haben, die allem Anscheine nach lu verschiedenen (laltungcn gehörten und nur als Familienverwandte unserer LyLopodccn zu bctrachlen sind, wie sah tbmn bei sehr vielen in der Kohlenformation enthaltenen vege- tabilischen Uebeireslen keine \ erwandtsc halt mit jetzt lebenden Gattungen, sondern höch- stens mit einer oder der andern Pnanzenfamilie der Jelztwelt annehmen liissl. ßUÜNCNIAKT hat zwar noch eine kraularligc Tflanzc, deren Stengel mit dachziegcl- artigen, stumpfen, rautenförmigen Schuppen bedeckt ist, als Lycopudiles sifuainatns (a. a. O. p. 46. Tab. VI. lig. 1, a. b.) zu dieser fossilen Gattung gczähll; sie möchte jcddtli eben so wenig hierher gehören, als SCH LOTll El M'S Lycopodiolites pini/urniis {J'ctrrf. Tab. Will. F. 1, a.b.), wovon lilvON G N I.\ RT noc\\ seinen Lycopodües tu-ri/ormis {a. :\.0. n. 31. Tab. II. Fig. 1.) lienni, der durch seine fiederarlig gestellten Acste von den wahren LvLopodiolilcii zu aufl'allcnd abweicht, als dass er mit Gewissheit denselben beigezahlt wer- den könnte. 10. LiUM-.'ilnr^cscIiichk'. Schon bei P 1. 1 M L S (-J- 79.) findet sich {Nalural. /;/V/or. Lib. X\I\.), wie es scheint, Lycnpodium Seltigo unter dem Namen Selago Druidaritnt angeführt. Auch l.ycop. com- phinatuni scheint ihm bekannt gewesen zu scyn. Kr sagt nämlich (a. a. 0. Lib. \XV. Cap. 11.) davon; »Similis heibae Sabinae est Sehign appcllata.« Bei OttO BkuNFF.LS {Ilcrhar. i/'iar r/conrs 1532.) kommt Lycop. chnalam unter dem TSamen Wciukraut -qui viiiMin penduliim restilnit» vor. IllERON. TRAGUS (Neu Kreulerbuch 1539.) beschreiiil und hildcl diese Art nebst Lycop. contplanalum. unter den Namen Muscus Icr. reslris (ßeeiiapp, G ü r I il k ra n I ) und Savina sylvestris ( \N a I d - Se vcn ba u m) ab. Obgleich diese damals bekannten Arten von einigen der folgenden Ilolaniker noch verschie- dene Namen erhielten, so wurden sie doch von den meisicn botanischen Scliriflslelleni der damaligen Zeit unler dem gemcinschafilichcn Namen Muscus lerrestris begrifVen und mit den Laubmoosen vermengt aufgcfiihrl. Erst in der französischen Ausgabe von DüDO- NAEUS KrculcrbiK h (I5C7.) und dann in I'a P. E RN A E M O N T A N US Neuem Kreu- lerbuch (1ÖS8) kommt der "Savxc Lycopod/urn vor. Der Icl ziere führt unter diesem Na- men nur Lycop. chivalum (K a t z eii 1 e v t c r Ic i n1 auf, von welchem auch eine Abbildung lü * 120 L Y K P D E E N. beigegeben ist. In Ca SP. Bauhin'S Pina.v theatr. bot. (1671. p. 360 und 361.) wei-- den unter Muscus terrestris Lycop. clavatum (Muscus terr. clavatus), Lycop. complanatum (Muse, clavatus foliis cupressi) und Lycop. Selago (Muse, erectus ramosus saturate viridis) aufgeführt. Von den spätem Schriftstellern wird nun abwechselnd bald der Name Lycopodium, bald Muscus gebraucht. Selbst TOURNEFORT (^Institut rei herb. 1700.) wirft die Lyko- podien wieder mit den Laub- und Lebermoosen in seiner Gattung Muscus zusammen. Die ersten bessern Abbildungen und Beschreibungen von Lykopodeen finden wir bei PlUMIER, der jedoch in seinem Traite des fougeres de TAmerique (1705) nur einige amerikanische Arten abbildete, — und bei DlLLEN {Mist, muscoruni. 1741.), welcher ausser mehreren exotischen auch die meisten unserer einheimischen Arten abbildete und beschiieb. Er be- merkte schon den Unterschied der Früchte bei Lycop. heheticuni und L. seinginoides, so wie die Erutknöspcheu bei Lycop. Selago., welche aber schon vor ihm SciIEUCHZER {Itiner. helvet. 1723.) beobachtet hatte. LiNNE, welcher die Lykopodeen seiner zweiten Ordnung der Kryptogamie, den Moo- sen, beizählte, hielt diese Brutknöspchen für Pistille, die in einem vierblättrigen Kelche enthalten seyen; die nierenförmigcn Früchte dagegen nahm er für zweiklappige, aufsitzende Anthcrcn und die staubarligcn Sporen für Pollen. Die grösseren Sporen in den vicrknöpfi- gen Früchten scheint er nicht beachtet zu haben. Dieser Ansicht folgten viele andere Pflanzenforscher und selbst von LiNNE'S Gegnern, wie HalleR {Stirp. helvet. Tom. III. p. 22. 1768.), der noch besonders aus dem Grunde die feinen Sporen für Pollen hielt, weil ihm schon damals aus chemischen Untersuchungen bekannt war, dass diese Sporen einen wachsarligen Stoff enthalten, wie er bei den Analysen des Pollens in den Antheren gefunden wird und welchen wir jetzt unter dem Namen Pollenin kennen. Erst seitdem man sich von dem Aufkeimen der jungen Pflänzchen aus diesen Sporen überzeugt hat, ist man von dieser irrigen Ansicht zurückgekommen. Dass aber dessenungeachtet diese Ansicht noch nicht von allen Botanikern aufgegeben worden, beweist die Zertheilung der Gattung Lycopodium in mehrere Gattungen von PA- LISOT DE BeauVAIS {Prodrome des cimjuieme et si.rieme famiUes de Taetheogamie 1805.), welche blos auf die Voraussetzung des doppelten Geschlechtes gegründet ist, so wie die noch später bekannt gemachten Beobachtungen dieses Schriflstellers über die Fructifica- ionsthcile der Laubmoose und Lykopodien (in D ELAMETHEUIE Journal de Physi- que 1811. Tom. 73. p. 89 u. f ), worin bewiesen werden soll, dass die nierenförmigcn Früchte Antheren und die vierknöpfigen Pistille seyen. Dasselbe giebt auch BrOTSRO {Transact. of the Linn. soc. Vol. V. p. 162.) an, indem er die Fructificationst heile von Lycop. den- ticulalum beleuchtet. Die Andeutung der Naht, in welcher sich die vierknöpfigen Früchte später öffnen, hält er für das Stigma. Der Meinung BrOTERO'S, dass Lycop. denticulatum Antheren und Kapseln besitze, tritt auch Li .NK (Grundl. d. Anat. u. Physiol. 1807. S. 218.) bei. L Y K () P () I) K i: \. l'Jl Hedwig, wolchcr Ijcidcrlci Sporen eljciiliills iinhTSiicIilc, hrnicrkln zwnr ('l'hforia gf- neritt. 17H4 p. 115.) den üiilcrscliicj /,\vi.s( Ik-ii Ix'ulcii , dIhk' siili jrdc» li iiiil llcslimiiillicil über di'ii (lesclilcclil.simterschied dersellien ;uisziisprcclu'ii. I);ii^e}^cii giniiljle it, d;is.s die Ilrulkii(isj)cli('ii Iiil l.ydtp. Selagtt und 1. luridiiliini dir niiiiinrn licn I lieile, und die ^riiri- liclien Körnerniassen in den loekern Zellen des l*;iren( liyni-^ derselhen ( I al) Xil. Fif^ (i.i, lt. ), die er als graue ländliche Körper hesclireihl , die l'ollcnhcliiilter .se>en \N I 1. 1. 1) K N () W sah die staubfeinen Sporen von Lynip. ilmaliiin Leimen; er belratlilete denniarli [Sfifr planl. loni. V. 1810. p. \ III.) die feinen Sporen bei allen Arien als Samen und \ergli(h die grossem Sporen mit lirutknöllclien "pmpngines in n.iil/is propulliilunles,» wie sie etwa bei l)i-nliiri(i hnlbifcnt \\\\A l.ilinin lutlliiji'niin in den l>l;ill\s nikelii \ork()mnn'n. (f.\KUl- NER {De friict. et semin. 1788- Toni. 1. p. \\\.), S PK ENG El. (Anleit. /.. k c n n I n d. r.ew. 1. Ausg. 1804. Rd. 3. S. 176 u. 179.1. W Ww.V.yiW.WC. (Flor, lappim. isl'J. p. 'i93. — Flor. Surr. Pars. II. 1826. p. 683.) u. a. in. hallen die zweierlei Sporen für Samen, die zwar verschiedene Gestall, aber gleiche ßeslimmung haben. K.\UI. FLSS {Enu- mer. filirurn, 1824. p. 5. — Das Wes. d. Farrenkr. 1H27. S. f7.) nennt die nieren- formigen Sporenfrüchle Samenkapseln, dii- \i( rkiici|)rij^(Mt aber k n gel k a |i.s cl n. Ilim sind demnach die staubfeinen Sporen Samen; über die IJcdeutung der grösseren Sporen, seiner Kugeln, giibl er uns jedoch keinen vVufschluss, und es bleibt daher zweifelhalt, ob er sie als samen- oder bulbillenähnliche Theile betrachtet, obgleich aus dieser Unterschei- dung selbst hervorgehl, dass er sie nicht lur Sporen gehnllen wissen will. .Il SSIEU ziihlle (^Grnrr. planl. 1789. p. 12.) nach LlXNE'S Vorgang die Lykopo- deen noch nnler die Moose und nannte sie Musri spurii. S MIT II führt sie (^Flur. bril. Vol. 111. 1804.) unter den Farnen auf 1) E C.\M)OI. I.E bildete zuerst {Syriops. planl. in Flor. gall. 1S06. p. 116.) eine eigene Ordnung daraus und iiannle sie Lyrnpodiaceae. Zu gleicher Zeil wurden sie auch von S\V.\RTZ {Synops. ßlicuin, 1806. p. 173.) unter dem PSamen Lyropndineae von den Farnen gelrennl. \\ ll.l.DKNOW (a. a. O. p. WXW. n. p. 10.) brachte sie in seine zweite Ordnung der kr\[)loganiie (Slarhyoplcridrs), in wel- cher er ihnen noch die (lallungen Opliioglossum und Bolrychitini zugesellte. Mit den Equiseteen, Rhizokarpen und Ophioglosseen brachte sie \V.\H LENB ERG {Nov. Act. Up- sal. f 11.^ zu seiner /.weilen Ordnung der kryptogamie {Trlradidyniar), worin ihm AgakdiI l.lp/iori.-ir/ii liitliin. IUI) liilglc, nur (la.ss dieser die Ecpiiseteen wieder davon trennte. Sprengel, welcher sie in der ersten Ausgabe seiner Aul eil. z. Kennt n d Gew. (S. 166.) mit den Ophioglo.sseen, Rhizokarpen und E(piiseteen zu seinen Pleroiden ge- bracht halle, führt sie in der zweiten Ausgabe des genannten \Vcrkes (2. I hl. 1 Ablh. S. 107.) als seine neunte Familie, unter dem Namen Lycopodeen auf, und wiewohl sie von den meisten Schriftstellern unserer Zeit als unter die Ordnung der F'arnc gehörig be- trachtet werden, so liiuhii wir sie doch bi i :illen als besondere Familie unterschieden. In OkEN'S Lehrbuch der Naturgeschichte ( 2ler Theil. 2te Abtli, Iste Hälfte. (S.4) 122 L Y K O P D E E N. werden die Lykopodeen von den Pihizokarpen, die ihnen durch die Fructificationstheile der Gattun"- Isoetes wirklich nahe stehen, entfernt, indem die ganze Familie der Farne dazwi- schen geschoben wird. Deswegen müssen sie dann nach der bedeutungsschweren Vierzahl als Aderdrossler (Spr ebnen) — in eine ganz andere Ordnung, nämlich in die erste der Markpflanzen, zu den Lebermoosen wandern*). 11. Gattungs-Ueber sieht. LYKOPODEEN. LYCOPODEAE Spreng Charakter nach der Frucht. Sporen fr üchfe einzeln, winkelständig oder zu mehreren in gipfelständigen Fruchl- kätzchen zusammengedrängt, einfacherig, (selten zwei - oder dreifächcrig) ; bald einförmig und vielsporig, bald mit viersporigen untermischt. Fruchthülle einfach, fast zweiklappig (selten fast dreiklappig). Fructificationstheile nackt; bald von einerlei Art: staub- feine Sporen; bald von zweierlei Art: nämlich ausserdem noch grössere, kugelig- tetraedn- sche Sporen. Charakter nach dem \Yachsthum. Krautartige oder halbstrauchige Gewächse, mit dicht beblälterleni, öfter kriechendem Stengel und abwechselnden, wiederholt gabeltheiligen Aesten. Wurzelzasern aus den lilatt- winkeln des Stengels und häufig auch der Aeste entspringend, gabelig oder wiederholt ga- belthelllg. Ausser der Fortpflanzung durch beiderlei Sporen Vermehrung durch Brutknösp- chen und fortwährende Verjüngung durch Sprossen aus der Spitze und durch seitliche Asttriebe. Vorkommen an trocknen, aber schattigen Stellen, seltner in Sümpfen oder auf freien Felsen, meist gesellschaftlich. Dauer mehrjährig, sehr selten einjährig. Character fructificationis. Sporocarpia solitaria axillaria v. in amenta terniinalia conferta, unilocularia (rarius bi-trilocularia); modo uniformia polysporaea, modo letrasporaeis intcrmlxta. Pericarpium simples, sub-bivalve (rarius sub-trivalvc). Fructificationes nudae, vel uniformes: spo- rae pulveraceac-vel biformes: praeter illas enim sporae majores globoso-telracdrae. *) Es scheint auch Iiicr aus dem (a. a. O. S. 4S7.) gegebenen allgemeinen Charakter der letztem hervorzugehen . das« der genannte Schriftsteller über die wahre Beschaffenheit der Fructificationstheile keine klare Ansicht Iwtte. L Y K P () I) 1«: K .N. 123 Cliar.icler vrgc t al ioii i s. Plantar lierbarcac v. sufTiulicosac, caulc densc folioso, sarpiiis rcpcnlc, raniis allcrnis dicholoniis. Iiadicnlac axillares e caulc saepinsquc ex ramis nascciilcs, riircatac v. dichuto- niac Praeter |irü[)nj,Ml!oneni [ler spuras ulriiis(|uc iiidolls nnilli|tlicali() |)er geniniulas [iroli- ficas iicc iioii iiiiiovalio conlimia leriiiinalis v. lateralis. Ilahilalio in loiis siccis scd luii- brosis, rarius in paludibus v. in rujiibiis apertis. Vita plerunitjuc socialis , perciuiis, raris- sime annua. (Muscorum gen. LiN. — I'ilicum gen. Smitii — Misccilancar. gen. Scill\Kn. — Bivalvia HOFF.M. — Lycopodiaceac 1) E CArfD. — Lycopodineae Sw. — Valvatac Web. et M. — Slachjoplcriiliiin •^n^ \N'll. I.D. — 'rclradidyniaruni gen WaiileNB.^ Inländische a 1 1 u n g. Li'cnpoJ/i/rn DonON. — Bärlapp (G ii r t e I k ra u t , K (i I!) e um oo.sj. ^^ eseiitl (,iiar. Sporenfrüchle cinfächerig fast zwciklappig, entweder gleichliir- niig, meist nierenförnn'g oder mit vierknüpfigen untermischt. Char. csscnt. Sporocarpia uniloculnrla subbivalvia, vcl uniformia snbrcniformia vcl Ictracoccis iiilermixta. Nach ili'iii Fruchlslande iiiid dem I)ase^ n von einerlei odei' zweierlei Früchten lassen sich die mliindischen Arten folgenderweise zusaninicnstellen. A. 31 il einerlei Spi) ren fruchten. Sporocarpiis uni formibus. a. in den r>ia 1 1 w i ii kcl m sitzend. axillaribus {P/ananlhus P A I. DE ßi:.iur.) *). Beispiele: Lycopodium Selago LiN. (Tab. X. Fig. 1.). L. recurvum KlT. — /,. iniinddtum LiN. (Fig. 2.). b in en d.s t ii n d igen Kätzchen. in anienlis tcrminalibus {Lepidotis P. D K Beauv.'). Beispiele: L. anrwlinum Lry. fFig. 3.). L. a/pinuni L/N. — L. clavalum. LlN. (Fig. 4.). L. cump/anulum LlN. (Fig. 5.). *) Die von Pai. isoT dk Be.vuvai$ (a. a. 0.) ans den B;)rlappartcn gebildeten Gattungen können liöclutens als l nlcrabllii-iltingcn der (latliing Lycopodium gehen, da die Idi-e eines doppelten Gesclileclilis bei diesen Pflanzen nicbt in der Natur begründet ist und sich ausserdem iibcrall INLttelfanucn zwischen seinen Gattungen nachweisen lassen. 124 L Y K P D E J: N. B. Mit zweierlei Sporenfrüchten. Sporocarpiis biformibus {Selaginelhi et Slacbygynandrum P. DE Beauv^. Beispiele: L. selaginoides LiN. (Tab. XI. Fig. 35 — 37.). — L, heheticiim LiN. (Tab. X. Fig. 6. — Tab. XI. Fig. 31 — 33.) L. denticulatum LiN. Bemerkungen über die ausländischen Gattungen. lieber die Gattung Bernhardia Wi'lld. {Psilotiim Sir.') vergl. die gleichzeitig er- schienenen Abhandlungen von WiLLDENOW und SwARTZ in SCHRAD. Journ. f. d. Bot. 1800. S. 109 und S. 132. Die Gattung Tmeslpteris, w eiche zuerst von Bermiardi (Schrad. Journ. f. d. Bot. 1800. S. 131.) aufgestellt wurde, ist seitdem in den verschiedenen systematischen Schriften bald anerkannt, bald verworfen nnd mit Bernhardia vereinigt worden. So finden wir dieselbe beibehalten von SwARTZ {Synops. fiUc. p. 187.) und von WiLLDENOW {Spec. plant. Tom. V. p. 56.), dagegen mit Bernhardia vereinigt von R. BROWN {Prodr. Nov. Hol/, p. 164.) von KauLFUSS {Enumer. filicum. p. 23.) und von SPRENGEL {System, veget. Vol. IV. p. 11.), während sie von ÜESVAUX {Prodr. fiUc. p. 192.) wie- der neuerdings von dieser Gattung getrennt wird. Die Gattung Dufourea BORY (non ACIIAH.), welche von WiLLDENOW (a. a. O. p. 55.) in die Nähe von Lycopodium gestellt wurde und nach ihm zwischen den Lykopo- deen und Laubmoosen die Mitte halten, nach SPRENGEL aber (Anleit. z. Kenntn. d. Gew. 2te Ausg. Thl. 2. Abth. 1. S. 110.) auf der Grenze zwischen den Lebermoosen und Lykopodeen stehen sollte, gehört nach den spätem Beobachtungen von AUBERT DUPE- TIT-TlIOUARS nicht hierher, sondern wird von ihm unter dem Namen Tristicha als eine zur Familie der Na jaden JUSS. und zur Monandria Trigynia LiN. gehörige Gattung aufgeführt. 12. Etymologie des Gattungsnamens. Lycopodium, aus xj^o? — ^Volf — und •ttou^ — Fuss — wahrscheinlich darum ge- bildet, weil man bei den dicht beblätterten jüngsten Astlrieben mancher Arten, z. B. von Lycop. clavatum, einige Achnhchkcit mit einem behaarten Thierfusse zu bemerken glaubte. N\(irn!\(i ZI si;rn; m N nclulciii (l.is M;miiscri|)t dieser Llcfoiiiiig liercils al)f;eiliiitLl war, solang es mir, ans den Köriieiii der vK'rkiin|)lij?ni IJcliäller voll /,j7Yy;o^//V//// dcntiniluluin (ilie i( li mil (iÄliINl. H, AA \ II I. K Ml K ('. iiiiil Sl'UKNC.KL für grössere S|>()rrii ^elialteii liallc | j(mf;c IMl.iii/.c lien zu erziehen, iiiul ieli liabe •^elimdeii, dass die licnlcii liliiiii;eii 11 li o r i li (t's und S\I.Is- BUUY'S im Ganzen riclilig sind. Die änsserc derhe Haut dieser Kürner öHnet sieli n'amliili an der Stelle, wo die drei crliahenen Reifen zusannncnslosscn , nnd es konnnen sugleicli zwei gegenständige grüne lllällchen hervor, welche sich sehr liiihe auf einem Stengehhen erheben, wäiircnd zugleich nach unten eine einlache ^^ urzelzascr entspringt (^Tab. \l. Fig. 39.1 So wie diese ersten Bliitlrhen mit ihren Spitzen aus einander treten, kommt ein zweites lllatlerpaar zum \ or- sclieiu , welches gegen das erstere kreuzweise gestellt ist (lig. 40.). Hierauf entwickeln sich unmittelbar zwei Astknospen, die in ihrer Lage wieder dem ersten Jllällerpaare ent- sprechen (Fig. 41.), sich allmälich verlängern und dadnn h die erste (lahellheiluug des Pnän/.cheiis bilden (Fig. 42.). Sic zeigen sclioii die zweierlei lUätler, wie bei der ausge- wachsenen Pflanze: nur d;iss dlesellicn im lit so gedrängt stehen. (Ileichzeilig mit dieser ersten Zertheilung in Aeste spaltet sich auch das nun schon bedeutend verlängerte ^^ iir- zelciien gabelloruiig (Fig. 43.). Es ist überall mil zarten Seitenzäserchen besetzt und an den Enden, wie die AN iirzelzasern der erwachseneu IMlaiize, mit dem schwammigen Mülz- chen versehen, ßei der Durchsichtigkeit des zarten Slengelchens und \>iirzelchens ist das centrale Gefässbündelchen, welches beide durchzieht, sehr deutlich als ein diinkles Slreif- chen zu erkennen, welches mit einem gleichförmigen, aus etwas verlängerten Zellen zusam- mengesetzten Parenchv ni umgeben Ist (Fig. 41, 1>. ) Obgleich dunh diese IJeobachtung die Angabe der beiden genannten Naturforscher im Allgemeinen bestätigt wird, so geht doch auch daraus hervor, dass hier von keinen Samenlappen die Rede scyn kann. Denn die zuerst erscheinenden Rlältchen sind in Ge- stalt, Farbe und Consistcnz durchaus niclit m)U den später folgenden verschieden und nicht ganzrandig, wie S.VLISIil \\\ dieselben (a. a. O.) abgebildet iiat, sondern wie die übrigen Blätter gegen die Spitze fein gesägt. Es bleibt jedoch immer eine höchst eigenthümliche und schwer zu erklärende Erscheinung, wie sich aus der kniiuigen Masse jener grossem Körner, worin keine Spur eines vorgebildeten rfläuzcluns zu entdecken ist, plötzlich und ohne Miltelstufe ein der ^lutlcrpflanzc ähnliches Gebilde entwickeln kann. 17 126 NACHTRAG. Diese Entwicklung ist so abweichend von der Keimungsweise der Sporen anderer kryp- too-amischer Pflanzen, dass man hiernach die Körner in den vierknöpfigen BehäUern der Lykopodcen nicht mehr für Sporen erklären kann. Aber durch die rundum gcsclilossene derbe Hülle, welche ich früher als Sporenhaut betrachtet habe, so wie durch den gleich- förmigen, krumigen Inhalt, unterscheiden sie sich wieder eben so sehr von den Brutknösp- chen (in welchen sich immer schon die ersten Blattchen des künftigen Pflänzchens nach- weisen lassen), dass sie auch nicht mit diesen verglichen werden können. Der Name Ku- geln oder Kügelchen (Globuli), welcher ihnen von Kaulfuss {Enum. filic. p. b. — u. "Wes. d. Farnkr. S. 17. 25.) beigelegt wird, ist auch nicht passend, da wir unter diesem Ausdrucke bei den Chareen ganz andere Organe verstehen. Am meisten scheinen sich noch diese Körner den Knöllchen mancher höhern Pflanzen, z. B. des Ärum ternatum oder der Beniaria bulbifera, zu nähern, und man könnte sie, ■wegen ihres sporenähnlichen Baues und der mit den genannten KnÖllchen übereinstimmenden Entwickelungsweise zu jungen Pllänzchen „Sporenknöllchen {Tubercula sporoidea)^'- nennen, welcher Ausdruck dann überall statt der grössern Sporen im Texte zu setzen wäre *). Die vierknöpfigen Behälter dieser Sporenknöllchen wären dann als Receptacula iuberculifcra zu bezeichnen. *) Ob die sogenannten Sporen bei Jsoi-tes auch zu diesen Sporenknöllchen gehören, oder wirkliche Sporen sind, wie die grössern Körner der übrigen Rhizokarpen, lässt sich erst dann bestimmen, wenn die Art, wie sich die Pflänzchen aus denselben entwickeln, genau erforscht scyn wird. ERKLÄRUNG DER TAFELN. K II 1 Z K A II P l- N. Sir beule Tafel. Fig. 1. Ein All von Pilularia f^lohulifera Lin. , 2. Ein Asl von jtlarsilea ifitudrifuliit hin. . 3- Eine voIUtäniligc Pflanze von Isoetcs lacnstris L in. A rille 'rnfcl. Fig. 1 — 29. Pilularia globulifera. Fig. 1. Eine SporcnfTiicht. . 2. Dieselbe auf dem Horizonlalsclinilte. . 3. Dieselbe auf lU-ni Vorlicalstlinitte. . 4. Ein einzelnes Fach quer durcbgescbnitteD ; n, mit Fniclifikationsllieilcn ; b, entleert und die Scilcnwöndc hiDwcf(- gcnoninien. . 5. Ein einzelnes Facb, zum Tbcil entleert, dessen Seitentvändc binweggcnonuncn sind, um die Anheftung der Fructi- ficationstheilc zu zeigen. » 6- Eine aufgesprungene Sporenfnicht (nebst den Tiinf vorhergehenden Figuren unter der Loupe gesehen). . 7. Die kolhigcn Beutelchen in ihrer Anheftung (HI.). 8- Zn-ci derselben, aus deren einem — a, (Uc Körnchen hervorgetreten sind (lü.); b, Körner; c, ein Stückeben von der Hülle eines Beutrkhens (IV'.). . 9- Eine Spore mit ihren Decken. , 10. Die äussere Iiüuligc Sporendeckc. , 11. Die Spore mit ilirer innern gallertartigen Decke, noch etwas unreif. • 12- Dieselbe im ganz reifen Zustande. , 13. Eine Spore von ihren beiden Decken befreit (III, wie die vier vorhcrgchcndeo Fig.). , 14. Der obere Tbcil einer reifen Spore (IV'.). , 13. Eine durchgeschnittene Spore (lU.). , 16- Qucrdurilisihnilt eines Blattes (III.). „ 17. Querdurchschnitt eines Astes (IIL); b, Zellgewebe aus diesem Durchschnitte mit dem körnigen Inhalte (IV'.). , 18. Oberhaut eines Blattes (III.). , 19. Längendurchschnitt eines Blattes (III.). . 20- a. Spiralgefass ; b, braune, kömerbaltige, röbrigc Zellen aus dem Stengel und den Aesten (.IV.). . 21. Zellgewebe unter der Oberhaut des Stanuues und der Aestc (IV.). . 22. Acussire Fnichthaut (lll.) . 23. Innere Fruchthaut (III.). , 24. Haare, mit wehlien die Frucht besetzt ist (III.). . 23 — 29. Keimende Sporen und Enlwickelung des jungen Pflänzchcns. (Fig. 25 — 27. HI; Fig. 28, b. I: Fig. 29. drei- fache Vcrgrös.) » 29*. Ein Stück von dem Blatte de» Kcimpflänzcbens (IV'.). Fig. 30 — 53. ß/arsilea quadrifolia. > 30. Sporenfrüchtc mit ihren Fruchtstielen und einem Theil des Blattstiels. 128 R H I Z O K A R P E N. Fig. 31. Eine junge Sporenfrucht. 32. Eine reifere Sporenfrucht. 33. Eine solche quer durchgeschnitten. 34. Eine andere in dem schmäleren Durchmesser der Länge nach durchgeschnitten. „ 35. Eine Sporenfrucht in dem breiteren Durchmesser der Länge nach durchgeschnitten (nebst den vier vorhergehen- den Fig. unter der Loupe gesehen). „ 36. Derselbe Durchschnitt wieder queriiber durchgeschnitten (I.). „ 37. Reife, aufgesprungene Sporenfriichte. >i 38. Junge Sporen mit körnerhaltigen Beutelchen untermischt (IIL). „ 39. Zwei dieser gestielten Beutelchcn für sich (IV.). „ 40. Die aufgeplatzte Membran derselben (IV.). „ 41. Körnchen aus denselben (IV^.). „ 42. Reife Sporen; a, mit ihren Decken versehen; b, die äussere Decke hinweggenommen: c, quer durchgeschnitten (III.). ). 43. Querdurchschnitt eines Blattstiels (III.). „ 44. Querdurchschnitt eines Astes (III.) „ 45. Oberhaut von einem Blatte (III.). i „ 46. Dieselbe (IV^.). „ 47- Längendurchschnitt des Stammes und der Aesle (IV.). .. 48. Querdurchschnitt der Fruchthülle (III.). „ 49. Haare von einer jungen Frucht (III.). „ 50. Zellgewebe aus der gallertartigen Membran der Scheidewände (III.)- „ 51. Aeussere Fruchthaut (UI.). » 52. Parenchym und Nerven aus einem Blatt (III.). » 53. Querdurchschnitt einer Wurzelzaser (IV.). Neunte Tafel. Fig. 1 — 34. Sa/oinia nalant ScJireb. Fig. 1. Eine fruchttragende Pflanze. „ 2. Ein Blätterpaar mit dem darunter sitzenden Wurzelbüschcl und Fruchthäufchen. „ 3. a. Eine jüngere; b, eine ältere Frucht. 4. Zwei Früchte vertical durchgeschnitten: a, eine mit Sporen; b, eine mit Körnern crfiiUt (lubsl den beiden vori- gen unter der Loupe gesehen). „ 5. Eine Fruchthidlc quer durchgeschnitten (I.). „ 6. Junge Sporen. 7. Reife Sporen mit ihrer stielartig zusanunengezogencn Decke dem Millelsäidcheii angeheftet. „ 8. Sporendecke. „ 9. Eine von ihrer Decke befreite Spore. » 10. Eine solche im Verticalschnitte. „ 11. 12 u. 13. Körner in verschiedenem Zustande der Pitife (Fig. 6 — 13. IV.). . 14. Ein Stück eines Blattes von der oberen Fläche (unter der Loupe) gesehen. „ 15. Ein Wärzchen mit dem Büschel gegliederter Haare, nebst einem Theil der Oberhaut der obern Blaltfläclie. ,, 16. Oberhaut der untern Blattfläche mit den hindurchscheincndcn sechsseitigen Zellen des Parenchyuis. I. 17. Parenchym des Blattes mit den Nerven und Adern. » 18. Querdurchschnitt des Stengels. >. 19. Längendiurchschnitt des Stengels ausserhalb der Achse (Fig. Ij — ig. IV.). >. 20. Längendurchschnitt des Stengels durch die Achse: a, spitz zulaufende gestreckte Zellen; b, braune gestreckte Zellen im Umfange derselben; c. ungefärbte Zellen in der Achse; d. Zellen der Scheidewände (IV^). >, 21. Verticaldurchschnitt einer Wurzelzaser (IV.). L \ K () i» () I) i: i: >. i'ju Flg. 32. Ein Stückchen tier äiiocrcn Fniclitliaul (.IV.). . 23 — 5'1. t^nttvickrliin;; drü Krim|illjnzclicn» auf der Spore. fi(». 35 — 5(t. Jaoflet lacuilru. . 35. Der untere Theü eine» irucbttragenilrn Uljttci: n, von der iiincrii; b, »on der üuMrrn Seite. > 30. Früclite: a, mit S|ioren; b, mit Kiirricrn. . 37. Kiiif S|>orenrriKlil ijurr dun littst liiulli-ii (I.). . M. Ein StiicLcben vun der Hülle einer Liinierliultigen Fruclit mit aur>itzeiideii UucrCidcn I unter der Lou|>c (;e*e- benl; b, ein Querl'aden mit aiili.iii^iiiden Kiirnrni (111.). . 39. Kormr tlV'.). . 4l>. Ein Stück einea Qucrfnden« mit zwei daran »itzcndcn Sporen im trüiknen /.lutünde (111.). . 41. Sporen im .inf;ertni-lilelen /ii.il.uxlr, von tveleUen die kru»len.uli{4<' Oeike zum Tlied al)f;e»prun(;rn i>t llll.). . 42. Vertic.ddurilikcluiitt de» knalligen Stuikeü mit der auf>ilzriiden ULktlcrknufpi' luiilrr ilir l.uupe gencbeu). . 43. Zellgewebe aus dem Stocke (IV.). . 44. (lueidurrliselinilt einer Wiirzelz-iser (lllj. . 4.'). L^uigenJurclijclinitt derselben |^1V.|. • 46. (luerdurcluscbnilt eines Blattes (.11.). . 47. Län^cndurcbscbnitt desselben (II.). . 48. GeRisse und Zellen aus der Achse des Blattes (III. I . 49- Dieselben (IV.). . 5)). Überbaut von einem Blatte (111.). L Y K () I' O 1) E E N Zehnte Tafel. Fig. 1. Eine Pflanze von L,yio/)0(liiim Selago L,in. , 1. Eine Pflanze von />. iniindiitiiin L.in.: b, der Gipfel eine» fruchttragenden Astes, unter der Loupe gesehen. » 3. Ein fruchttragender Ast vun /.. iiiiiintiiiiiiii I^in. 4. Ein Stiiek des Stengels mit unfrui lilbaren und lincliltmgenilen Aesten von L,. clai'atum l.in. „ 5. n. Ein IVutbllragender Ast von //. co/itp/ttnattt/it l.in.: b, ein .Slüi k von eini-ni Gdbelästchcn mit den ange- drückten Blättern, unter der Loupe gesehen. „ ö. Eine Pflanze von Z.. hclveticuni l^in. 7. Ein Blatt von /.. Selago (I.). 5. a. Ein Stcngelblatt ; b, ein Blatt aus dem Gipfel eines fruchttragenden Astes von L,. iniiiirlutiint (I.). J). Ein Blatt von A. annotinum (1.). 10. Ein Stück des bcbl.'illetten Stengcb von L. helretiriim : a, von oben — v b, von tmten gesellen (I.l. Klfle Tafel. „ 11. üer obere Tbeil eine» truclillra-^enden Astes von /.>•<•»/>. laterale Ji. Br. .. 12. Ein Stück von I^yri>i). ßlij'nrme S w. — a, Astgipfel mit Früclitcn (unter der Loupe gesehen): b, eine Spo- rcnfruelit mit dem davor sitzenden Blatte (IV.). „ 13. Der obere Tbeil einer Pflaiac von liernliardia romplanaln ßf'i IUI. b. ein Aslj^ipfel mit dreikniipfigen Früch- ten (uiilir der Loupe gesehen). Diese uml die vorhergehende Fig. sind aus Svvartz's Synop«. lUic. tob. IV. enlnoiniiu-n. „ 14. Ein Aslblalt von /.. clavaliini (I.). 15. Ein Blatt des geuieinschal'tlichcn Fruchtstiels von derselben Pflanze (1.). „ 1(>. Eine Schuppe aus dem Fruchlkiitzchcn dcreclben Pflanze (L). 130 L Y K P D E E N. Fie 17 18 u- 19- Blätter von L. selaginoides in verschiedenen Höhen des Stengels und der Ae^te genommen (L). 20- Ein ßl^" ^''" -^- '''S'dum Sw. (L). 01. Eine Sehuppe aus dem Fruchtkätzchen von Z,. annotinnm mit der dahinter sitzenden Sporenfrucht (I.). 02. a. Eine gesciüossenc Sporenfriicht von L. Selago; b, dieseUje geöffnet (!.)■ 23. Sporen aus derselben: a, im trocknen — b, im befeuchteten Zustande (IV^). 24. Eine junge Sporenfrucht von derselben Pflanze, nach dem schmälern Durchmesser vcrtical durchgeschnitten, mit den unreifen Sporen (III.)- 25- a. Eine geschlossene Sporenfnicht von L. clavatiim; b, die eine Klappe derselben von innen gesehen, um den im Gnmde der Frucht befindlichen zweihörnigen, säulchenartigen Theil zu zeigen (III.) ; c, Sporen (IV^.). 26. a. Geöffnete Sporenfrüchtc von L. inundatum (111.); b, Sporen (IV.). 27. Eine mit den staubartigen Sporen erfüllte Frucht von L,. canaliculatum Lin. (IV.). 28. a. Eine Schuppe aus dem Fruchtkätzchen von L. cernimm Lin. mit der dahinter sitzenden Sporenfrucht (IV) ; b, Sporen (IV.) ; c, eine quer aufspringende Frucht von vorn gesehen (IV.). 29- a. Eine dreiknöpfige — b, eine zweiknöpfige Sporenfrucht von Bernhardia dichotoma inild. (I.)- 30. a. Die erstere quer durchgeschnitten, um die drei Fächer zu zeigen; b, eine andere in ihre drei unvollständige Klappen aufgesprungen, mit iluren mittclstandigen Scheidewänden (I.); c, Sporen mit eigenthümlichen feinen Körnchen untermischt (IV'.). „ 31. a. Eine nierenförniige Sporenfrucht von L,. helveticum (IL); b, Sporen aus derselben (IV'.). „ 32. a. Eine vierknöpfigc Frucht derselben Pflanze, von der Seite — b, von oben gesehen (IL). , 33. a. Eine solche aufgesprungen, von der Seite — b, von oben gesehen, mit den eingeschlossenen grössern Sporen (TL). n 24. Die herausgenommenen Sporen: a, von oben — b, von der Seite gesehen; c, im Querdurchschnitte (IIL). „ 35. a. Eine nierenförniige Sporenfrucht von JL. selaginoides (IL); b, Sporen aus derselben (IV'.). „ 36. a. Eine vierknöpfige Frucht derselben Pflanze, von der Seite — b, von oben gesehen (IL). „ 37. a. Eine solche im Aufspi-ingcn, von der Seite — b, von oben gesehen, mit den darin enthaltenen Sporen (IL). „ 38. Die Sporen berausgcnonmien : a, b, von oben — c, d, von unten gesehen (IIL). 38*. a. Eine Spore aus der vierknöpfigen Frucht von Lycop. denticulatum — b, diesette durchgeschnitten — c, die äussere Sporenhaut mit der abgelösten inncrn Haut und dem unter Wasser hervorgetretenen Sporcninhalte (IIL). j, 39 43. Entwickelung der jungen Pflänzchen aus den Sporenknöilchen (L). (Vcrgl. den Nachtr. zu S. 111.) Zwölfte TafcL Fig. 39 — 43. Lycop. Selago. Fig. 39. Horizontalschnitt aus dem Stengel (IIL). » 40. Verticalschnitt aus demselben; a, Durchschnitt des Blattgrundes; b, Durchschnitt der Frucht (IIL). „ 41. Verticalschnitt aus dem centralen Gefässbündel des Stengels (IV.). 42. Horizontalschnitte aus der Wurzelzaser; b, unmittelbar über einer Gabelspaltung derselben genommen (IIL). „ 43. Horizontalschnitt des Stengels mit den ansitzenden Blättern (unter der Loupe gesehen). Fig. 44 — 47. Lycop. clavatum. „ 44. Horizontalschnitt aus dem Stengel (IIL). „ 45. Verticalschnitt aus dem gemeinschaftlichen Fruchtstiel (IV.). „ 46. Horizontalschnitt aus der Wurzelzaser (III.). » 47. Verticalschnitt aus derselben (IV.). „ 48. Horizontalschnitt aus dem Stengel von L. complanatum (IIL). „ 49. Horizontalschnitt aus einem beblätterten Aste derselben Pflanze (IIL). „ 50. Horizontalschnitt am Ursprünge eines Astes von L. denticulatum Lin. (IV.). „ 51. Oberhaut mit Spaltöffnungen eines Blattes von L. Selago (III.) ; b, stärker vergrössert. „ 52. Querschnitte aus dem Blatte von L. Selago: a, über der Mitte des Blattes; b, nahe bei dem Blaltgrunde (IV.). » 53. Längschnilt aus dem Blatte derselben Pflanze (IV.). , 54. Querschnitt aus dem Blatte von L. rigidum (IV.). L ^ K () r () 1) K 1. N. 131 Fig. 55. Innen- Wanil «Irr Sporrnfriic lil >on L. Sehr^o (IV\(. .'lü. Frnclilliiillc von A. iiiiinihiliiin (^IV.). .')7. Friiclitlidllf von L. citiiuitiim (IV.). 5S, Fini lilhiillf ciniT vii-rkn'ipfif'rn Fnitlit von A. /irlretiriim (lll.l. Til). Friiililliiillc einer vierknüpfigen I'nulil viin /.. srliij^iniiiilcs (III.). (iO. Ein innovirrnilcr Ail mit Unitknüs|iilicn von L,. Sclago (ztvcifaclic Vcrgröu.). 61. Ein Brnlkniispilien »läiker vergiÖMcrt : n, von <1ct äussern — h, von ilrr inncrn Seite. 62. Uie vencliieilenen das Brutknöspclien bilileniien BL'iltclien. 63. n. Oberhaut mit SpnltülTnnngen ; b, Pnrenchyin mit dem dunklen körnigen Zellcninluilte und dem Nerven, aus dem <'iu!»emcn zn'eilnjipigL'n Bl.'ittclien des Brutknüsptliens (IV.). tu. Das Ende einer Wut7.elzaser von Z>. denticnlatum (II.). 65. Das Ende einer Wiir^elzascr von /.. selaginoiilex (II.). C/ü. Das Gabelende einer Wiu-zeliascr von A. cliiviifiiin (II.). Drcizdinlr Taft,'l. Fossile UebciTCSle dvv I'iliizokariirii iiiid LyLopodccii. Fig. 1. a. JXotiilaria marsileaefolia S t e r ii h. {^Sphaenophylliles emargiiiatus liruiii^ n.) : b, ein einzelnes Bbtt vcrgrösscrt. 2. a. Rotiitiiria major Bronn. — b, ein einzelnes Blatt vergriisscrt. 3. a. liotutiiria pusilla Sternb, — b, ein einzelnes Blatt vergrösscrt. 4. L-ycof)odiolites selaginoides Stern/). 5. L-yvopodiolitfs diehntomtm Sternb. (ein Stück des Stamme» verkleinert). 6. a. L,yci>poditi/itex Ophyurus Sternb. — b, ein Stück desselben vergrösscrt). (Fig. 1. lind 0. aus Ad. Brongniart's Classification des vcgct. foss. tab. II. u. IV.) (Fig. 3. 4. u. 5. aus Sternbehg's Versuch einer gcogn. bot. Darstellung der Flora der Vonvcit. Hell 1. l.ib. 1. Heft 2. tab. 17 und 26.) (Fig. 2. nach einem Abdnickc im Kohlenschicfer von St. Ingbert bei Saarbrücken. An» der Sammlung de* Herrn Prof. Bronn in Heidelberg.) ) 7/':rAvrj7/( // /rr/) /// / l t ; / J/ i P> , iV, }r ^uioriM.. f //rty ifftiji trtäf^ . y?/f/ \t V , v/ y " w. /r e I •i. M vr«; ^Vr r-i» Ml -»t^' -.It*/ Jj 'J ^Y»/ .^/ -ölv ^ ^ ->3 , 'f/^,M. u4^K ^ <'»• «ij* Jt^tft*^ ^^Wtf^t^t* M J^^--^^ ^ 0^^ *>v..- rvr^ ;^ 9 / ^ ZJ '^ ■S." M-\ nie .-A f. ^> i 'f,JW-oW _/ y^t'/ff'l/tit i't;. :, 4< .« .18 ^~/>it- Ji-/ %Jf\ i,H/f //> Vf //eJ/f ■ f Jf/.\lll 'fiU'. äriin /^l^gSMM : UnickfL-lilcr in diesem Ikftc Seite 77 Zeile 2 von olKfi, nach sie »ttic ilDd. statt Kr^logamio n«'« Kryptogomie. unten, statt cinscitswöDdigen lie» cinscitswendiKtn oben, Dach rt-gclmässig i